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Wichtige Lobby : Deutsche-Bank-Chef Sewing ab Juli Präsident des Bankenverbandes

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Christian Sewing bekommt eine weitere Rolle. Bild: dpa

„Es gilt nicht nur, die Folgen der Pandemie zu bewältigen, sondern auch die Transformation zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft zu gestalten – und das erfordert enorme Investitionen“, sagt Christian Sewing.

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          Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing übernimmt zum 1. Juli dieses Jahres die Aufgabe als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Der Vorstand des Verbandes wählte Sewing am Montag zum Nachfolger von Hans-Walter Peters, wie der BdB mitteilte. Die Amtszeit des BdB-Präsidenten beträgt regulär drei Jahre. Der Verband vertritt die privaten Banken in Deutschland.

          Peters, der nach vier Jahren im Amt Mitte April 2020 schon abgedankt hatte, war im vergangenen August wieder eingesprungen, weil dem Verband überraschend sein Nachfolger abhanden gekommen war. Der erst kurze Zeit als BdB-Präsident amtierende damalige Commerzbank -Chef Martin Zielke gab im Sommer wegen seines Rückzugs von der Commerzbank-Spitze auch das Ehrenamt beim Bankenverband ab.

          Die Deutsche Bank hatte Sewing im April 2018 auf den Chefposten befördert. Der Manager verordnete dem Frankfurter Dax-Konzern einen radikalen Umbau inklusive des Abbaus Tausender Stellen. Nach fünf Verlustjahren in Folge schaffte Deutschlands größtes Geldhaus ausgerechnet im Jahr der Corona-Krise die Trendwende. Erst kürzlich hat die Deutsche Bank den Vertrag mit ihrem Vorstandsvorsitzenden bis April 2026 verlängert.

          „Es gilt nicht nur, die Folgen der Pandemie zu bewältigen, sondern auch die Transformation zu einer digitalen und nachhaltigen Wirtschaft zu gestalten - und das erfordert enorme Investitionen“, zitierte der BdB Sewing in der Mitteilung. „Die privaten Banken werden ihren Beitrag leisten, damit dieser Wandel gelingt und unsere Wirtschaft gestärkt aus dieser Krise herauskommt.“

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