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Großer Investor : Chinesische HNA reduziert Anteil an Deutscher Bank

  • Aktualisiert am

Die Deutsche-Bank-Türme in Frankfurt Bild: Reuters

Schon im September war bekannt geworden, dass sich der hoch verschuldete Konzern HNA aus dem größten deutschen Geldhaus zurückzieht – auf Druck der chinesischen Regierung. Jetzt folgen Taten.

          Der chinesische Mischkonzern HNA hat seine Beteiligung an der Deutschen Bank verringert. Wie aus einer Mitteilung an die amerikanischen Börsenaufsicht SEC hervorgeht, hält HNA nun noch 6,3 Prozent an dem Geldhaus. Zuletzt besaßen die Chinesen 7,64 Prozent und gehörten damit zu den größten Aktionären des Kreditinstituts. Ein HNA-Sprecher wollte sich nicht dazu äußern. Bei der Deutschen Bank war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der größere Teil der Beteiligung von an der Deutschen Bank ist über Derivategeschäfte mit der schweizerischen Großbank UBS abgesichert. 

          HNA sitzt nach einer langen Serie an Zukäufen auf einem hohen Schuldenberg. In knapp drei Jahren hatte der Konzern in aller Welt für mehr als 40 Milliarden Dollar Beteiligungen angehäuft – auf Kredit. Der Schuldenstand betrug zwischenzeitlich je nach Rechnung mehr als 100 Milliarden Dollar, dem standen viel zu geringe Einnahmen gegenüber. Gläubiger und auch die chinesische Regierung fordern deshalb einen drastischen Schuldenabbau. Zudem soll sich HNA wieder auf sein Kerngeschäft Flugverkehr und Tourismus konzentrieren.

          Das Unternehmen, das der Parteifunktionär Chen Feng im Jahr 1993 auf der chinesischen Tropeninsel Hainan als Fluglinie mit nur einer Maschine gestartet hatte, steht deshalb schon länger unter Verdacht, seine Anteile an der Deutschen Bank in den kommenden eineinhalb Jahren loswerden zu wollen. Im September 2018 hatte das „Wall Street Journal“ zuerst über einen Rückzug von HNA aus Deutschlands größtem Geldhaus berichtet.

          DT. BANK

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          Die jetzt bekanntgewordene Reduzierung der HNA-Anteile dürfte bei der Deutschen Bank deshalb niemanden überrascht haben. Dort war der mysteriöse Großaktionär aus China, dessen Eigentümerstruktur wie in der Volksrepublik üblich intransparent war, im Vorstand nie wohlgelitten. Die Auflösung der Geschäfte dürfte den Aktienkurs sowohl positiv wie negativ beeinflussen. 

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