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Global Wealth Report : Chinesen verdienen am Aktienboom

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Bild: Picture-Alliance

Die privaten Vermögen sind rund um den Globus 2017 weiter gewachsen, vor allem dank der Entwicklung der Wertpapiermärkte. Während China reicher wird, gibt es in den alten Industrieländern auch viele Absteiger.

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          Die gut laufenden Börsen haben die Vermögen rund um den Globus weiter wachsen lassen. Auf rund 168,3 Billionen Euro stieg im vergangenen Jahr nach Berechnungen des Versicherungskonzerns Allianz das Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte. Dies war ein Zuwachs von 7,7 Prozent. Seit 2008 sind die Vermögen stetig gewachsen.

          Die jährliche Auswertung berücksichtigt Bargeld, Bankeinlagen und Wertpapiere sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds, nicht jedoch Immobilien. Netto, also abzüglich von Schulden, lagen die Geldvermögen in den 53 untersuchten Staaten Ende 2017 bei insgesamt 128,5 Billionen Euro.

          „Trotz zunehmender politischer Spannungen war 2017 ein nahezu perfektes Jahr für die Anleger“, bilanzieren die Studienautoren um Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Haupttreiber sei ein „synchroner Aufschwung rund um den Globus“ gewesen. Bei der Vorstellung des „Global Wealth Reports 2018“ in Frankfurt warnte Heise jedoch vor schwierigen Zeiten bei der Wertpapieranlage: „Die Zeichen stehen auf Sturm: Höhere Zinsen, Handelskonflikte und eine zunehmend populistische Politik verursachen Spannungen und Turbulenzen.“

          Die höchsten Brutto-Geldvermögen pro Kopf hatten nach Allianz-Berechnungen Ende 2017 abermals die Schweizer mit 261.100 Euro, vor Amerikanern (208.500 Euro) und Dänen (154.560 Euro). Nach Abzug der Schulden liegen die Schweizer mit 173.990 Euro vorn, gefolgt von Amerikanern (168.640 Euro) und Schweden (98,380 Euro).

          Deutschland bleibt in der Rangliste der Länder mit den reichsten Privathaushalten im Mittelfeld: Mit einem Brutto-Geldvermögen pro Kopf von 73.630 Euro belegt Europas größte Volkswirtschaft den 20. Platz, beim Netto-Geldvermögen ist es mit 52.390 Euro Platz 18.

          Gewachsen ist nicht nur die Vermögensoberklasse. Auch die Mittelschicht mit einem Vermögen zwischen 7600 und 45.600 Euro hat sich seit dem Jahr 2000 mehr das verdoppelt. Vor allem ist das China zu verdanken. Vom den 620 Millionen Menschen der Mittelschicht neu zugehörigen Menschen leben 500 Millionen in der Volksrepublik. In den in den „alten“ Industrieländern sei der Zuwachs dagegen die unter umgekehrten Vorzeichen erfolgt: Etwa 60 Millionen der neuen Mitglieder der Mittelklasse seien Absteiger, also Haushalte, die ehemals zur Gruppe der Besitzer hoher Vermögen zählten. Dies betrifft in erster Linie die Vereinigten Staaten und Japan, aber auch europäische Länder wie Italien, Frankreich oder Griechenland.

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