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Liquiditätsprobleme : Chinas Immobilien-Gigant Evergrande warnt vor Ausfallrisiken

  • Aktualisiert am

Evergrande-Zentrum im Hongkong Bild: Reuters

Der unter einer großen Schuldenlast leidende Konzern könnte das gesamte Bankensystem in China belasten, falls es ihm nicht gelingen sollte, die Bautätigkeit wieder aufzunehmen oder neue Kredite aufzunehmen. Doch es gibt offenbar Anzeichen von Hilfe.

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          Der unter einer riesigen Schuldenlast ächzende Immobilienkonzern China Evergrande hat vor Liquiditäts- und Ausfallrisiken gewarnt. Diese drohten, falls es dem zweitgrößten Immobilienentwickler des Landes nicht gelingen sollte, die Bautätigkeit wieder aufzunehmen, Beteiligungen zu verkaufen und Kredite zu erneuern. Falls diese Maßnahmen nicht umgesetzt würden, könnten sich die Liquiditätsprobleme verschärfen, was zu Kreditausfällen und  Rechtsstreitigkeiten führen könnte, warnte der Konzern am Dienstag in einer Mitteilung an die Börse.

          Börsianer befürchten, dass Kreditausfälle des Großkonzerns das gesamte Bankensystem in China belasten könnten. Branchenbeobachtern zufolge gibt es aber mittlerweile deutliche Anzeichen dafür, dass die Behörden eingreifen, um eine harte Landung von Evergrande zu vermeiden, da man die „sozialen Auswirkungen“ eines Zusammenbruchs fürchte.

          Aus den bei der Börse eingereichten Unterlagen ging erstmals hervor, dass Evergrande Immobilien verkauft hat, um ausstehende milliardenschwere Zahlungen auszugleichen. Die Kreditverbindlichkeiten beliefen sich zuletzt auf umgerechnet rund 75 Milliarden Euro, nach etwa 94 Milliarden Euro Ende 2020. Für das erste Halbjahr wies Evergrande zwar einen Anstieg des Nettogewinns um 120 Prozent auf umgerechnet 1,88 Milliarden Euro aus. Einschließlich der Minderheitsbeteiligungen lag der Gewinn allerdings wegen Verlusten im Immobiliengeschäft um rund 30 Prozent unter dem Vorjahreswert.

          Aktien von Evergrande schlossen am Dienstag vor Bekanntgabe der Neuigkeiten in einem freundlichen Marktumfeld 0,7 Prozent tiefer.

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