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Chinas Aktienmarkt : Peking poltert, Hongkong holpert

Evergrandes nicht fertiggestellte Tourismus-City Bild: AFP

Chinas Finanzpolitik verträgt sich nicht mit der Marktwirtschaft. Das zeigt das Vorgehen der Regierung gegen Evergrande und Tech-Aktien. Der Stimmung an den Finanzmärkten tut das nicht sonderlich gut.

          2 Min.

          Wie riskant das Experiment ist, das Chinas Staatspräsident Xi Jinping derzeit in der zweitgrößten Wirtschaft der Welt vollzieht, lässt sich an den Kursen der Hongkonger Börse ablesen. Seit dem Höchststand Mitte Februar hat der Leitindex Hang Seng fast ein Viertel seines Werts verloren.

          Hendrik Ankenbrand
          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Besonders rasant fallen die Kurse seit Anfang Juli, nachdem die Kommunistische Partei im benachbarten Festland der Insel Hongkong ihr 100. Gründungsjahr beging. Dass Staatspräsident Xi Jinping in seiner Rede von der „großen Mauer aus Stahl“ sprach, an der die Feinde Chinas Blut vergießen würden, hatte der Stimmung an den Finanzmärkten nicht sonderlich gutgetan. Schwerer wog, dass in den Tagen und Wochen zuvor der Eindruck entstanden war, zu diesen Feinden zählte nicht nur der Erzfeind Amerika, sondern auch Chinas Privatwirtschaft.

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