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Kapitalabfluss : Chinas Devisenreserven sinken auf tiefsten Stand seit 2011

  • Aktualisiert am

Der neue 100-Yuan-Schein der Chinesen. Das Land kämpf weiter mit Kapitalabfluss. Bild: Reuters

China stemmt sich weiterhin gegen den Kapitalabfluss. Die Devisenreserven sind trotzdem auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen.

          Die chinesischen Devisenreserven sind auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. Im Februar summierten sie sich auf 3,2 Billionen Dollar, was einem Rückgang um fast 29 Milliarden Dollar entspricht. Einen niedrigeren Wert gab es zuletzt im Dezember 2011, wie aus den am Montag veröffentlichten Daten der Zentralbank hervorgeht.

          Die Währungsreserven Chinas sind im Februar aber verglichen mit früheren Monaten nur moderat gefallen. Der Rückgang ist deutlich schwächer als im Januar und Dezember, als die Reserven um die Rekordbeträge von 99,5 Milliarden beziehungsweise 107,9 Milliarden Dollar schmolzen. Bankvolkswirte hatten aktuell mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. China besitzt die weltweit größten Devisenvorräte. Diese speisen sich aus den hohen Exportüberschüssen. Sie summierten sich 2015 nach Berechnungen des Ifo-Instituts auf 293 Milliarden Dollar.

          Marktbeobachter erklärten das schwächere Abschmelzen der immer noch gewaltigen Devisenreserven mit der ruhigeren Lage an den Börsen und der stetigeren Entwicklung der Landeswährung Yuan. In den Monaten zuvor war erhebliches Kapital aus China abgeflossen, weil die nationalen Börsen eingebrochen waren und der Yuan teils stark unter Druck geraten war. Beides hatte Sorgen um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt zusätzlich befeuert.

          Die Notenbank Chinas stemmt sich seit längerem gegen den Kapitalabfluss und den Wertverlust des Yuan. Experten kritisieren jedoch, dass ihre Strategie nur schwer durchschaubar und nachvollziehbar sei. Allein im vergangenen Jahr sind die Devisenreserven des Landes, die aus dem jahrelang starken Außenhandel des Landes resultieren, um mehr als eine halbe Billion Dollar gesunken.

          Erst vergangene Woche hatte die amerikanische Ratingagentur Moody's mitgeteilt, sie mache sich Sorgen um die künftige Zahlungsfähigkeit Chinas und hatte den Ausblick auf die Kreditwürdigkeit von stabil auf negativ gesenkt.

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