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Hohe Kursverluste : China stoppt erstmals den Aktienhandel

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Der Börsenbulle zeigt in Schanghai gerade nur sein Hinterteil - die Aktienkurse fallen. Bild: AFP

Um hohe Kursverluste zu vermeiden, haben die chinesischen Behörden einen neues Instrument geschaffen. Gleich am ersten Tag kommt es zum Einsatz.

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          Nach einem Einbruch von mehr als fünf Prozent an den chinesischen Börsen ist der Aktienhandel am Montag vorübergehend für 15 Minuten ausgesetzt worden. Gleich am ersten Tag seiner Einführung kam damit ein neuer Sicherungsmechanismus zum Zuge, der zu große Schwankungen an Chinas Aktienmärkten verhindern soll.

          Der schlechte Start ins neue Jahr folgte auf die Nachricht von einem unerwartet starken Rückgang der Industrieaktivitäten im Dezember, der darauf hindeutet, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schwächer wächst als in den vergangenen Jahren, als sie sogar mit zweistelligen Raten größter geworden war.

          Auch andere asiatische Börsen fielen. In Japan gab der Nikkei-Index bis zur Handelsmitte um mehr als zwei Prozent nach.

          Die chinesische Industrieproduktion ist im Dezember wohl den zehnten Monat in Folge geschrumpft. Zudem beschleunigte sich das Tempo des Einbruchs offenbar, wie aus einer Umfrage hervorging, die vom Markit-Institut und dem Medienhaus Caixin erstellt wird. Für den abgelaufenen Monat ergab sich demnach ein Wert von 48,2 Punkten. Werte unter 50 Zähler
          weisen auf eine schrumpfende Geschäftstätigkeit hin. Volkswirte hatten mit 49 Punkten gerechnet. Im November lag der Wert noch bei 48,6 Zählern.

          Die chinesische Industrie leidet unter einer schwachen Nachfrage im In- und Ausland. Auch der in der vergangenen Woche
          veröffentlichte offizielle Einkaufsmanager-Index hatte einen Rückgang der Industrieproduktion ausgewiesen. Er betrug im Dezember wie
          von Experten erwartet 49,7. Damit liegt der Wert leicht über dem des Vormonates von 49,6. Der offizielle Einkaufsmanagerindex umfasst vor allem größere Unternehmen im Staatsbesitz. Das Markit/Caixin-Barometer berücksichtigt hauptsächlich kleine und mittelständische Firmen aus dem Privatsektor.

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