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Laut Medienbericht : China plant wohl Wall-Street-Verbot für Datenunternehmen

  • Aktualisiert am

Die New Yorker Börse lockt auch chinesische Unternehmen – der Internetkonzern Alibaba ist schon dort. Bild: AP

Die Volksrepublik bereitet laut einem Medienbericht einen weiteren Schachzug im Handelsstreit vor. Demnach dürften chinesische Unternehmen, die über sensible Verbraucherdaten verfügen, bald nicht mehr in den USA an die Börse.

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          Chinas Regierung will einem Pressebericht zufolge die Zügel für Technologieunternehmen weiter anziehen. Es sei ein Verbot von Börsengängen in den USA für chinesische Unternehmen geplant, die über große Mengen sensibler Verbraucherdaten verfügten, schrieb das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Das dürfte insbesondere Tech-Konzerne treffen.

          Ein solcher Schritt hatte sich zuletzt schon abgezeichnet. So hatte Chinas Regierung im Juli eine deutlich schärfere Kontrolle von im Ausland an der Börse gehandelten chinesischen Unternehmen angekündigt: Die neuen Regeln zielten laut einem Dokument des Staatsrates auf „Datensicherheit, grenzüberschreitenden Datenfluss und die Verwaltung vertraulicher Informationen“. Zudem hieß es damals, dass künftige Börsengänge eigens genehmigt werden müssten.

          Hintergrund ist die Sorge der Regierung, dass im Ausland gehandelte chinesische Unternehmen von den dortigen Behörden gezwungen werden könnten, ihre wachsenden Datenmengen zur Verfügung zu stellen.

          Auch will Chinas Wertpapieraufsicht bisherige regulatorische Schlupflöcher schließen, die chinesische Tech-Riesen benutzt haben, um über Beteiligungsgesellschaften in Steuerparadiesen wie den Cayman Islands oder den British Virgin Islands auf das Börsenparkett in den USA oder in Hongkong zu gehen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg zuletzt berichtet hatte.

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