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Vorbild Schweden : „Wir erzielen 11 Prozent Rendite im Jahr“

Richard Gröttheim, Chef des schwedischen Pensionsfonds AP7. Bild: Peter Knutson

Der schwedische Pensionsfonds gilt als Vorbild für Deutschland. Dessen Chef erklärt, was die Schweden besser machen – und warum er offensiv auf Aktien setzt.

          5 Min.

          Herr Gröttheim, Sie leiten den staatlichen Pensionsfonds, der einen Teil der Rentenbeiträge aller Schweden in Aktien anlegt. Verlieren die Schweden ihre Rente, wenn die Kurse an der Börse fallen?

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nein. Das System in Schweden besteht aus zwei Teilen. 80 Prozent der Rentenbeiträge sind umlagefinanziert, das hat mit der Börse nichts zu tun. Nur die rest­lichen 20 Prozent gehen in Aktien. Jeder Beitragszahler kann dafür unter mehr als 400 verschiedenen privaten Fonds wählen. Wer keine eigene Wahl trifft, vertraut seine Beiträge automatisch uns zur Anlage an. Dafür entscheiden sich die meisten Schweden. Wir haben in den vergangenen 20 Jahren damit im Durchschnitt 11 Prozent Rendite erzielt. Die privaten Fonds kamen im Durchschnitt auf 7 Prozent.

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