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Charttechnik-Training : Welcher Kurs zu welchem Umsatz passt

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Umsätze bieten wichtige Zusatzinformationen Bild:

Wer weiß, was die Masse macht, hat Vorteile an der Börse. Als Hilfsmittel zur Herdenbeurteilung achten Charttechniker auf die Umsätze.

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          Die Beobachtung der Masse der Anleger stellt sich immer mehr als Unterstützung bei der Analyse der Finanzmärkte heraus. Ein Element dabei ist die Beobachtung der Tagesumsätze. Denn aus deren Analyse ergeben sich Anhaltspunkte, ob noch genügend Kraft für eine Fortsetzung des bestehenden Trends besteht.

          So gilt bei einer Änderung der Trendrichtung ein Umsatzanstieg vor diesem Umschwung als Hinweis für ein erneutes Interesse der Anleger. Bei einem intakten Trend fragen sich Anleger, wie der Umsatz zur Bestätigung des Trends reagieren muss. Normalerweise ziehen steigende Kurse Anleger magisch an. Schließlich erwartet man schnelle Gewinne. Ein hohes Tagesvolumen repräsentiert diese Anziehungskraft. Sie zeigt die Druckstärke hinter der jeweiligen Trendbewegung. Anders ausgedrückt: Je größer der Umsatz, umso wahrscheinlicher ist eine Fortsetzung des bestehenden Trends.

          Sinkende Umsätze bei fallenden Kursen im Aufwärtstrend ...

          Allgemein gelten folgende Annahmen: bei einem Aufwärtstrend geht das gehandelte Volumen bei rückläufigen Kursen zurück. Es kommt zu normalen Gewinnmitnahmen der kurzfristig orientierten Anleger. Kommt es anschließend zu einer Fortsetzung in Trendrichtung, zieht der Umsatz wieder deutlich an. Dies ist insofern logisch, als wieder neue Interessenten den bestehenden Trend entdeckt haben, frühere Käufer ihre Bestände aber noch nicht verkaufen wollen. Hinzu kommt noch der Kurzfrist-Anleger, der gemerkt hat, dass er zu früh verkauft hat, und ebenfalls wieder im Boot sitzen möchte.

          Verkäufer nutzen dies aus und verlangen vom Neueinsteiger einen höheren Kurs. Man sieht dies unten deutlich am Beispiel der Altana-Aktie. In der ersten Seitwärtsphase nahm das Kaufinteresse ab, während der erneute Kursanstieg Anfang Juli 2000 vermehrt Käufer anzog. In der zweiten Juli-Hälfte wiederholte sich das Spiel. Fallende Kurse und fallendes Volumen gingen den selben Weg. Als Warnsignal sollte es gewertet werden, wenn bei steigenden Kursen der Umsatz nicht mitzieht. Denn dies könnte der Vorbote eines Trendwechsel sein.

          ... steigende Umsätze bei fallenden Kursen im Abwärtstrend

          Bei Abwärtstrends verhält sich das Ganze idealtypisch gegensätzlich - niedriges Volumen bei Kursanstiegen, fallende Kurse begleitet von deutlichen Umsatzanstiegen. Der Grund ist ebenfalls wieder in der Anlegerpsyche zu suchen. Wer auf Verlusten sitzt, hat Angst.

          Kurserholungen sind Hoffnungsphasen für ihn. Entpuppt sich die Erholung als kurzlebig, wächst die Zahl der ängstlichen Aktionäre weiter. Irgendwann wirft man dann den Wert zu jedem Preis auf den Markt - was sich durch stark steigendes Handelsvolumen bei fallenden Kursen wiederspiegelt.

          Auch Neueinsteiger mussten in dieser Phase Verluste hinnehmen. Das Interesse lässt deutlich nach, schließlich hat man hat sich einmal die Finger verbrannt. Irgendwann ist der Titel dann so günstig, dass die Investmentgemeinde das nun wirklich günstige Sonderangebot nutzt und sich mittelfristig ein Trendwechsel nach oben herausbildet.

          Der historische Langfristchart von Volkswagen bildet dieses Massenphänomen sehr gut ab. Markante Umsatzanstiege im vierjährigen Aufwärtstrend, Umsatzrückgang bei Kursrutschen in den Jahren 1999 und 2000. In jüngerer Zeit gab es wieder einen Trendwechsel, bestätigt durch ein ebenfalls höheres Handelsvolumen.

          Fazit: Nicht nur bei Trendbrüchen ist die Auswertung der an der Börse festgestellten Umsätze ein Hilfsmittel. Langfristige Bewegungen sind besser zu beurteilen, wenn das Volumen diesen Trends folgt. Ein Nachlassen der Umsätze gibt zumindest frühzeitig Hinweise, dass es eventuell in nächster Zeit nicht mehr mit derselben Dynamik in Trendrichtung weiter geht wie bisher.

          Eine weitere Übersicht, wie Preis- und Umsatztrend normalerweise zusammenhängen, finden Sie hier: Zusammenhang Preis- und Umsatztrend

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