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Charttechnik-Training : Oszillatoren - Fieberthermometer der Charttechnik

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Oszillatoren bieten eine Menge Zusatzinformation Bild:

Oszillatoren versuchen gleichsam, die „Temperatur“ des Marktes zu messen. FAZ.NET stellt die wichtigsten Konzepte vor.

          Sind die Kurse das Fleisch für Charttechniker, so sind technische Indikatoren das dazugehörige Blut. Sie können das Timing verbessern und gute von schlechten Signalen unterscheiden. Eine typische Erscheinungsform technischer Indikatoren sind die so genannten Oszillatoren. Wie der Begriff beschreibt, schwingen diese Indikatoren zwischen einer oberen und einer unteren horizontalen Begrenzung.

          Die meisten dieser Indikatoren versuchen gleichsam, die Temperatur des Marktes zu messen. Ist die Situation überhitzt oder unterkühlt - und was mache ich als Anleger dann jeweils? Solche „Thermometer" sind entwickelt worden, um einen überkauften Markt von einem überverkauften Markt zu unterscheiden. Der OBOS (Der OBOS-Indikator bestimmt den Standort), das Momentum (Momentum - Das Pendel der Börse), die Stochastik (Stochastik-Indikator - auch für Trendphasen) und der Relative-Strength-Index (Relative Strength-Index - Alter Indikator, zeitlos aktuell) gehören alle in diese Kategorie. Ähnlich der Moneyflow-Indikator (On-Balance-Volume und Moneyflow), der auf den Geldflüssen in eine Aktie beruht, während der MACD (MACD hilft nur in Maßanfertigung) als Trendfolgeindikator gilt.

          Ist der Markt überkauft, hat er einen zu schnellen Kursanstieg vollzogen. Dann ist die Lage kritisch. Man wartet am besten zunächst ab und geht keine Neuengagements ein. Gewöhnlich wird eine technische Reaktion nach unten erwartet. Oft kommt es auch vor, dass eine Widerstandszone erreicht ist, an der es sowieso nicht ratsam ist, zu kaufen. Erst wenn es zu einem Kursrückgang gekommen ist - der Markt also überverkauft ist - sollten wieder neue Käufe getätigt werden.

          Grundlage eines Oszillators

          Wie funktioniert nun so ein Oszillator? In der Regel besteht er aus zum Teil sehr komplex entwickelten Formeln, die die Kurse von Wertpapieren - manchmal mehrfach miteinander verschachtelt - zueinander ins Verhältnis setzen. Passionierte Entwickler setzen ihren ganzen Ehrgeiz in Berechnungen, die nicht einmal ein Raumfahrtingenieur verstehen würde. Glaubt er den heiligen Gral gefunden zu haben, denkt er, die erste Million ist nicht mehr weit.

          Die Indikatoren werden mit Hilfe einer speziellen Software täglich berechnet. Als Berechnungsparameter gibt man beispielsweise die Tagesanzahl ein. Wählt man etwa die 20, so fließen in die Formel die Schlusskurse der letzten 20 Tage ein. Entweder zwischen Null und Hundert oszillierend oder um eine mittlere Null-Linie verlaufend, findet man die Auswertungen idealerweise unterhalb des dargestellten Chartbilds angeordnet.

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