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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Maschinen zur Fertigung von Blu-ray Discs sind immer noch ein Kernprodukt von Singulus. Bild: dpa

MAG IAS tauscht den Geschäftsführer aus. Das Rating von Paragon sinkt auf „BB+“. Creditreform sieht den Turnaround bei Sympatex in Gefahr.

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          09.06.2015 Der angeschlagene Maschinenbauer Singulus hat auf seiner Hauptversammlung die Voraussetzungen zur Durchführung eines Kapitalschnitts geschaffen. Am Montag hatte das Unternehmen einen Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals bekannt gegeben. Diese soll nun herabgesetzt und im Zuge der Begebung von Aktien oder Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen wieder aufgestockt werden.

          MAG IAS tauscht Geschäftsführer aus

          08.06.2015 Der Werkzeugmaschinenbauer MAG IAS hat Geschäftsführer Rainer Schmückle mit sofortiger Wirkung abberufen und von sämtlichen Aufgaben in der Gruppe entbunden. Schmücle war seit Ende 2014 Geschäftsführer gewesen. Neuer Geschäftsführer ist Reiner Beutel, der bis März Finanzchef des Unternehmens gewesen war. Gründe für den Wechsel wurden nicht genannt. Allerdings teilte das Unternehmen gleichzeitig mit, dass die Gespräche zur geplanten Refinanzierung von Beutel und Jens Mayr weitergeführt würden und sich in den nächsten Wochen entscheide, ob die Gespräche bis Ende Juni abgeschlossen werden könnten. Ob dies mit dem Führungswechsel in Zusammenhang steht, ist nicht bekannt. Laut dem „Anleihenfinder“ habe der Führungswechesel keine Auswirkungen für die Anleihegläubiger.

          Paragon-Rating sinkt auf „BB+“

          09.06.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Autozulieferers Paragon von „BBB-“ auf „BB+“ herab gesetzt. Die Finanzierung des weiteren Wachstums und der Ausbau des Geschäftsmodells hätten 2014 zu einem Anstieg der Verschuldung und zu einer Verschlechterung der Bilanzstrukturen geführt. Finanzierungsmaßnahme für ein Investitionsprogramms würden zu einer weiteren Verschlechterung führen.

          Creditreform sieht Turnaround bei Sympatex in Gefahr

          08.06.2015 Die Rating-Agentur Creditreform sieht beim Textilunternehmen Sympatex ein zunehmendes Risiko, dass dieses den avisierten Turnaround 2015 nicht mehr schaffen wird. Zudem seien die Liquiditätsrisiken gestiegenen. Das Rating wurde daher unter Beobachtung gestellt. Sympatex hatte 2014 offenbar ein verlustreiches Jahr. Zahlen wurden bisher noch nicht bekanntgegeben. Im ersten Halbjahr war der Verlust bei etwas niedrigerem Umsatz leicht gestiegen.

          Adler Real Estate im SDax

          05.06.2015 Die Aktie des Immobilienunternehmens Adler Real Estate wird mit Wirkung zum 22. Juni im SDax für kleine Unternehmen gehandelt. Dies ist das Ergebnis eines deutlichen Anstiegs der Handelbarkeit der Aktie. Von Ende März 2014 bis Ende Mai 2015 hat sich der Streubesitz von 41,77 Prozent auf 52,83 Prozent erhöht. Adler ersetzt damit auch die Aktien der Westgrund AG, die von Adler übernommen wurde.

          Rena-Gläubiger könnten wohl bis zu 90 Prozent verlieren

          03.06.2015 Nach der Übertragung des operativen Geschäfts des insolventen Maschinenbauers Rena an eine neue Gesellschaft sollen nun die Gläubiger aus der Verwertung des verbliebenen Vermögens noch in diesem Jahr eine erste Abschlagszahlung erhalten, sobald bestimmte ausstehende Kundenforderungen realisiert werden könnten, teilte die Gesellschaft mit. Die Schlussverteilung könne voraussichtlich bis Ende 2017 erfolgen, sie allerdings unter anderem vom Ausgang von Rechtsstreitigkeiten abhängig.

          Derzeit werde die zur Verfügung stehende Masse auf 25 Millionen bis 33 Millionen Euro geschätzt. Demgegenüber stünden festgestellte Forderungen von rund 179 Millionen Euro, zu denen weitere Forderungen von etwa 30 bis 50 Millionen Euro hinzukommen dürften. Eine abschließende Einschätzung sei derzeit ebenso wenig möglich wie über die endgültig auszukehrenden Erlöse.

          Legt man die genannten Zahlen zugrunde, so ließe sich daraus eine mögliche Insolvenzquote von etwa 11 bis 16 Prozent ableiten. Rena hatte 2010 und 2013 zwei Anleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 77 Millionen Euro begeben. Für die erste Abschlagszahlung soll ein Betrag von mindestens 8 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

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          Stauder begibt neue Unternehmensanleihe

          03.06.2015 Die Privatbrauerei Jacob Stauder hat eine neue Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu Euro 10 Millionen im Wege einer Privatplazierung begeben. Die Anleihe hat bei einem jährlichen Zins von 6,5 Prozent eine Laufzeit von sieben Jahren und wurde an institutionelle Investoren verkauft. Mit dem Emissionserlös soll teilweise die 2012 begebene, 2017 fällige Anleihe im Volumen von 10 Millionen Euro refinanziert werden. Stauder halte sich hier die Option eines öffentlichen Umtauschangebotes offen. Zum anderen Teil soll in die Marke „Stauder“ investiert werden.

          Stauder hat 2014 den Umsatz um 7 Prozent auf knapp 22 Millionen Euro gesteigert. Allerdings ging der Gewinn von 2,5 auf 0,4 Millionen Euro zurück. Auch operativ hat sich der Gewinn deutlich verringert.

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          Vedes Anleihe heraufgestuft

          01.06.2015 Die Rating-Agentur Feri hat die Bonitätsnote der Unternehmensanleihe des Spielwarenhändlers Vedes um eine Ratingnote auf „BB+“ heraufgestuft. Die Integration der Hoffmann Spielwaren sei bislang gut umgesetzt worden. Vedes habe dadurch den Großhandelsumsatz auf 127 Millionen Euro mehr als verdoppeln können. Zudem erwarte man deutliche Ertragsimpulse aus der Einkaufs- und Vertriebskooperation mit der EK/servicegroup. Die Übernahme habe aber Einmalkosten und eine strukturelle Erhöhung einiger Aufwandspositionen verursacht. Dennoch habe das Periodenergebnis 2014 im Plan gelegen.

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          KTG Agrar erhöht Kapital

          01.06.2015 Der Agrarkonzern KTG Agrar hat im Wege einer Privatplazierung das Kapital um rund 8 Prozent oder 506.400 Aktien erhöht. Bei einem Ausgabepreis von 14,33 Euro sei dem Unternehmen  ein Bruttoerlös von rund 7,25 Millionen Euro zugeflossen. Ziel der Maßnahme sei die planmäßige Erhöhung der Eigenkapitalquote auf mehr als 20 Prozent.

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          Alno verkauft Impuls Küchen

          30.05.2015 Der Küchenhersteller Alno hat die Tochtergesellschaft Impuls Küchen an die österreichische Steinhoff Möbel verkauft. Darüber hinaus sei eine langfristige strategische Zusammenarbeit vereinbart worden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Durch den Verkauf will Alno nun die verbleibenden inländischen Marken eindeutiger positionieren. Auch die Kostenstruktur werde effizienter. Mit dem Verkauf würden deutlich liquide Mittel freigesetzt. Diese flössen zum Teil in die internationale Wachstumsstrategie, so auch in das Gemeinschaftsunternehmen mit der 1mf, einem der größten Möbelhersteller Russlands.

          Euroboden-Rating sinkt auf „B“

          29.05.2015 Das Immobilienunternehmen Euroboden hat die Rating-Agentur gewechselt Nach dem Auslaufen des Creditreforms-Ratings von „BB“ lautet nun das neue Emittentenrating von Scope auf „B“, das der unbesicherten Anleihe auf „BB-„. Das höhere Rating der Anleihe basiere auf einer erwartet hohen Einbringlichkeit bei einem möglichen Zahlungsausfall auf Basis nachgewiesener stiller Reserven und einem hochliquiden Projektentwicklungsportfolio.

          Das Emittentenrating werde maßgeblich durch die in ‚A‘-Lagen befindliche liquide Projektentwicklungspipeline und das erwartete positive Marktwachstum für die Kernmärkte München und Berlin unterstützt. Weiterhin bewertet Scope sowohl die profunde Marktkenntnis der handelnden Personen als auch die Bekanntheit der Marke positiv. Zudem sei die Profitabilität höher als bei vergleichbaren Unternehmen.

          Negativ sei die Positionierung im Nischenmarkt des gehobenen Wohnbaus, die geringe Unternehmensgröße sowie der schwankungsanfällige Mittelfluss. Zudem sei das Unternehmen der Zyklizität des Immobilienmarktes sowie Projektentwicklungsrisiken ausgesetzt wie auch von externen Finanzierungsquellen abhängig. Darüber hinaus seien 60 Prozent der Verbindlichkeiten innerhalb der nächsten 24 Monate zu refinanzieren.

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          MS Deutschland wird doch kein ägyptisches Wohnschiff

          19.05.2015 Seit diesem Dienstag ist die MS „Deutschland“ amerikanisch. Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber hat das Kreuzfahrtschiff vor Gibraltar an seinen Käufer aus den Vereinigten Staaten übereignet. Der Kaufpreis wird weiter nicht genannt, doch liege dieser deutlich über der Prognose von Schiffsmakler, die in auf maximal 13,7 Millionen Euro taxiert hatten. Nach einem Bericht des „Handelsblatts“ sollen es aber 21 Millionen Euro sein.

          Weiter unbekannt ist, wofür die „MS Deutschland“ künftig dienen wird. Dies sei allein Sache des Erwerbers, so der Insolvenzverwalter. Indes sei nicht richtig, als Wohnschiff in Ägypten eingesetzt werden soll, wie von der Bild-Zeitung berichtet worden war. Ebenfalls nicht korrekt scheint die „Bild-Meldung“ zu sein, dass die Mannschaft geschlossen von Bord geht.  Rund die Hälfte der Stammbesatzung habe ein Weiterbeschäftigungsangebot des Käufers angenommen. Der anderen Hälfte werde fristgerecht gekündigt, sie werde durch bereits vertraglich verpflichtete neue Crewmitglieder ersetzt.

          Insolvenzverwalter Schmid-Sperber warnte, aus der Höhe des Verkaufserlöses Rückschlüsse auf die spätere Insolvenzquote zu ziehen. Von dem Kaufpreis müssten zunächst noch Verbindlichkeiten in erheblicher Höhe beglichen werden, die aus dem Unterhalt des Schiffes herrührten. Dazu zählten etwa Kosten für den Schiffsunterhalt, Kosten zur Ablösung von Schiffspfandrechten und für Maklercourtagen.

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          Mehrheitsaktionär will Travel24-Aufsichtsratschef absetzen

          19.05.2015 Der Mehrheitsaktionär des Reiseanbieters Travel24.com, die Unister Holding verlangt die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung. Auf dieser soll der Aufsichtsratsvorsitzende Daniel Kirchhof mit abgesetzt werden. Kirchhof habe mehrfach seine Pflichten als Mitglied des Aufsichtsrats verletzt. Da Unister die erforderliche Mehrheit besitzt, wird die Hauptversammlung demnächst wohl einberufen werden.

          Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft wirft Travel24 und Unister vor, unerlaubt Versicherungsprodukte verkauft und dabei Umsatzsteuer hinterzogen zu haben. Zudem soll mit Streichpreisen für Flüge oder Hotelzimmer geworben worden sein, die gar nicht existierten.

          Zu den fünf Beschuldigten gehört neben Unister-Gründer und Marketingchef Thomas Wagner auch Daniel Kirchhof, vormals Finanzchef. Im April hatte Kirchhof seinen Anteil von 17-Prozent fast komplett an den Immobilienunternehmer Thomas Göpel verkauft. Schon damals war von einem Bruch zwischen ihm und Wagner die Rede. Ein Sprecher des Unternehmens hatte dies aber dementiert.

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          Gläubiger der SAG Solarstrom erhalten erste Abschlagszahlung

          19.05.2015 Die Anleihengläubiger der insolventen SAG Solarstrom erhalten nach Mitteilung des Unternehmens eine erste Abschlagzahlung in Höhe von 15  Prozent auf ihre Forderungen erhalten. Die Gläubiger der 2017 fälligen Anleihe sollen diese schon ausgezahlt bekommen haben. Es handele sich nicht um eine Schluss- oder Abfindungszahlung, teilte das Unternehmen mit. Die erwartete Insolvenzquote betrage unverändert etwa 50 Prozent. Die SAG Solarstrom hatte im Dezember 2013 aufgrund verspäteter Zahlungsmittelzuflüsse Insolvenz angemeldet.

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          Feri entzieht Herbawi-Anleihe Rating

          19.05.2015 Die Rating-Agentur Feri hat dem Modehändler Herbawi mit sofortiger Wirkung das Anleihen-Rating entzogen und beendet ebenfalls die Überwachung. Mit den am Montag vermeldeten Beschlüssen der Gläubigerversammlung werde unter anderem die Besicherung der Anleihe zum Nachteil der Anleihegläubiger deutlich reduziert, der Verwendungszweck der Anleihe geändert und ein Sonderkündigungsgrund (Kontrollwechsel) aufgehoben. Die Restrukturierung der Anleihebedingungen begründe einen technischen Zahlungsausfall der Anleihe, dem das Unternehmen mit der Kündigung zuvorkomme.

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          Deutsche-Forfait-Gläubiger müssen auf 25 Prozent verzichten

          18.05.2015 Der angeschlagene Außenhandelsfinanzierer Deutsche Forfait bietet im Zuge einer Kapitalerhöhung seinen Anleihegläubigern den Tausch ihrer Anleihen in Aktien der Gesellschaft an. Je 1.000 Euro Nennwert können Gläubiger 580 neue Stückaktien erhalten. Beim aktuellen Aktienkurs von 1,30 Euro entspricht dies einem Verzicht von 25 Prozent zuzüglich entgangener Zinsen. Diese Kapitalerhöhung gilt als wesentlicher Bestandteil des Restrukturierungskonzepts der Gesellschaft.

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          Herbawi ändert Anleihebedingungen

          18.05.2015 Der Modehändler Herbawi (Marke: Fast Forward) hat ohne große Öffentlichkeit die Bedingungen seiner mit 7,75 Prozent verzinsten, 2019 fälligen Anleihe geändert. In einer Abstimmung ohne Versammlung hätten die teilnehmende 56,8 Prozent des Volumens der Schuldverschreibungen zugestimmt, auf das ihnen zustehende Sonderkündigungsrecht bei einem möglichen Kontrollwechsel zu verzichten. Es bestehe nun die Möglichkeit, auch andere Gesellschafter mit frischem Eigenkapital aufzunehmen. Zudem wurde die Vergütung des Treuhänders angepasst und auch der Verzicht eines jährlichen Ratings beschlossen.

          Die Gesellschaft sei nun in der Lage, sich finanziell neu zu organisieren und jährliche Aufwändungen einzusparen. Herbawi hatte die Schuldverschreibung erst im September an den Markt gebracht. Statt wie geplant 10 Millionen Euro hatte das Unternehmen aber lediglich 509.000 Euro plazieren können. Deswegen habe man nun die Anleihebedingungen angepasst, um das Kosten- Nutzenverhältnis zu verbessern.

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          KTG Agrar meldet gute Jahresergebnisse

          13.05.2015. Der Agrarkonzern KTG Agrar meldet für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatzanstieg gegenüber 2013 von 42 Prozent auf 234,1 Millionen Euro. Treiber seien die Energie- und Nahrungsmittelproduktion gewesen. Der Erlös im Geschäftsbereich Energie sei der Umsatz um 42 Prozent auf 70,9 Millionen Euro gestiegen, im Geschäftsbereich Nahrung um 85 Prozent auf 103,3 Millionen Euro.

          Das Betriebsergebnis sei um rund 55 Prozent auf 37,1 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresgewinn betrage 6,4 Millionen Euro nach einem Verlust von 0,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote von 15,2 auf 16,5 Prozent gestiegen. Auch das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und operativem Gewinn sowie die Zinsdeckung durch das Betriebsergebnis haben sich von 11,9 auf 8,9 bzw. 1 auf 1,3 verbessert. Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat deutlich von 90 auf 7,5 Millionen Euro abgenommen, bleibe aber bestehen.

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          Ekotechnika-Bonität jetzt ungenügend

          12.05.2015 Die Rating-Agentur Creditreform AG die Bonitätsnote der Ekotechnika GmbH, der deutschen Holding des russischen Landmaschinenhändlers Ekoniva-Technika, von „C“ auf „D“ gesenkt. Die Bonität wird damit als ungenügend eingestuft. Die Anpassung ist eine Reaktion auf die Beschlüsse der Gläubigerversammlung vom 6. Mai, wonach die Gläuniger zugestimmt haben, ihre Anleihen in Aktien zu tauschen. Dies wird von Creditreform als Zahlungsausfall gewertet. Nach Durchführung der Restrukturierungsmaßnahmen und der Umwandlung der Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft werde die Agentur die Unternehmenssituation erneut bewerten und eine neue Ratingnote festsetzen, heißt es von Ekotechnika.

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          MBB verpasst Zinstermin abermals

          11.05.2015 Die auf Erneuerbare Energien spezialisierte Beteiligungsgesellschaft MBB hat auch 2015 den Zinstermin ohne Zahlungen verstreichen lassen. Laut Unternehmen sei die Globalurkunde der Anleihe ungültig. Die versprochene „Reparatur“ lässt seit Monaten auf sich warten. Auich der neue Vorstand Adam Gehrke macht keine Hoffnung auf Besserung.

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          Rating von PosterXXL steigt auf „BB“

          08.05.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Fotodienstleisters PosterXXL um zwei Stufen von „B+“ auf „BB“ angehoben. PosterXXL habe im Geschäftsjahr 2014/2015 eine positive Entwicklung genommen, was zu einem hohen Jahresüberschuss und einem operativen Mittelzufluss geführt habe. Die Restrukturierungsmaßnahmen hätten Wirkung gezeigt, wesentliche Finanzkennzahlen hätten sich signifikant verbessert. Trotz der volatilen Märkte geht auch Creditreform von einem positiven Trend im laufenden Geschäftsjahr aus.

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          Rating von More & More sinkt auf „CC“

          07.05.2015 Die Gläubigerversammlung der Ekotechnika, der angeschlagenen Holding des russischen Landmaschinenhändlers Ekoniva-Technika Anleihe hat das Restrukturierungskonzept des Vorstands angenommen. 86,16 Prozent der anwesenden 40,45 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen stimmten dafür.

          Demnach sollen Anleihegläubiger für ihre Anleihen neue stimmberechtigte Vorzugsaktien (Serie A) an der künftigen Ekotechnika AG erhalten, die eine bevorrechtigte Beteiligung am Gewinn und am Liquidationsüberschuss gewähren. Das Verhältnis soll gegenüber den Aktien der Serie B, die die bisherige Eigentümerin Ekotechnika Holding GmbH erhalten soll, im Verhältnis 62,5 zu 37,5 am Gewinn und etwaigen Liquidationsüberschuss beteiligt werden. Dies soll solange gelten, bis zugunsten der Anleihegläubiger eine Wertaufholung von bis zu 75 Prozent erzielt worden ist. Zunächst soll das Stammkapital der GmbH auf 81.000 Euro herabgesetzt werden. Im Zuge einer anschließenden Sachkapitalerhöhung sollen die Gläubiger für je 1.000 Euro Nominalwert  25,65 Ekotechnika-Aktien erhalten.

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          Katjes-Zeichnung schließt vorzeitig

          07.05.2015 Die Zeichnung der seit gestern angebotene neue Unternehmensanleihe des Süßwarenherstellers Katjes International wird aufgrund hoher Nachfrage verkürzt und endet schon an diesem Donnerstag um 14:00 Uhr.

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          Rating von More & More sinkt auf „CC“

          06.05.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Textilkonzerns More & More auf „CC“ von „CCC“ gesenkt. Die Liquiditätslage lasse weitere Finanzierungsmaßnahmen notwendig erscheinen. Die wirtschaftliche Entwicklung sei 2014 durch nicht liquiditätswirksame Erträge beeinflusst gewesen, das Ergebnis des ersten Quartals 2015 liege unter Plan. Das Rating ist eingeschränkt, weil ein testierter Jahresabschluss für 2014 noch nicht vorliegt. Dieser sei aber im Hinblick auf Bewertungsansätze, Fortführungsprognose und Lagebericht wesentlich.

          Im Oktober hatte Creditreform Rating die Bonitätsnote von “B-“ um zwei Stufen auf “CCC” gesenkt und das damit begründet, dass aufgrund von Investitionen Liquiditätsmaßnahmen
          ergriffen werden mussten, deren vollständige Umsetzung noch nachzuweisen sei. Dies und der Ergebnisbeitrag aus dem letzten Quartal des Kalenderjahres aber seien wesentlich für den Erhalt der finanziellen Stabilität.

          More & More hat zuletzt Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2014 veröffentlicht. In diesem Zeitraum waren die Umsatzerlöse gegenüber der Vorjahresperiode von 20,5 auf 22,1 Millionen Euro gestiegen. Der Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aber auf -1,29 Millionen von 777.000 Euro gestiegen. Auch der Periodenfehlbetrag hatte sich leicht erholt. Durch eine Kapitalerhöhung hatte More & More zudem die Eigenkapitallücke beseitigt.

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          Mehr Gegenwert für Ekotechnika-Gläubiger

          05.05.2015 Am Donnerstag geht es bei der zweiten Gläubigerversammlung der deutschen Holding des russischen Landmaschinenhändlers Ekoniva-Technika um alles. Laut den veröffentlichten Unterlagen soll die Gesellschaft schon am Wochenende bei einer Insolvenzquote von wenig mehr als 8 Prozent zahlungsunfähig sein, wenn kein Sanierungskonzept verabschiedet wird. Nach zahlreichen Gegenanträgen, die zumeist die Person des Gemeinsamen Vertreters der Gläubiger betreffen, hat sich die gesellschaft einem weitere Gegenantrag angeschlossen, der den Gläubigern das Sanierungskonzept schmackhafter machen soll.

          Demnach sollen Anleihegläubiger für ihre Anleihen neue stimmberechtigte Vorzugsaktien (Serie A) an der künftigen Ekotechnika AG erhalten, die eine bevorrechtigte Beteiligung am Gewinn und am Liquidationsüberschuss gewähren. Das Verhältnis soll gegenüber den Aktien der Serie B, die die bisherige Eigentümerin Ekotechnika Holding GmbH erhalten soll, im Verhältnis 62,5 zu 37,5 am Gewinn und etwaigen Liquidationsüberschuss beteiligt werden. Dies soll solange gelten, bis zugunsten der Anleihegläubiger eine Wertaufholung von bis zu 75 Prozent erzielt worden ist. Mehrere große Investoren oder. deren Vertreter hätten ihre Zustimmung zugesichert.

          Unter den Gegenkandidaten gegen den Restrukturierungsspezialisten One Square Advisors sind zwei Anwälte, die auch als Vertreter in der (betrügerischen) Insolvenz der Future Business KG Genussrechtsgläubiger vertreten hatten. Zumindest Susanne Schmidt-Morsbach lehnte das Sanierungskonzept ab, weil die Holding gegenüber den Gläubigern bevorzugt werde.

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          Neue Anleihe von Katjes International

          05.05.2015 Der Süßwarenhersteller Katjes International bietet eine neue Unternehmensanleihe mit einem Volumen zwischen 45 und 60 Millionen Euro vorrangig zur Refinanzierung seiner Alt-Anleihe an. Der Zinssatz werde zwischen 5,5 Prozent und 5,875 Prozent liegen. Volumen und Zins werden voraussichtlich nach dem 8. Mai auf der Grundlage der Zeichnungsaufträge des öffentlichen Angebots oder im Rahmen der Privatplazierung festgelegt. Die Anleihe soll ab dem 15. Mai an der Frankfurter Wertpapierbörse im Entry Standard gehandelt werden. Die Alt-Anleihe soll zum 20. Juli vorzeitig zurückgezahlt werden, verbleibende Nettoerlöse für mögliche Akquisitionsvorhaben im westeuropäischen Süßwarenmarkt eingesetzt werden.

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          KTG Energie akquiriert Biogasanlagen

          04.05.2015 Der Biogasanlagenbetreiber KTG Energie hat von der insolventen AC Biogas-Gruppe drei Biogasstandorte in Brandenburg mit einer Kapazität von insgesamt 7,5 Megawatt akquiriert. Damit werde der Umsatz um 12 Millionen Euro und der operative Gewinn um 3 bis 4 Millionen Euro pro Jahr steigen. Der Vorstand sehe gute Chancen, durch den Ausbau des bestehenden Portfolios und weitere Akquisitionen den Umsatz im Geschäftsjahr 2015/2016 auf 100 Millionen Euro zu steigern.

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          Katjes-Rating sinkt auf „BB“

          27.04.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Süßwarenherstellers Katjes International um eine Stufe auf „BB“ von „BB+“ gesenkt. Vor dem Hintergrund zunehmender Risiken einer wachstumsorientierten Geschäftspolitik werden die bilanziellen Strukturen zurückhaltender eingeschätzt. Unverändert bleibt dagegen die Grundsätzlich aber seien die Geschäftsaussichten positiv.

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          Senivita-Tochter bietet Wandelanleihe an

          14.04.2015 Eine Tochtergesellschaft des Betreibers von Senioren- und Behindertenheimen Senivita Sozial gGmbH und des Baukonzerns Ed. Züblin, Senivita Social Estate, bietet eine Wandelschuldverschreibung an. Diese bietet eine Verzinsung von 6,5 Prozent und das Recht, die Anleihe bei einem Börsengang des Unternehmens (voraussichtlich 2018) in Aktien der Gesellschaft zu wandeln. Die Emission hat ein Volumen von bis zu 50 Millionen Euro und wendet sich mit einer Mindestzeichnungsgröße von 1.000 Euro pro Wandelschuldverschreibung auch an Privatanleger. Die Zeichnungsfrist beginnt am 23. April und läuft bis zum 08. Mai, Zeichnungen sind möglich über die Frankfurter Wertpapierbörse sowie bei SeniVita Social Estate möglich. Der Nettoemissionserlös wird zum Bau von Einrichtungen der Altenpflege verwendet.

          Die Senivita Social Estate soll verstärkt entsprechende Betreuungs- und Pflegeplätze für Senioren aufbauen. Ab 2016 sollen Wohnanlagen nicht nur in Bayern, sondern auch in Baden-Württemberg und Österreich realisiert werden.

          Die Rating-Agentur Euler Hermes hat die Emission mit der Note „BB“ bewertet und bescheinigt ihr somit noch ausreichende zukunftsichernde Strukturen. Negative Geschäftsentwicklungen oder Veränderungen der finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können aber dazu führen, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr in angemessener Weise nachkommen.

          Die Emissionsbedingungen böten einen angemessenen Gläubigerschutz. Insbesondere die Mittelverwendungskontrolle durch einen Treuhänder und die begrenzten Ausschüttungsmöglichkeiten seien positiv zu bewerten. Zur dinglichen Sicherung ist vorgesehen, Grundschulden für die Neubauprojekte zu bestellen. Ferner werden Verkaufs - und Mieterlöse abgetreten, für die Grundschulden freigegeben werden. Die Zinszahlungen 2016 und 2017 sollen aus einer eine Zinsreserve erfolgen, die 2016 aus dem Emissionserlös und 2017 aus Verkaufserlösen gebildet wird. Das Verlustrisiko sei moderat.

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          Rating von Sanha sinkt

          13.04.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Verbindungstechnik-Herstellers Sanha um zwei Stufen von „BB“ auf „B+“ herabgestuft. Der Umsatz 2014 liege unter Vorjahr und unter Plan, zudem steht ein Verlust von wohl 4,8 Millionen Euro zu Buche. Auch unter Berücksichtigung von Sondereinflüssen sei für das Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis zu konstatieren. Für das laufende Geschäftsjahr werde allerdings eine verbesserte Profitabilität erwartet.

          Gläubigerabstimmung bei Ekotechnika nicht beschlussfähig

          02.04.2015 Erwartungsgemäß ist die erste Gläubigerversammlung der deutschen Holding Ekotechnika des russischen Landmaschinenhändlers Ekoniva-Technika aufgrund zu geringere Teilnahme nicht beschlussfähig gewesen. Lediglich 5,855 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen im Gesamtnennwert von 60 Millionen Euro nahmen teil. Aus diesem Grund lädt die Geschäftsführung jetzt zu einer zweiten Gläubigerabstimmung ein, die als Präsenzversammlung am 6. Mai in Walldorf stattfinden wird.

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          Ferratum-Rating steigt auf „BBB“

          02.04.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote der Anleihe des Anbieters von Mikrokrediten, Ferratum Capital Germany, um eine Stufe von „BBB-„ auf „BBB“ angehoben. Als Gründe gab Creditreform das fortgesetzte Umsatzwachstum bei positiven Ergebnissen sowie die Kapitalerhöhung im Rahmen des Börsengangs der Garantin Ferratum Oyj an. Die deutlich verbesserte Eigenkapitalquote und die zu erwartende Verbesserung der Kapitalstruktur seien ausschlaggebend für die Anpassung der Ratingnote.

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          Adler Real Estate plaziert neue Anleihe

          02.04.2015 Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate hat eine neue 5-jährige Anleihe im Volumen von  300 Millionen plaziert. Es handelte sich um eine reine Privatplatzierung bei qualifizierten Anlegern außerhalb der Vereinigten Staaten. Der Zinskupon liegt bei 4,75 Prozent, die Emissionsrendite betrug 5 Prozent. Der Nettoemissionserlös sollen im Wesentlichen der Finanzierung der Übernahme der Westgrund AG dienen. Mittel, die nicht für die Übernahme benötigt werden, sollen für die Refinanzierung von bestehenden Verbindlichkeiten genutzt werden.

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          Wenig Nachfrage nach Anleihe von Enterprise Holdings

          30.03.2015 Der Spezialversicherer Enterprise Holdings hat von seiner zweiten, 2020 fälligen  Unternehmensanleihe nur weniger als ein Viertel des Volumens plazieren können. Staat 85 Millionen Euro nahmen Investoren nur 19,3 Millionen ab. Davon entfielen 6,3 Millionen Euro auf Umtauschangebote aus der 2017 fälligen Alt-Anleihe.

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          Ekotechnika-Anleihe ohne Stückzinsen

          30.03.2015 Die Anleihe der Ekotechnika, der deutschen Holding des russischen  Landmaschinenhändlers Ekoniva-Technika, wird ab sofort ohne Verrechnung von Stückzinsen gehandelt. Das bedeutet, dass Verkäufer von Käufern keine anteiligen Zinsen mehr für das im Mai endende Zinsjahr erhalten, bzw. diese nicht mehr gezahlt werden müssen. Grund ist, dass aufgrund der negativen wirtschaftlichen Entwicklung und der empfohlenen Maßnahmen zur Restrukturierung der Anleihe unwahrscheinlich geworden ist, dass die am 10. Mai 2015 fälligen Zinsen gezahlt werden.

          Bis zum 2. April 2015, 8 Uhr morgens können Gläubiger noch über die Maßnahmen unter ekotechnika.de/de/anleihe.html abstimmen.

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          Alno mit chinesischem Großaktionär

          30.03.2015 Der angeschlagene Küchenhersteller Alno erhält im Weg einer Kapitalerhöhung einen neuen Großaktionär. Die chinesische Nature Home Holding hat sich verpflichtet, 5,5 Millionen neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zum Ausgabepreis von 1,05 Euro je Aktie zu kaufen. Zusätzlich hat Nature kürzlich rund 1,375 Millionen Aktien erworben. Damit wird das Unternehmen künftig 9,09 Prozent an Alno halten. Nature und Alno arbeiteten schon seit zwei Jahren in China zusammen, heißt es vom Küchenhersteller.
          Aus der Kapitalerhöhung fließen Alno liquide Mittel in Höhe von insgesamt 5,8 Millionen Euro zu. Das neue Kapital soll vornehmlich dafür verwendet werden, die seit Jahren laufende Neuausrichtung weiter voran zu treiben. 

          Die Nature Home Holding Company Limited fertigt mit rund 3.500 Mitarbeitern unter anderem Bodenbeläge, Kleiderschränke, Holztüren und Küchenschränke. Die Marke „Nature“ gehöre in China zu den Marktführern im Bereich Bodenbeläge. Das Unternehmen betreibe mehr als 4.300 Geschäfte. Die Produkte kommen sowohl aus eigener Fertigung als auch von etablierten Herstellern.

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          Uniwheels plant Börsengang in Polen

          30.03.2015 Der Autoräderhersteller Uniwheels will im Zuge eines Börsengangs bis zu 2,4 Millionen neue und 2,4 Millionen Aktien aus dem Besitz des Anteilseigners Uniwheels Holding (Malta) Ltd. verkaufen. Diese Zahlen könnten sich allerdings noch ändern, heißt es. Derzeit ist die Uniwheels Holding (Malta) mit 10 Millionen Aktien alleinige Gesellschafterin. Gründer und Vorstandsvorsitzender Ralf Schmid hält 92 Prozent der Stimmrechte, sein Cousin Michael 8 Prozent.

          Verkauft werden soll an Investoren in Polen, zudem über eine Privatplazierung bei institutionellen Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten und Polens. Es erfolgt kein öffentliches Angebot außerhalb Polens. Die Gesellschaft plant, die Nettoerlöse des Börsengangs für die teilweise Finanzierung des Baus eines neuen Produktionswerkes in Polen zu verwenden. Das Angebot werde voraussichtlich im 2. Quartal 2015 durchgeführt.

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          Anleger verklagen Creditreform wegen Mox-Telecom-Rating

          16.03.2015 Anleihegläubiger der insolventen Mox Telecom haben die Ratingagentur Creditreform Rating AG auf Schadenersatz verklagt. Das teilte die Kanzlei Ares Rechtsanwälte am Montag mit. Creditreform hatte dem Unternehmen in den Jahren 2012 und 2013 jeweils eine „stark befriedigende  Bonität“ attestiert. Im Juni 2014 meldete Mox dann aus heiterem Himmel Insolvenz an. Im Laufe des Insolvenzverfahren habe sich herausgestellt, dass sowohl die von Mox veröffentlichten Geschäftsergebnisse als auch der Wert der Beteiligungen von zuletzt 20 Millionen Euro offenbar keine Grundlage gehabt habe. Das Unternehmen sei zum Ende des Jahres 2014 mit Schulden von 73,2 Millionen Euro bei einem liquiden Vermögen von 2,6 Millionen Euro massiv überschuldet gewesen. Die Beteiligungen hätten sich im vorläufig eingeleiteten Schutzschirmverfahren überwiegend als unverkäuflich erwiesen, so Ares.

          Die Kanzlei, die zwei Kläger vertritt, wirft Creditreform vor, trotz unzureichender und mit Auffälligkeiten versehener Geschäftszahlen ein beschönigendes Rating erstellt zu haben. Die Agentur hätte von einem Rating vollständig absehen müssen. Rating und Folgeratings aber seien Grundlage für die Zulassung der Anleihe im Volumen von 30 Millionen Euro zum Börsenhandel gewesen.

          „Für einen Fachkundigen hätte bereits nach Durchsicht der Geschäftsberichte mehr Zweifel als Glaube an der Mox Telecom aufkommen müssen.“, sagt Rechtsanwalt Simon Bender. So habe es für den Geschäftsbericht 2011  nur ein eingeschränktes Testat mit fragwürdiger Begründung gegeben. Die Prüfer hätten häufigen gewechselt, Kennzahlen seien widersprüchlich gewesen. Deshalb sei Creditreform zumindest gegenüber denjenigen Anlegern schadenersatzpflichtig, die bei ihrer  Entscheidung über den Erwerb oder das Halten der Anleihen auf das Rating der Creditreform Rating AG  vertraut hätten.

          Ares beruft sich dabei auf die Rating-Verordnung der EWU aus dem Jahr 2009, wonach Ratingagenturen für Ratings haften , die nicht den Anforderungen der Verordnung entsprechen.

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          Rating der Stern Immobilien sinkt auf „BBB-“

          13.03.2015 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote der Anleihe der Immobiliengesellschaft Stern Immobilien um drei Stufen auf „BBB-„ von A- herabgestuft. Die Herabstufung begründet Scope mit der Änderung der Ratingmethodik.

          Stern habe eine sehr solide Portfolio-Diversifikation mit Immobilien, die sich hauptsächlich in wachstumsstarken ‘A’ und ‘B’ Lagen befänden und einer vergleichsweise hohen Profitabilität. Negativ seien die Konzentration auf wenige Projekte, der geringe Marktanteil, eine hohe Hebelung und die geringe Unternehmensgröße.

          Die Anleihe profitiere von einem Sicherheitenpaket, das unter anderem aus Anteilen an einem Tochterunternehmen bestehe. Darüber hinaus bestehe voller Zugriff auf liquide Vermögenswerte von hoher Qualität. Diese Sicherheiten verbesserten die Kreditqualität der Anleihe im Vergleich zu dem der Emittentin erheblich. Emittenten einer gesicherten Anleihe können von einer Anhebung um maximal drei Stufen im Vergleich zu dem Kreditrisiko ebendieser profitieren. Es sei stets zu berücksichtigen, dass der Wert des Sicherheitenpaketes eng mit der Kreditqualität und der Entwicklung der Emittenten verknüpft sei.

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          Steilmann-Boecker begibt neue Anleihe

          12.03.2015 Der Modehändler Steilmann-Boecker hat im Wege einer Privatplatzierung eine neue Unternehmensanleihe im Volumen von 10 Millionen Euro bei institutionellen Investoren plaziert. Damit steigen die Anleiheverbindlichkeiten auf insgesamt 73,6 Millionen Euro. Es handele sich um einen  Kurzläufer mit einer Laufzeit von zwei Jahren und einem jährlichen Kupon von 7 Prozent. Die Anleihe wird seit dem vergangenen Montag im Freiverkehr der Frankfurter Börse gehandelt. Mit den zusätzlichen Mitteln soll die weitere Expansion vorangetrieben werden.

          Steilmann-Boecker erwartet im Jahr 2014 durch Übernahme der Mode-Aktivitäten des Mutterkonzerns Steilmann Holding AG einen Konzernumsatz von rund Euro 900 Millionen (Vorjahr 440 Millionen) mit einem entsprechendem Anstieg des Ergebnisses.

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          Rating der Hahn-Anleihe sinkt deutlich

          11.03.2015 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote der Anleihe des Immobilienentwicklers Hahn um drei Stufen auf „BBB-„ von „A-„ gesenkt. Die Anpassung folgt einer Änderung der Ratingmethodik. Das aktuelle Rating gründe sich primär auf die erwartete Entschuldung von Hahn im laufenden Jahr sowie die markführende bei deutschen Fachmarktzentren, unterstützt durch eine breite Diversifizierung der verwalteten Vermögenswerte, eine nachhaltige Kundenbasis und vergleichsweise hohe Profitabilität.

          Negative seien die schwache Produktdiversifizierung, die starke Abhängigkeit der Gesellschaft von der Konzeptionierung und Plazierung neuer Fonds sowie die vergleichsweise geringe Größe.

          Die Besicherung der Anleihe bestehend aus Anteilen an von Hahn gehaltenen Fonds im Wert von 21 Millionen Euro (2014) führt aus Sicht von Scope zu einer hohen erwarteten Einbringlichkeit in einem hypothetischen Insolvenzszenario.

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          Peach Property macht Verlust

          11.03.2015 Die Immobiliengesellschaft Peach Property hat im Geschäftsjahr 2014 den Betriebsertrag auf 196,6 Millionen Franken mehr als verdreifacht. Allerdings musste die Gesellschaft einen Verlust in Höhe von 10,4 Millionen Franken nach einem Gewinn im Vorjahr von Franken 1,4 Millionen verbuchen. Grund seien Sonderbelastungen durch mangelnde Leistungen von einzelnen beauftragten Unternehmen bei Großprojekten, die im Zuge von Abnahmen und Übergabevorbereitungen zutage getreten seien. Das Unternehmen habe bereits rechtliche Schritte eingeleitet.

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          Adler Real Estate steigert Gewinn

          11.03.2015 Die Immobiliengesellschaft Adler Real Estate hat 2014 nach vorläufigen und untestierten Zahlen ihr Konzernergebnis auf 111,57 Millionen Euro von 46,88 Millionen Euro im Vorjahr mehr als verdoppelt. Dies sei das Resultat der stark gestiegenen Einnahmen aus der Immobilienbewirtschaftung, dem Ergebnis von Immobilienverkäufen und aus den Bewertungen von akquirierten Wohnimmobilienportfolios. Während des Geschäftsjahres hatte Adler in großem Umfang Wohnimmobilienportfolios erworben, so dass sich der Bestand von 7.797 Ende 2013 auf 24.086 Wohn- inklusive einiger Gewerbeeinheiten Ende 2014 verdreifacht hat.

          Die Erträge aus der Immobilienbewirtschaftung erhöhten sich um mehr als das Dreieinhalbfache auf 83,88 Millionen Euro und die Erträge aus Immobilienverkäufen um das rund 25fache auf 56,81 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg auf rund 22 von knapp 19 Prozent.

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          Rating von Friedola sinkt

          10.03.2015 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote des Konsumgüterherstellers Friedola um eine Stufe auf „B-„ von „B“ heruntergestuft. Gleichzeitig zog die Agentur Scope das Rating auf Ersuchen der Emittentin zurück. Die Herabstufung begründet sich insbesondere mit den Verzögerungen im erwarteten operativen Turnaround und die dadurch resultierende weitere Abhängigkeit von externer Bankenfinanzierung und dem Engagement der Muttergesellschaft Derin-Holzapfel.

          Das Finanzrisikoprofil sei mit einem erwarteten Leverage von 10,5 für das Verhältnis von bereinigter Verschuldung und operativem Gewinn schwach. Darüber hinaus seien Profitabilität und Mittel-Generierung äußerst abhängig von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und einzelnen Kernkunden. Die Liquiditätslage sei mit liquiden Mitteln von 88.000 Euro angespannt. Die Refinanzierung der Unternehmensanleihe im April 2017 könne nicht durch die interne Finanzierungskraft gedeckt werden.

          Positive seien die Marktstellung des Unternehmens und dessen langjähriges Branchen-Knowhow bei zertifizierten PVC-basierten Heimtextilien und Freizeitartikeln. Zudem zeige Friedola eine verbesserte geographische Diversifikation. Eine Kundenabwanderung zu günstigeren Produkten aus Asien kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

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          Enterprise Holdings plant neue Anleihe

          10.03.2015 Der Spezialversicherer Enterprise Holdings plant zur Finanzierung seines Wachstumskurses die Begebung einer weiteren Unternehmensanleihe. Gleichzeitig soll den Inhabern der im September 2012 emittierten und 2017 fälligen Unternehmensanleihe ein Umtausch angeboten werden.

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          Constantin übertrifft Ziele

          10.03.2015 Der Rechtevermarkter Constantin Medien AG hat im Geschäftsjahr 2014 nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von 3,3 Millionen Euro verbucht. Das war deutlich weniger als die Prognose eines Minus‘ von 7 bis 9 Millionen Euro und der Vorjahresverlust von11 Millionen Euro.  Zurückzuführen sei dies auf die im vierten Quartal besser als geplante operative Geschäftsentwicklung, insbesondere in den Segmenten Sport und Film. Der Umsatz liegt mit 487,8 Millionen Euro in der Zielspanne von 460 bis 500 Millionen und 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 458,3 Millionen Euro.

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          Mifa schon vor Jahren angeschlagen

          06.03.2015 Der Fahrradbauer Mifa befand sich anscheinend schon Jahre vor Begebung der Anleihe in finanzieller Bedrängnis. Am Freitag gab das Unternehmen bekannt, dass die Anschlüsse des Jahres 2012 fehlerhaft seien. So seien die Ausführungen zum Liquiditätsrisiko nicht korrekt gewesen, weil zum Zeitpunkt der Aufstellung wesentliche Lieferantenverbindlichkeiten überfällig und Kreditbedingungen verletzt gewesen seien, ohne dass hierüber und die damit verbundene Bestandsgefährdung berichtet worden sei. Die Liquiditätslage sei kritisch gewesen und die Aussagen nicht geeignet, eine zutreffende Beurteilung des Liquiditätsrisikos vornehmen zu können.

          Darüber hinaus seien die Vorräte in Höhe um rund  19,3 Millionen Euro (rund 43 Prozent) zu hoch bewertet gewesen, die Bestandserhöhungen um 0,5 Millionen Euro (18 Prozent) zu hoch ausgewiesen und der Materialaufwand um rund  4,9 Millionen Euro (6 Prozent) zu niedrig ausgewiesen. Nicht vorhandene Bestände seien erfasst und tatsächlich vorhandene Bestände zu hoch bewertet worden.

          Die Forderungen (25 Prozent) seien und die Umsatzerlöse sein um etwa 3,5 Millionen Euro zu hoch ausgewiesen. Dadurch sei auch das Ergebnis vor Steuern um diesen Betrag zu hoch ausgewiesen. Mifa hatte damit nicht 0,49 Millionen Euro Verlust vor Steuern, sondern rund 4 Millionen Euro. Offenbar wurden Erlöse aus einem schwebenden Geschäft erfasst. Mifa hatte im August 2013 eine Anleihe begeben, hatte im Frühjahr 2014 über Schwierigkeiten berichtet und ging gegen Jahresende in die Insolvenz.

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          Eyemaxx will Dividende zahlen

          03.03.2015 Der Immobilienentwickler Eyemaxx Real Estate hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr von 6,7 auf 7,4 Millionen Euro gesteigert. Der Reingewinn sank jedoch infolge einer Erhöhung des latenten Steueraufwandes von 3,1 auf 2,3 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 0,20 Euro je Aktie erhalten. 63 Prozent der Aktien hält der Vorstandsvorsitzende Michael Müller.

          Eyemaxx verfügt nach eigenem Bekunden derzeit über Projekte mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro. Neben der Realisierung von Fachmarktzentren und dem Baufortschritt des Gewerbegebiets nahe Belgrad soll auch mit dem Bau erster Pflegeheime und Wohnimmobilien begonnen werden.

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          Enterprise Holdings will massiv Kosten sparen

          03.03.2015 Der Spezialversicherer Enterprise Holdings übernimmt die Schadensfallbearbeitung von bisher beauftragten externen Dienstleistern. Das führe einerseits zu Mittelabflüssen, andererseits ermögliche es die Auflösung von Rückstellungen und wirkten somit positiv auf das Ergebnis.

          Zukünftig soll dies hohe Kosteneinsparungen bringen, weil die maximale Schadenszahlung erheblich planbarer werde und die Kosten pro Schadensfall sänken. Die durchschnittlichen Einsparungen je Schadensfall lägen bei knapp 2.000 Pfund.

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          Zamek-Gläubiger dürften leer ausgehen

          24.02.2015 Die Anleihengläubiger des Brühwürfelherstellers Zamek wird laut Insolvenzverwalter Christoph Niering wohl nichts übrig bleiben. Dieser stellte laut Handelsblatt im Insolvenzbericht nur eine Quote von 1 Prozent in Aussicht. Vom Kaufpreis für die drei operativen Tochtergesellschaften flossen offenbar nur 1,2 Millionen Euro an die Zamek-Holding. Die dort bilanzierte Verschuldung von Zamek soll laut Insolvenzbericht aber 76 Millionen Euro betragen. Letzte Hoffnung für die Gläubiger: Niering verlangt von Petra Zamek, Michael Krüger und Bernhard Zamek insgesamt 39 Millionen Euro Schadenersatz, weil sie das Geld aus der Mittelstandsanleihe ungesichert an die Tochtergesellschaften weitergegeben haben sollen. Damit hätten sie faktisch das Geld den Forderungen der Gläubigern entzogen.

          Laut dem Kölner Express laufen gegen die ehemaligen Geschäftsführer Ermittlungen wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung und des Betrugs. Zudem sollen drei Zamek-Familienmitglieder 1,039 Millionen Euro zurückzahlen, vermutlich Darlehen. Darüber hinaus seien mehrere 100.000 Euro aus der Pensionskasse der Mitarbeiter verschwunden.

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          Insolvenzverfahren über Golden Gate eröffnet

          24.02.2015 Das Amtsgericht München hat am Dienstag das Insolvenzverfahren über das Vermögen des Immobilienunternehmens Golden Gate eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde der vorläufige Insolvenzverwalter Axel Bierbach bestellt. Dieser rechnet mit guten Befriedigungsaussichten für die Gläubiger. Das Verfahren werde aber mindestens zwei bis drei Jahre andauern. Eine erste Abschlagszahlung an Gläubiger werde frühestens mit Verkauf der ehemaligen Bundeswehrkrankenhäuser in Leipzig oder Amberg möglich sein. Im Zuge der vorläufigen Insolvenzverwaltung seien bereits die Immobilien auf Sylt und in Hamburg veräußert worden.

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          Verkauf der „Deutschland“ zieht sich hin

          20.02.2015 Der Verkauf der „Deutschland“ durch die insolvente Betreibergesellschaft MS Deutschland zieht sich hin. Derzeit liefen weitere Gespräche mit potentiellen Investoren. In den kommenden Tagen wird Insolvenzverwalter Schmid-Sperber einen Massekredit aufnehmen, um die Finanzierung für die kommenden Monate zu sichern. Eine Versteigerung der „Deutschland“ sei derzeit nicht geplant. Die Höhe der Insolvenzquote für Forderungen von Gläubigern der „MS Deutschland“ lasse sich aktuell noch nicht seriös einschätzen, da sie wesentlich vom Verkaufserlös des Schiffes abhänge. „Dass der Verkaufspreis für das Schiff als größter vorhandener Wert genügen wird, um sämtliche Forderungen der Gläubiger vollständig zu befriedigen, ist sehr unwahrscheinlich“, sagt indes Schmid-Sperber.

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          Anleihegläubiger stimmen Sanierungskonzept der Deutschen Forfait zu

          19.02.2015 Die zweite Gläubigerversammlung des angeschlagenen Außenhandelsfinanzierers Deutsche Forfait hat den Sanierungsmaßnahmen der Gesellschaft zugestimmt. Demnach wird der Nominalzins der Anleihe von 7,875 auf 2 Prozent rückwirkend vom 27. Mai 2014 bis zum 27 Mai 2018 gesenkt. Für den Zeitraum vom 27. Mai 2017 bis 27. Mai 2018 kann die Zinszahlung wieder 7,875 Prozent betragen; dies ist abhängig vom Erreichen eines bestimmten Konzernergebnisses. Ab 27. Mai 2018 bis 27. Mai 2020 wird der Nominalzinssatz wieder auf 7,875 Prozent angehoben. Auf die ursprünglich vorgeschlagene Gewährung von Optionsrechten wird dagegen verzichtet. Insgesamt nahmen 45,95  Prozent des ausstehenden Anleihekapitals an der Versammlung teil.

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          Paragon übertrifft Prognosen

          18.02.2015 Der Autozulieferer Paragon hat seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2014 übertroffen. Der Betriebsgewinn stieg auf 5,8 bis 6,3 Millionen Euro statt wie erwartet 4 Millionen zu erreichen. Im Geschäftsjahr 2013 hatte der Betriebsgewinn allerdings 7,9 Millionen Euro betragen. Der Konzernumsatz erreichte erwartungsgemäß rund 79,0 Millionen Euro nach 73,9 Millionen Euro im Vorjahr. Darüber hinaus hat sich nach den vorläufigen Zahlen auch der operative Cashflow im vergangenen Jahr deutlich erhöht.

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          Porr ist netto schuldenfrei

          18.02.2015 Der Baukonzern Porr hat nach vorläufigen Zahlen seine Nettoverschuldung von rund 900 Millionen Euro seit dem Jahr 2011 vollständig abgebaut und verfügt erstmals in der Unternehmensgeschichte über eine Nettovermögensposition zum Jahresende. Darüber sei ein Jahr vor Fälligkeit der noch offene Teil eines Kredits in Höhe von 80 Millionen Euro nach dem Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz zurückgezahlt worden. Aufgrund des hohen Auftragsbestandes und der klaren Fortführung der eingeschlagenen Strategie erwartet die PORR für das Geschäftsjahr 2015 weitere Verbesserungen.

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          Gewinn von Eyemaxx sinkt

          12.02.2015 Der Immobilienentwickler Eyemaxx Real Estate hat in dem im Oktober endenden Geschäftsjahr 2013/2014 das Betriebsergebnis von 6,7 auf 7,4 Millionen Euro gesteigert. Der Reingewinn sank allerdings von 3,1 auf 2,3 Millionen Euro. Dies sei im Wesentlichen auf eine Erhöhung des latenten Steueraufwandes um 1 Million Euro zurückzuführen. Dies  resultiere vorwiegend aus im Geschäftsjahr 2013/2014 neu begonnen Immobilienprojekten, bei denen erhebliche Unterschiedsbeträge zwischen steuerrechtlichen Wert und dem Wert nach dem Bilanzstandard IFRS bestünden.
          Nach der erfolgreichen Etablierung der neuen Geschäftsbereiche sieht sich Eyemaxx auf gutem Weg, im laufenden Jahr fortzusetzen das Nettoergebnis wieder zu steigern.

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          Procar steigert operativen Gewinn deutlich

          12.02.2015 Das BMW-Autohaus Procar hat im September zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2013/2014 den operativen Gewinn um knapp 14 Prozent auf 10,8 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz legte um 7 Prozent auf 407 Millionen Euro zu.

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          Enterprise Holdings expandiert nach Irland

          12.02.2015 Der Versicherer Enterprise Holdings versichert in Zusammenarbeit mit der irischen Versicherungsagentur Wrightway künftig auch Privatkraftfahrzeuge in Irland. Das zusätzliche jährliche Prämienvolumen soll rund 9 Millionen Euro betragen. Zielgruppe sind Fahrer mit langjähriger Erfahrung und ohne Unfallhistorie sowie Manager mit Fahrzeugen der Oberklasse.

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          Metalcorp steigert Gewinn

          11.02.2015 Das Rohstoff-Unternehmen Metalcorp hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2014 den Umsatz um 6,3 Prozent auf 320,6 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn stieg um 12,7 Prozent auf 8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote fiel auf 41,5 Prozent von 45,2 Prozent vor Jahresfrist.

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          Deutsche Rohstoff kauft 5,6 Millionen Euro an Anleihen zurück

          10.02.2015 Das Rohstoff-Unternehmen Deutsche Rohstoff hat im Zuge eines freiwilligen Rückkaufangebots Anleihen im Nominalwert von 5,6 Millionen Euro erworben. Das ausstehende Volumen der Anleihe belaufe sich nunmehr noch auf rund 51,5 Millionen Euro.

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          Neue Anleihe der NZWL sofort ausverkauft

          09.02.2015 Die neue Anleihe des Autozulieferers Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig ist innerhalb von weniger als 2 Stunden am Montag vergriffen gewesen. Das Unternehmen hatte die Schuldverschreibung mit einer Laufzeit von sechs Jahren, einem Volumen von 25 Millionen Euro und einem Zins von 7,50 Prozent ursprünglich bis zum Ende der Woche anbieten wollen. Das Unternehmensrating von der Creditreform Rating AG wurde im Januar auf „B+“ und damit eine Stufe niedriger als bei Emission der ersten Unternehmensanleihe vor gut einem Jahr.

          40 Prozent des Nettoemissionserlöses sollen als Darlehen zur Finanzierung der Erweiterung des Produktionsstandortes in Tianjin, China sowie als Working Capital der Tochtergesellschaft an die NZWL International ausgereicht werden. 45 Prozent der zufließenden Mittel sind für die Finanzierung von Erweiterungsinvestitionen, Prozessinnovation und -diversifikation an den europäischen Standorten vorgesehen. Die verbleibenden 15 Prozent dienen dem Ausbau der Wertschöpfungskette durch anorganisches Wachstum.

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          Ferratum-Aktie startet gut an der Börse

          07.02.2015 Die Aktien des finnischen Anbieters von mobilen Mikrokrediten, Ferratum werden seit dem vergangenen Donnerstag im Prime Standard der Frankfurter Börse gehandelt. Der Handel startete bei einem Kurs von 17,50 Euro und damit etwa 2,9 Prozent über dem Plazierungspreis von 17 Euro je Aktie. Am Freitag schloss sie mit einem Kurs von 18,075 Euro. Die Erlöse aus dem Börsengang sollen für die Umsetzung des Wachstumskurses genutzt werden. Neben organischem Wachstum in den 20 Märkten, in denen das Unternehmen bereits tätig ist, legt Ferratum den Fokus auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf mittelfristig 30 Länder sowie die Diversifizierung des Produktportfolios. Ziel ist es zudem, die Eigenkapitalposition für die zukünftige Aufnahme des Einlagengeschäfts weiter zu stärken.

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          Geschäftsbetrieb von Rena geht an Finanzinvestor

          04.02.2015 Der Geschäftsbetrieb des insolventen Maschinenbauers Rena soll an die Schweiz Beteiligungsgesellschaft Capvis verkauft werden. Dazu sollen alle betriebsnotwendigen Vermögenswerte sowie bestehende Aufträge und die Verantwortung für die Mitarbeiter an Capvis übertragen werden.

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          Gläubigerversammlung der Deutschen Forfait am 19. Februar

          04.02.2015 Die zweite Gläubigerversammlung des angeschlagenen Außenhandelsfinanzierers DF Deutschen Forfait soll am 19. Februar in Köln stattfinden. In einer ersten Abstimmung ohne Versammlung war die Beschlussfähigkeit nicht gegeben gewesen. Das Mindestquorum der zweiten Versammlung liegt bei 25 Prozent des ausstehenden Anleihekapitals. Die Gläubiger sollen zustimmen, für die Restlaufzeit statt 7,875 Prozent nur noch 2 Prozent zu erhalten. Im Gegenzug sollen sie Optionsrechte für Aktien bekommen. Die sollen mit den Anleihen verknüpft werden, so dass diese zu einer Wandelanleihe wird. Bei Ausübung der Optionsrechte erhalten Anleihegläubiger die Möglichkeit, eine Anzahl von 100 Stück neuen Aktien je Anleihe im Nennbetrag von Euro 1.000,00 zu einem Bezugspreis von Euro 1,25 zu erwerben.

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          Rating von Karlie sinkt auf „B+“

          03.02.2015 Die Ratingagentur Scope hat die Bonitätsnote des angeschlagenen Tierbedarfhändlers Karlie von „BB-„ auf „B+“ gesenkt. Scope erwartet eine signifikante Verbesserung der Verschuldungssituation erst für 2016. Das finanzielle Risikoprofil sei schwach, die Liquidität angespannt. Scope geht davon aus, dass der Kupon gezahlt werden kann und dass die Hausbanekn die kreite über das Jahresende hinaus verlängern werden. Positiv sei auch das langfristige Bekenntnis des Großaktionärs Perusa Partners.

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          Frühere Zamek-Chefs sollen zahlen

          02.02.2015 Der Insolvenzverwalter des Brühwürfelherstellers Zamek, Christoph Niering, fordert von den ehemaligen Geschäftsführern insgesamt 94 Millionen Euro wegen der ungesicherten Weitergabe der Anleihegelder an die operativen Tochtergesellschaften. Im Einzelnen fordert er von Petra Zamek und dem früheren Geschäftsführer Michael Krüger jeweils 39, 3 und von Bernhard Zamek 16 Millionen Euro. Derzeit sei allerdings nicht absehbar, ob und in welcher Höhe die früheren Geschäftsführer zu Zahlungen in der Lage seien. Zudem sei nicht klar, ob die weitere Verfolgung der Ansprüche gerichtlich im Klageverfahren erfolgen müsse.

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          Alno-Vorstand Schulz geht

          02.02.2015 Der seit Jahren chronisch kriselnde Küchenhersteller Alno starteteinmal mehr ein Restrukturierungsprogramm. Gleichzeitg verläßt der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Manfred Scholz Ende Februar das Unternehmen, wie es heißt, auf eigenen Wunsch. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung. Alno will die Produktion flexibilisieren, um die Auslastung der Standorte stärker anzugleichen. Prozesse und Systeme sollen konzernweit vereinheitlicht und Personal zusammengeführt und das Marken- und Produktportfolio weiter optimiert werden.

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          Karlie streicht Stellen

          27.01.2015 Der Tierbedarfshändler Karlie geht für das Geschäftsjahr 2014 von einem Verlust von bis zu 9 Millionen Euro aus. Der operative Verlust betrage etwa 4 Millionen Euro. Nach Abstimmung mit dem Betriebsrat sollen 57 Stellen am Standort Bad Wünnenberg-Haaren gestrichen und die Verträge für Zeitarbeits-und Leiharbeitsfirmen nicht mehr verlängert werden. Die Liquiditätssituation bleibe angespannt, sei jedoch im Sommer durch den Finanzinvestor und Großaktionär Perusa stabilisiert worden. 2015 soll das Unternehmen schrittweise die Verlustzone verlassen. Kostensenkungsmaßnahmen mit einem jährlichen Effekt von rund 5 Millionen Euro in Höhe seien in der Umsetzung und sollen ab dem 2. Quartal sukzessive wirksam werden.

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          Underberg - Wechsel in Primärmarkt nicht nötig

          27.01.2015 Der Magenbitter-Hersteller Underberg sieht keine Notwendigkeit, nach der Entscheidung der Börse Düsseldorf das Segment „Mittelstandsmarkt“ zu schließen, in den dafür vorgesehenen neu strukturierten Primärmarkt zu wechseln. Da die von Underberg zur Verfügung gestellten Informationen und Berichte unabhängig von der Entscheidung für den „neu strukturierten Primärmarkt“ bzw. den allgemeinen Freiverkehr seien, sehe man wir in Bezug auf Underberg keinen Unterschied in der Information gegenüber interessierten Anlegern, teilte der Generalbevollmächtigte der Gruppe, Wilfried Mocken, mit. Dies gelte auch für den Fruchtsafthersteller Valensina. Mochen ist über die Valensina Holding Mehrheitsaktionär des Getränkeherstellers.

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          Creditreform senkt Rating der MAG IAS

          26.01.2015 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Werkzeugmaschinenbauers MAG IAS um eine Stufe von „B+“ auf „B“ gesenkt. Maßgeblich hierfür sei die derzeit ungeklärte Finanzierungssituation insbesondere im Hinblick auf die Refinanzierung der im Februar 2016 fälligen Anleihe gewesen. Hinzu komme eine trotz positiver Tendenz weiter unzureichende operative Entwicklung. Eine umfassende Finanzierungslösung würde die Perspektiven der MAG IAS GmbH merklich verbessern.

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          Deutsche Forfait verfehlt Quorum

          23.01.2015 Der angeschlagene Außenhandelsfinanzierer Deutsche Forfait hat auf seiner Abstimmung ohne Versammlung der Gläubiger seiner 2020 fälligen Unternehmensanleihe das erforderliche Quorum von mindestens 50  Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen nicht erreicht. Insgesamt nahmen an der Abstimmung vom 20. bis 22. Januar 39,2 Prozent des ausstehenden Anleihekapitals teil. 98,3  Prozent hätten dem Restrukturierungskonzept zugestimmt. Die Gesellschaft werde für Mitte Februar zu einer zweiten Gläubigerabstimmung in Form einer Präsenzversammlung einladen.

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          Steilmann-Boecker wächst rasant

          23.01.2015 Das Modeunternehmen Steilmann-Boecker hat zum Jahreswechsel die Steilmann Fashion Group und die Apanage Fashion Group einschließlich deren Beteiligung an der chinesischen Plattform NTS übernommen. Mit der Übernahme verfüge man nun über eigene Fertigungskapazitäten in Zentraleuropa. Die bestehenden Vertriebskanäle wurden erweitert. Steilmann-Boecker verfügt damit ab sofort über ca. 1.400 Verkaufsstellen in Europa und Asien. Über NTS habe man mit dem Einstieg in den chinesischen Einzelhandel begonnen. Steilmann-Boecker erwartet im Geschäftsjahr 2014 einen Konzernumsatz von rund 900 Millionen Euro, etwa doppelt so viel wie 2013 mit entsprechendem Anstieg des Ergebnisses. 2012 hatte das Unternehmen noch 56 Millionen Euro umgesetzt.

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          KTG Energie steigert Umsatz und Gewinn

          22.01.2015 Der Biogasanlagenbetreiber KTG Energie hat im Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn nach vorläufigen Zahlen deutlich gesteigert. Der Anlagenumsatz wuchs um rund 55 Prozent auf rund 65 Millionen Euro. Der operative Gewinn stieg um rund 59 Prozent auf rund 21 Millionen Euro, das Betriebsergebnis um rund 50  Prozent auf rund 12 Millionen Euro.

          Im Geschäftsjahr 2014/2015 strebt KTG Energie mit der aktuell installierten Kapazität von 53 MW einen Umsatzsockel von 80 Millionen Euro und einen langfristig gesicherten operativen Gewinn von rund 25 Millionen Euro an. Damit erhöht der Vorstand die Prognose.

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          Deutsche Rohstoff will Anleihe zurückkaufen

          21.01.2015 Die Deutsche Rohstoff AG unterbreitet den Gläubigern ihrer Unternehmensanleihe ein Rückkaufangebot zu einem Kurs von 105 Prozent des Nominalwertes. Die Angebotsfrist läuft ab Freitag bis zum 5. Februar. Der Rückkauf ist auf einen Gesamtbetrag von 20 Millionen Euro und damit rund ein Drittel des ausstehenden Volumens beschränkt. Der Grund für die Anleihe sei entfallen, teilte das Unternehmen mit, nachdem die Mehrheitsbeteiligung verkauft wurde. Deren Bohrprogramm sollte mit den Geldern finanziert werden. In den vergangenen Wochen seien aber neue Flächen akquiriert worden und es sei geplant, in den kommenden Monaten Öl- und Gasbohrungen durchzuführen und dabei auch die Mittel aus der Anleihe zu nutzen. Gemäß den Anleihebedingungen kann die Deutsche Rohstoff die Anleihe im Juli 2016 zu einem Kurs von und ab Juli 2017 zu 102  Prozent vorzeitig kündigen und zurückzahlen.

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          Alle Reisen der MS Deutschland abgesagt

          20.01.2015 Nach der Weltreise sind nun auch alle anderen geplanten Reisen mit dem „Traumschiff“, der „MS Deutschland“ abgesagt worden. Die Verhandlungen mit potentiellen Investoren seien noch immer nicht abgeschlossen. Um Gästen und Vertriebspartnern Planungssicherheit zu geben, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen“, heißt es vom Insolvenzverwalter der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft und der Reederei Deilmann, Reinhold Schmid-Sperber. Gäste, die bereits Zahlungen geleistet haben, erhielten diese über den Kundengeldabsicherer zurückerstattet. Dafür werde ihnen in den kommenden Tagen ein Schadenformular zugesandt.

          Zudem wird allen 48 Beschäftigten der Reederei demnächst gekündigt, 30 Mitarbeiter werden freigestellt. Es fehle sowohl an Beschäftigung, als auch an Geld für Löhne und Gehälter. Die 50-köpfige Stammbesatzung der „MS Deutschland“ wird hingegen weiterbeschäftigt, um den Betrieb des Schiffes sicherzustellen. „Dies ist für Sicherheit und Werterhalt des Schiffes unverzichtbar“, so Schmid-Sperber.

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          Deutsche Forfait wirbt um Gläubiger

          19.01.2015 Der angeschlagene Außenhandelsfinanzierer DF Deutsche Forfait wirbt um die Unterstützung der Anleihegläubiger. Diese sollen ab morgen in einer Abstimmung ohne Versammlung über die Zukunft des Unternehmens mitentscheiden. Zum einen benötige man als Mindestquorum eine Teilnahme von 50 Prozent des Anleihevolumens, zum anderen sei die Zustimmung von 75 Prozent des teilnehmenden Anleihevolumens zur vorgeschlagenen Restrukturierung der Anleihe Voraussetzung für alle weiteren Schritte.

          Die Banken hätten vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Gremien erklärt, dem Unternehmen weiter Kredite zur Verfügung stellen und auf eine Besicherung ihrer Kredite verzichten zu wollen. Damit sei weiterhin eine Ranggleichheit zwischen Anleihegläubigern und Banken sichergestellt. Damit sei auch eine wichtige Forderung einiger Anleihegläubiger erfüllt. Der zur Wahl stehende Gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger, Klaus Nieding, hatte erklärt, dass er beabsichtige, die Umsetzung der Beschlüsse unter die Bedingung zu stellen, dass die Gesellschaft eine bindende Zusage für unbesicherte Darlehen über mindestens 37 Millionen Euro mit einer Laufzeit mindestens bis zum 31. Dezember 2016 nachweise.

          Die Anleger sollen einer Zinsreduzierung zustimmen. Damit solle die Gesellschaft wieder in stabiles Fahrwasser kommen und das Anleihekapital zu 100 Prozent erhalten werden. Der Zinsverzicht soll mit Aktienoptionen kompensiert werden. Gemäß Sanierungsgutachten sei die Gesellschaft ohne die Reduzierung der Fremdkapitalzinsen auch bei Durchführung der übrigen geplanten Kapitalmaßnahmen nicht sanierungsfähig.

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          Wöhrl mit deutlich besserem Ergebnis

          19.01.2015 Die Kaufhauskette Rudolf Wöhrl hat in dem im Juli endenden Geschäftsjahr 2013/14.den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 2 Prozent auf 332 Millionen Euro steigern können. Der Nettoumsatz blieb mit 270,1 Millionen Euro konstant. Der operative Gewinn stieg mit 11,6 Millionen Euro auf mehr als das Doppelte. Unter dem Strich gelang es Wöhrl mit einem Gewinn von 1,4 Millionen Euro , aus den roten Zahlen zu kommen. Im Vorjahr hatte der Verlust 5,1 Millionen Euro betragen. Dies sei vor allem auf optimierte Kostenstrukturen und die Hebung der Synergien mit dem Kooperationspartner Sinn-Leffers zurückzuführen.

          Schon im abgelaufenen Geschäftsjahr haben Wöhrl und Sinn-Leffers Bereiche wie Einkauf, Marketing, Kommunikation, Rechnungswesen, Personal, und IT enger zusammengefasst. Seit Jahresbeginn werden diese Aufgaben durch eine gemeinsame Dienstleistungszentrale ausgeführt. Im laufenden Geschäftsjahr soll die IT vereinheitlicht werden, ab dem Frühjahr Einkauf und Logistik über eine einheitliche Warenwirtschaft abgewickelt werden.

          Bei gleichbleibenden Nettoumsätzen geht das Management davon aus, im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis mindestens in Höhe des Vorjahreswerts zu erreichen. Da im laufenden Geschäftsjahr die Investitionen geringer ausfallen werden, werde sich dies positiv auf den Mittelzufluss auswirken.

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          Mifa-Anleihe nicht mehr im Entry Standard

          15.01.2015 Die Anleihe des insolventen Fahrradherstellers Mifa wird ab dem 26. Februar nicht mehr im Entry Standard der Deutschen Börse gehandelt werden. Es sei geplant, die Schuldverschreibungen künftig im Freiverkehr (Open Market) zu handeln. Zudem hat der Insolvenzverwalter den Widerruf der Zulassung der Aktien der Aktien zum Handel an der Frankfurter Börse beantragt. Das Delisting voraussichtlich am 29. Juli wirksam.

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          Adler Real Estate stockt Anleihe auf 130 Millionen Euro auf

          15.01.2015 Die Immobiliengesellschaft Adler Real Estate hat ihre im April 2014 begebene und im Juli 2014 auf 100 Millionen Euro aufgestockte, 2019 fällige Unternehmensanleihe  um weitere 30 Millionen Euro erhöht. Die Plazierung erfolgte privat an einen kleinen Kreis institutioneller Investoren. Der Ausgabekurs betrug 102 Prozent. Der Nettoemissionserlös aus der Aufstockung soll im Wesentlichen für den Erwerb weiterer Immobilienportfolios verwendet werden.

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          Rena kommt im Insolvenzverfahren voran

          14.01.2015 Der insolvente Maschinenbauer Rena  hofft, das Insolvenzverfahren bald beenden zu können. So liege zum einen ein beurkundetes Kaufangebot vor. Zum anderen seien die Arbeiten an einem Insolvenzplan in Zusammenarbeit mit den Planinitiatoren in den vergangenen Wochen erheblich fortgeschritten. Beide Varianten würden gleichermaßen und mit gleicher Intensität verfolgt, sagt Thomas Oberle, der die Insolvenz in Eigenverwaltung als Geschäftsführer verantwortet. Dies habe die Gläubigerversammlung am Mittwoch ausdrücklich bestätigt. Im vierten Quartal seien Aufträge von mehr als 30 Millionen Euro eingegangen. Wichtige Verträge mit strategischen Kunden aus der Medizin- und Solarbranche hätten abgeschlossen werden können.

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          Homann verliert Finanzvorstand

          11.01.2015 Der Holzwerkstoffhersteller Homann und sein Finanzvorstand Jan-Peter Nissenhaben sich getrennt. Nissen, der erst im Mai zum ersten Finanzvorstand des Unternehmens berufen worden war, wolle sich künftig anderen unternehmerischen Vorhaben zuwenden. Gleichzeitig wies Homann Presseberichte zurück. Diese vermittelten in Bezug auf die Eigenkapitalposition sowie die Entwicklung des operativen Geschäfts ein unzutreffendes Bild. Homann habe Umsatz und operativem Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erhöht und erwarte für 2015 eine weitere deutliche Verbesserung der Profitabilität. Nichtsdestotrotz will Homann sich noch stärker auf die Kernkompetenzen ausrichten und das Unternehmen verschlanken. In diesem Zuge werde auch die Hebung von stillen Reserven geprüft, beispielsweise durch den Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen. Diese Maßnahme sei längerfristig geplant gewesen und werde die Eigenkapitalquote des Unternehmens stärken. Homanns Eigenkapitalquote ist seit Ende 2011 von 17,5 Prozent auf weniger als 10 Prozent gefallen.

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          Seidensticker steigert Umsatz und Gewinn

          09.01.2015 Der Hemdenhersteller Seidensticker hat in dem am 31. Oktober abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr den Umsatz um gut 9 Prozent auf 82,6 Millionen Euro gesteigert. Die Marke Seidensticker habe Marktanteile. Trotz der hier planmäßigen Schließungen von drei Läden sei ein gutes einstelliges Umsatzplus erzielt worden. Der operative Gewinn stieg um knapp 6 Prozent auf 3,4 Millionen Euro, das Betriebsergebnis auf 1,7 von 1,4 Millionen Euro. Dennoch schriebt die Gruppe weiter rote Zahlen, wen gleich der Verlust mit 0,7 Millionen Euro deutlich geringer war als vor Jahresfrist mit 1,25 Millionen Euro.

          Indes ist die Eigenkapitalquote auf nunmehr nur noch 5,5 Prozent gesunken. Dazu trugen neben Währungseffekten ein höherer Bilanzverlust sowie die Auflösung von Rücklagen bei. Auch die Nettofinanzverschuldung ist deutlich gestiegen, auch in Relation zum höheren operativen Gewinn.

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          Vedes gründet  Einkaufsgemeinschaft

          09.01.2015 Der Spielwarenhersteller Vedes und die Mehrbranchenverbundgruppe EK/servicegroup gründen zum 1. Februar eine Gesellschaft zum gemeinsamen Einkauf und Vertrieb. Alle Mitgliedsfirmen der EK/servicegroup können damit auf das Großhandelssortiment von Vedes zugreifen, Vedes auf Baby-Hartwaren und -Textilien sowie Schreibwaren.

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          Deutsche-Forfait-Anleihe soll gewandelt werden

          30. Dezember 2014 Der angeschlagene Außenhandelsfinanzierer Deutsche Forfait hat weitere Details zur Restrukturierung der Unternehmensanleihe bekannt gegeben. So soll diese mit Optionsrechten ausgestattet und die Anleihe so zur Wandelanleihe umgestaltet werden. Anleihegläubiger sollen die Möglichkeit erhalten, 100 bis 113 neue Aktien je 1.000 Euro Nominale zu 1,25 Euro je Stück zu erwerben. Die genaue Anzahl der Optionsrechte sei davon abhängig, inwieweit den kreditgebenden Banken Sicherheiten zu gewähren seien. Die Ausübung der Optionsrechte soll zwischen dem 27. Mai 2016 und 2020 möglich sein.

          Zudem sollen die Gläubiger bis zum 31. Dezember 2015 auf ihre Kündigungsrechte verzichten. Zum Gemeinsamen Vertreter ist der Anlegerschutzanwalt Klaus Nieding, vorgeschlagen. Die Anleihegläubiger sollen zwischen dem 20. und 22. Januar gegenüber dem Kölner Notariat Piehler abstimmen.

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          KTG Agrar stockt Anleihe auf

          29.12.2014 Der Landwirtschaftskonzern KTG Agrar hat die bis 2017 laufende Unternehmensanleihe im Rahmen einer Privatplatzierung um 10 Millionen Euro aufgestockt. Zudem wurden von der Unternehmensanleihe 2014/2019 insgesamt 35 Millionen Euro plaziert. Ursprünglich war ein Volumen von bis zu 50 Millionen Euro vorgesehen. 10 Millionen Euro davon wurden im Tausch für die 2015 auslaufende Anleihe ausgegeben. Aus den neuen Mitteln soll der Rest dieser Anleihe getilgt werden. 5 Millionen Euro sollen aus Mittelzuflüssen aus dem operativen Geschäft getilgt werden.

          Im ersten Halbjahr 2014 hat KTG Agrar das Betriebsergebnis von 12 auf 23,7 Millionen Euro gesteigert. Der Periodenüberschuss kletterte von 0,7 auf 10,6 Millionen Euro. Nach einer Rekordernte im zweiten Halbjahr erwartet das Unternehmen auch für das Gesamtjahr eine starke Ergebnisentwicklung. Im Jahr 2015 soll der Umsatz auf mehr als 250 Millionen Euro steigen.

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          Gerry Weber kauft Hallhuber

          22.12.2014 Der Textilkonzern Gerry Weber hat den Damemodespezialisten Hallhuber vom Finanzinvestor Change Capital erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Rechte und Pflichten bezüglich der Mittelstandsanleihe blieben unverändert im vollen Umfang bestehen.

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          Managementwechsel und hoher Verlust bei Karlie

          22.12.2014 Der Tierbedarfshändler Karlie tauscht zum zweiten mal in sechs Monaten das Management aus. Michael Perlitz, der im Juli Angelika Westerwelle abgelöst hatte, verlasse im besten Einvernehmen zum Jahresende das Unternehmen. Die Eigentümer bedauerten den Verlust und sprachen Perlitz Dank aus. Die Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen übernehmen Andreas Spiegel und Dominik Müser. Spiegel ist ein ehemaliger Berater des Unternehmens. Dominik Müser wurde 2013 als Vorstandsvorsitzender des Kunststoffspezialisten Balda entlassen und war 2014 kurzzeitig, bis zu dessen Insolvenz, Finanzvorstand des Chemikalienherstellers Hansa Group.

          Karlie werde aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2014 einen deutlichen Verlust hinnehmen müssen, teilte das Unternehmen zudem mit. Man gehe davon aus, dass dieser 2015 schrittweise abgebaut werden könne.

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          Beate Uhse verzichtet auf Rückkauf von Kondomeriet

          22.12.2014 Der Erotikartikelhändler Beate Uhse verzichtet auf eine Option zum Rückkauf des norwegischen Erotikartikelherstellers Kondomeriet. Das Unternehmen werde daher künftig nicht mehr in den Konsolidierungskreis des Konzerns einbezogen. Man erwarte dadurch einen nicht liquiditätswirksamen einmaligen positiven Ergebniseffekt von mehr als 2,5 Millionen Euro.

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          Senivita wird 2014 wieder mit Überschuss abschließen

          21.12.2014. Die Alten- und Behindertenheimbetreiber SeniVita Sozial wird 2014 mit einem Jahresüberschuss von rund 0,5 bis 1,0 Millionen Euro abschließen. Hintergrund sind nicht zuletzt außerordentliche Erträge aus dem Verkauf von Rechten an eine Schwestergesellschaft.

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          Golfino mit gutem Jahr 2014

          19.12.2014 Der Golfmode-Hersteller Golfino hat in dem am 30. September abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 9 Prozent auf 36,1 Millionen Euro gesteigert. Der Überschuss stieg um 2,4 Millionen Euro. Der Einstieg in den Vereinigten Staaten und China sei erfolgreich gewesen. In Europa zog sich Golfino dagegen aus teuren A-Lagen zurück. Im eigenen Einzelhandel sei der Umsatz flächenbereinigt um 10 Prozent gestiegen. Der Bekleidungshersteller hatte im Vorjahr Verluste erlitten.

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          Paragon rechnet für 2015 mit Ergebnissprung

          18.12.2014 Der Autozulieferer Paragon rechnet für das Geschäftsjahr 2015 mit einem Konzernumsatz von etwa 95 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von rund 9,5 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie im Jahr 2014. Die positive Prognose werde von einem deutlich gestiegenen Auftragsbestand von mehr als 510 Millionen Euro gestützt (Vorjahr: rund 380 Millionen Euro).

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          Mifa geht an IFA

          16.12.2014 Die Unternehmerfamilie von Nathusius hat den insolventen Fahrradhersteller Mifa aus Sangerhausen gekauft. Der Investor übernehme den gesamten Geschäftsbetrieb und alle 600 Mitarbeiter, teilte der Insolvenzverwalter mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die von Nathusius gehaltenen Unternehmen ergänzten sich in ihrer Ausrichtung. Heinrich von Nathusius hatte 1992 von der Treuhandanstalt das IFA-Gelenkwellenwerk in Haldensleben übernommen und zu einem bedeutenden Autozulieferer ausgebaut. Die IFA-Gruppe mit Standorten in Deutschland, China und den Vereinigten Staaten hat heute insgesamt 2200 Mitarbeiter. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat eine Bürgschaft übernommen, damit die landeseigene Investitionsbank einen Kredit von mehr als zehn Millionen Euro für die Sanierung der Mifa geben kann.

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          SAG Motion verschiebt Anleiheemission

          10.12.2014 Der Tankhersteller SAG Motion GmbH hat die Emission seiner geplanten Unternehmensanleihe verschoben. Grund seien die „derzeit volatilen Verhältnisse an den Anleihemärkten“, insbesondere die negative Nachrichtenlage im Markt für Mittelstandsanleihen der Tage vor der Plazierung. Dies lasse die Emission nicht mehr opportun erscheinen. Das ermögliche keine faire Bewertung der Anleiheemission. SAG Motion habe keinen unmittelbaren Handlungsbedarf und werde daher ein günstigeres Marktumfeld abwarten. Die Rating-Agentur Feri entzog das erteilte Emissionsrating aus formalen Gründen.

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          Alno vereinbart mit Lieferanten Stillhalteabkommen

          10.12.2014 Der Küchenhersteller Alno hat mit seinem größten Lieferanten Bauknecht eine längerfristige Stillhaltevereinbarung zur Regelung fälliger Lieferantenverbindlichkeiten getroffen und damit eine ältere Vereinbarung bis zum 31. März 2016 verlängert. Alno soll damit unter anderem den notwendigen Freiraum für die Durchführung der weiteren Restrukturierung erhalten.

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          Sympatex-Rating fällt auf B-

          8.12.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating der Sympatex Holding auf um zwei Stufen auf „B-„ von „B+“ gesenkt. Die verbesserte Auftragslage spiegele sich nicht in ausreichendem Maße im Zahlenwerk der Unternehmensgruppe wider. Zusätzlich sei der avisierte Unternehmenskauf zur Senkung der durchschnittlichen Fixkosten bisher nicht zustande gekommen.
          Damit verschlechterten sich die wirtschaftlichen Verhältnissen des Konzerns und die Prognosen für 2014.

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          Laurèl schlägt sich trotz Russland gut

          03.12.2014 Der Modehersteller Laurèl hat im Ende Oktober abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr 2014/2015 den Umsatz um 8,8 Prozent auf 21,6 Millionen Euro gesteigert. Unter Einbeziehung der Laurèl Asia ergibt sich ein um 9,5 Prozent höherer Gruppenumsatz von 23,1 Millionen Euro. Operativ ergab sich ein Gewinn von 100.000 Euro nach einem Verlust von 300.000 Euro in der Vorjahresperiode.

          Dagegen ist die Nettofinanzverschuldung aufgrund des Abschmelzen des Barmittelbestands deutlich gestiegen und die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt deutlich von mehr als 13 auf weniger als 10 Prozent gefallen. Laurèl weist kein Reinergebnis aus und legt keine Kapitalflussrechnung vor.

          Mit der Eröffnung zweier Läden in Wiesbaden und Berlin sei die Expansion im deutschen Einzelhandel weitestgehend abgeschlossen. In Russland und der GUS wird die Entwicklung maßgeblich von der Rubel- und Bankenkrise sowie der Konsumzurückhaltung beeinflusst. Man werde die Partner ressourcenschonend unterstützen, um möglichst keine Kunden zu verlieren. Im Gesamtjahr will Laurèl durch deutliches Wavchstum außerhalb Russlands die negativen Effekte aus dieser Region kompensieren und einen operativen Gewinn erwirtschaften. Dies sei aber abhängig von externen geopolitischen, währungstechnischen und konjunkturellen Einflussfaktoren.

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          Mifa-Vorstand Mayer gibt nach 8 Wochen auf

          28.11.2014 Der erst am 1. Oktober ins Amt gekommene Vorstandsvorsitzende des Fahrradherstellers Mifa, Thomas Mayer, hat mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt. Der vorläufige Insolvenzverwalter habe durch sein Verhalten und seine Maßnahmen den weiteren Verbleib Mayers unzumutbar gemacht. Der Aufsichtsrat nehme die Amtsniederlegung mit großem Bedauern an. Neuer Chef wird jetzt Olaf Grothey, ehemaliger Arbeitsdirektor und Vorstand beim Automationstechniker Sartorius. Es ist dies nun schon der dritte vorzeitige Abgang eines Mifa-Vorstands innerhalb von acht Monaten. Großaktionär Carsten Maschmeyer hat mittlerweile einen Großteil seiner Aktien abgegeben und hält nur noch 14,84 Prozent der Stimmrechten.

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          Käufer für operative Zamek-Töchter

          28.11.2014 Der auf Krisenunternehmen spezialisierte Finanzinvestor Dricon Capital will die drei operativen Tochtergesellschaften des insolventen Tütensuppen-Herstellers Zamek übernehmen. Eine entsprechende Investorenvereinbarung sei unterzeichnet. Damit sei man der angestrebten Sanierungslösung einen entscheidenden Schritt näher, heißt es von der derzeitigen Unternehmensleitung von Metzeler von der Fecht Consult. Dricon wolle den Geschäftsbetrieb unter dem Namen Zamek fortführen, sagt Dricon-Vorstand Johannes Book. Wie von Beobachtern vermutet (siehe Ticker vom 25.11.2014), haben die Tochtergesellschaften mit der Holding, die seinerzeit eine Anleihe begeben hatten, eine Vereinbarung über den Ausgleich wechselseitiger Forderungen geschlossen. Das stelle auch die Zahlung einer Quote an die Anleihegläubiger sicher.

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          Golden-Gate-Gläubiger können auf drei Viertel hoffen

          28.11.2014 Die Anleihegläubiger des insolventen Immobilienunternehmens Golden Gate können nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters Axel Bierbach voraussichtlich mit einer Rückzahlung von 53 bis 78 Prozent ihrer Forderungen rechnen. Dies sei eine erste vorläufige und unverbindliche Einschätzung und beruhe auf dem derzeitigen Kenntnisstand des. Die in Zukunft festzulegende tatsächliche Befriedigungsquote könne erheblich von dieser ersten Einschätzung abweichen, insbesondere weil sich im weiteren Verlauf des Verfahrens neue Erkenntnisse über die zur Verfügung stehenden Vermögensgegenstände und Ansprüche sowie deren Bewertung ergeben könnten.

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          Weltreise von MS Deutschland abgesagt

          27.11.2014 | Die geplante Weltreise der „MS Deutschland“ vom 18. Dezember 2014 bis zum 1. Mai 2015 ist abgesagt. Dies gab der vorläufige Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber bekannt. Man habe keinen Investor gefunden, der in der Kürze der Zeit ausreichende Finanzierungsnachweise habe liefern können und man dürfe nicht riskieren, dass eine unverbindliche Finanzierungszusage nach Vertragsschluss doch noch platze. Es gebe weiter zahlreiche Interessenten für Schiff und Reederei. Erklärtes Ziel sei, den Fahrtbetrieb der Deutschland im Frühjahr 2015 wieder aufzunehmen. Gäste, die bereits Zahlungen für die Weltreise oder deren Teilstrecken erbracht haben, erhalten diese über den Kundengeldabsicherer zurückerstattet.

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          Callista beim „Traumschiff“ aus dem Rennen

          26.11.2014 Der Kreis der Bieter für die als ZDF-“Traumschiff“ bekannte „Deutschland“, deren Betreibergesellschaft insolvent ist, hat sich nach Angaben von Andreas Jung, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters, auf vier Interessenten verengt. Mit diesen werde verhandelt. Alle hätten Gebote für das Schiff und die Reederei Peter Deilmann abgegeben. Nicht mehr im Rennen ist der Alteigentümer Callista. Andere Interessenten hätten mehr als dreimal soviel geboten, sagte Jung. Wer die Interessenten sind und wie viel Geld sie geboten haben, sagte Jung nicht. Insgesamt acht Investoren haben Interesse bekundet. Vier von ihnen hatten allerdings nur Gebote für das Schiff abgegeben. „Diese Gebote sind zunächst zurückgestellt worden“, sagte Jung. Eine für Mittwoch avisierte Entscheidung wurde auf Donnerstagabend verschoben, unter anderem weil Investoren aus Übersee für die Nacht den Versand weiterer verbindlicher Angebote zugesagt hätten. Diese müssen noch bis zum Abend des 27. Novembers geprüft werden.

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          Gute Nachfrage nach neuer German-Pellets-Anleihe

          26.11.2014 Der Holzpellethersteller German Pellets hat seine neue Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 100 Millionen Euro vollständig plaziert. Der Großteil ging im Rahmen einer Privatplazierung an institutionelle Investoren. Mit 74 Millionen Euro habe das Interesse der Investoren das ursprünglich avisierte Volumen für Neuzeichnungen von bis zu 50 Millionen Euro deutlich übertroffen.“ Mit den neu zufließenden Mitteln will das Unternehmen die Produktion in den Vereinigten Staaten vergrößern. Zusätzlich wurde ein Volumen von knapp 26 Millionen Euro, mithin 32 Prozent, von Anlegern der 2011 begebenen Anleihe eingetauscht.

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          Schwache Hoffnung für Zamek-Anleger

          25.11.2014 Der Insolvenzverwalter des Tütensuppenherstellers Zamek hat mit dem Eigenverwalter und dem Sachwalter der operativen Tochtergesellschaften eine Rückübertragung der von diesen Gesellschaften an die Muttergesellschaft übertragenen Betriebsimmobilie zugestimmt. Die Vereinbarung wurde bereits notariell umgesetzt. Die Gläubigerausschüsse haben dem Abschluss der Vereinbarung zugestimmt. Marktteilnehmer schließen aus der vergleichsweise schnellen Einigung, dass es womöglich einen Käufer für die operativen Gesellschaften gibt und diese die Forderungen der Holding anerkannt haben, um den Verkauf zu ermöglichen. Gläubiger könnten womöglich auf eine Rückzahlung von bis zu 20 Prozent der Nominale hoffen.

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          Rating von René Lezard sinkt auf „B+“

          25.11.2014 Die Rating-Agentur Creditreform AG hat die Bonitätsnote des Modeherstellers René Lezard um eine Stufe auf „B+“ gesenkt. Die Agentur reagiert damit auf die Halbjahreszahlen des Unternehmens (Ticker vom 21.11.2014).

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          René Lezard mit schwachem Halbjahr

          21.11.2014 Der Modehersteller René Lezard hat im ersten Geschäftshalbjahr, das Ende September abläuft, einen Umsatzrückgang gegenüber der Vorjahresperiode von mehr als 13 Prozent auf 22,6 Millionen Euro verbucht. Neben geplanten Flächenreduzierungen im Rahmen von Verkleinerungen und Schließungen sei auch der Umsatz im Großhandel zurückgegangen. Im zweiten Halbjahr soll der Umsatz aber wieder wachsen. Insgesamt hätten die Resultate unterhalb der Erwartungen gelegen, da die sehr milde Witterung zu einer Kaufzurückhaltung geführt habe. Das Unternehmen rutschte auch operativ in die roten Zahlen und schloss das Halbjahr mit einem Verlust von 1,7 Millionen Euro ab. Aus dem operativen Geschäft flossen 2,4 Millionen Euro ab.

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          S&P stuft Grand City Properties auf BBB- hoch

          21.11.2014 Die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) hat das Rating des Immobilienunternehmens Grand City Properties von „BB+“ auf „BBB-„ angehoben. Das Rating gelte sowohl für das Unternehmen als auch für die Anleihen und Wandelanleihen. S&P verweist auf das verbesserte Geschäftsprofil als Folge des verstärkten Fokus auf einen stabilisierten Bestand rentabler Immobilien, des Portfolioausbaus auf rund 2,2 Milliarden Euro sowie der verbesserten geographischen Streuung über mehrere deutsche Ballungsgebiete.  S&P hat die Finanzprognosen für 2014-2015 nach oben korrigiert und dabei die jüngsten Akquisitionen und Refinanzierungen der Gesellschaft sowie die niedrigeren durchschnittlichen Fremdkapitalkosten berücksichtigt.

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          Rickmers-Rating fällt auf „CCC“

          19.11.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote der Muttergesellschaft des Schifffahrtskonzerns Rickmers um drei Stufen von „B“ auf „CCC“ gesenkt. Creditreform begründet die neue Bewertung mit den weiter zur Refinanzierung stehenden 2015 bzw. 2016 fälligen Bankdarlehensteilen sowie der verhaltenen Markt- und einer entsprechenden operativen Ergebnisentwicklung.

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          Sic-Processing-Kläger ziehen abermals den Kürzeren

          18.11.2014 Auch die 6. Kammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth wird wohl die Prospekthaftungsklage gegen den ehemaligen Geschäftsführer des insolventen Photovoltaik-Unternehmens SiC Processing abweisen. Das teilte die Anwaltskanzlei des Beklagten mit. Wie schon die 10. Kammer zweifelt auch die 6. Kammer an der Qualifizierung des Beklagten als Prospektveranlasser. Außerdem bestünden erhebliche Zweifel, ob überhaupt ein Prospektfehler vorliege. Das Gericht hatte ursprünglich die Klagen für möglicherweise begründet gehalten. Eine Entscheidung soll Ende Januar verkündet werden.

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          Bastei Lübbe AG mit deutlichen Gewinnrückang

          14.11.2014. Der Verlag Bastei Lübbe hat im ersten Geschäftshalbjahr des Jahres 2014/2015 einen Umsatzrückgang um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 49,2 Millionen Euro verzeichnet. Das liege im Rahmen der internen Planung. Grund seien ein hoher Umsatz und Ergebnisbeitrag aus dem im Mai 2013 veröffentlichten Bestseller „Inferno“ im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2014 habe ein solcher Blockbuster gefehlt. Das Betriebsergebnis fiel um 77 Prozent auf 1,6 Millionen Euro, das Reinergebnis um 95 Prozent auf nur noch 220.000 Euro. Ursache sei ein höherer Materialaufwand für drei Bücher mit hohen Auflagen.
          Operativ flossen 4,1 Millionen Euro ab, nach einem Zufluss in gleicher Höhe im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich seien ein Anstieg der Vorräte und Forderungen. Das Segment „Non-Book“ habe einen deutlichen Anstieg der Umsätze um 43,8 Prozent auf 8,2 Millionen Euro verzeichnet. Grund sei die Erstkonsolidierung der Daedalic Entertainment GmbH, aber auch ein höherer Umsatz von Räder.

          Das Weihnachtsgeschäft sei erfreulich angelaufen. Im Geschäftsjahr werde der Umsatz leicht steigen. Das operative Ergebnis werde leicht fallen. Grund seien teilweise vorgezogene Investitionen in die digitale Internationalisierung.

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          Beckstein wird nicht Gläubigervertreter bei „MS Deutschland“

          10.11.2014 Am 12. November 2014 findet in München die zweite Gläubigerversammlung der Betreibergesellschaft des Traumschiffs MS Deutschland statt. Das Unternehmen befindet sich derzeit im vorläufigen Insolvenzverfahren. Bei dieser Versammlung soll der Gemeinsame Vertreter des Gläubigerausschusses gewählt werden. Der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein, der ursprünglich vom Unternehmen vorgeschlagen wurde, wird dabei nicht mehr kandidieren, sondern Stefan Ulrich von der STU Management Partners. Dieser soll mit umfangreichen Ermächtigungen hinsichtlich der für die Anleihegläubiger bestellten Schiffshypothek ausgestattet werden, die für den Erhalt des Schiffes und die Verwertung der Sicherheit notwendig seien. Für diese Ermächtigungen sei eine Mindestpräsenz von 50 Prozent und eine qualifizierte Mehrheit notwendig.

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          Alno durfte Vorstandschef feuern

          10.11.2014 Das OLG Düsseldorf hat die Klagen des ehemaligen Vorstandschef Jörg Deisel des Küchenherstellers Alno gegen seine außerordentliche Kündigung im April 2011 abgewiesen. Damit erhält das Unternehmen nach eigener Mitteilung rund 2,6 Millionen Euro zurückerstattet, die es aufgrund von früheren erstinstanzlichen Urteilen und einer unverbindlichen Interimsvereinbarung bereits ausbezahlt worden waren. Darüber hinaus könne Alno AG Zinsen und Verfahrenskosten von mehreren hunderttausend Euro geltend machen. Der Streitwert beider Verfahren belief sich auf rund 6,5 Millionen Euro.

          Im Zusammenhang mit dem damaligen Unternehmenskonzept 2013 liege ein grober, vertrauenszerstörender Pflichtverstoß vor, der dazu geführt hat, dass der Beklagten eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses mit dem Kläger nicht zumutbar gewesen sei, heißt es im Urteil. Deisel habe den Aufsichtsrat im September 2009 im Zusammenhang mit dem damaligen Unternehmenskonzept 2013 nicht richtig und vollständig informiert.

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          Ferratum will an die Börse

          07.11.2014 Ferratum, Anbieter von Konsumentenkrediten via Handy will an die Börse. Ziel ist der Regulierte Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Ferratum vergibt Kredite in Höhe von 25 bis 2.000 Euro über das Internet oder mobile Endgeräte. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Ferratum die Geschäftstätigkeit mittelfristig auf 30 Länder ausweiten und eine Multi-Banking App einführen. Diese soll als zentrale Plattform für alle bestehenden Produkte von Ferratum dienen und die Möglichkeit bieten, ein Girokonto zu eröffnen sowie Produkte von Drittanbietern anzubieten.

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          German Pellets begibt neue Anleihe

          07.11.2014 Der Hersteller und Händler von Holzpellets, German Pellets, will eine neue Unternehmensanleihe im Prime Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse begeben. Diese soll ein Volumen von bis zu 130 Millionen Euro haben und  umfasst ein freiwilliges Umtauschangebot für die am 1. April 2016 fällige Mittelstandsanleihe über 80 Millionen Euro. German Pellets plant weiter, den Nettoerlös zum einen für die vorzeitige Refinanzierung einzusetzen. Darüber hinaus sollen die amerikanischen Produktionsstandorte weiter ausgebaut werden. Mit der geplanten Notiz im Prime Standard, dem Qualitätssegment für Anleihen der Frankfurter Wertpapierbörse, fühle man sich gut aufgehoben und könne Anlegern eine hohe Transparenz und gute Handelbarkeit bieten. Perspektivisch prüfe man weitere Finanzierungsinstrumente außerhalb des Anleihesegments.

          Inhaber der 2016 fälligen Anleihe sollen ihre Teilschuldverschreibungen 1:1 in neue Teilschuldverschreibungen umtauschen können. Zusätzlich sollen sie je Teilschuldverschreibung 25 Euro in bar sowie die Stückzinsen erhalten. Die Umtauschfrist soll bis zum 21. November laufen. Die Alt-Anleihe kann zudem jederzeit ganz oder teilweise durch Kündigung der German Pellets zum Preis von 100,5 Prozent zurückerworben werden.

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          Hörmann-Rating fällt auf „BB“

          03.11.2014 Die Rating-Agentur Euler Hermes hat die Bonitätsnote des Autozulieferers Hörmann Finance von „BB+“ auf „BB“ gesenkt. In den kommenden zwölf Monaten könne das Rating weiter sinken. Ausschlaggebend seien zunehmende Geschäfts- und Finanzrisiken. Investitionen, zunehmende finanzielle Verflechtungen mit anderen Gesellschaften der Hörmann Gruppe sowie die schwache Ertragsentwicklung in Folge deutlich geringerer Abrufe im Bereich schwerer LKW hätten zu einer Abschwächung der Kapitalstruktur und finanziellen Flexibilität geführt.

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          Air-Berlin-Chef tritt zurück

          03.11.2014 Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin tauscht ihre Führung aus. Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer tritt zum 1. Februar 2015 zurück. Er lege sein Amt auf eigenen Wunsch nieder, erklärte die Airline am Montag in Berlin in einer Pflichtmitteilung für die Börse. Prock-Schauer werde dem Management Board der Fluggesellschaft aber weiter als Chefstratege angehören.
          Als Nachfolger nominierte die Fluggesellschaft den Airline-Manager Stefan Pichler. Der Österreicher Prock-Schauer war erst im Januar 2013 auf den Chefsessel der Fluggesellschaft gerückt. Er hatte den jetzigen Berliner Flughafenchef Hartmut Mehdorn abgelöst. (dpa)

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          SAG-Gläubiger können mit 50 Prozent rechnen

          31.10.2014. Die insolvente S.A.G. Solarstrom wird nach dem nunmehr rechtskräftigen Verkauf der Vermögenswerte an die SF Clean Energy ihre Aktien von der Börse zurückziehen. Damit soll der Verwaltungs- und Kostenaufwand reduziert werden. Das Delisting wird voraussichtlich sechs Monate nach der Entscheidung der Börse wirksam. Die zurückbleibende Gesellschaft soll abgewickelt werden. Aus dem verkauf an SF werden der AG 65 Millionen Euro zufließen. Gläubiger könnten nach derzeitigem Stand mit einer Insolvenzquote von annähernd 50  Prozent rechnen. Dieser Wert könne sich aber noch deutlich ändern. Aktionäre werden aus der Abwicklung der Gesellschaft keine Rückflüsse erhalten.

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          Homann-Rating fällt auf „B“

          29.10.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Holzwerkstoffbearbeiters Homann von „BB-„ auf „B“ gesenkt. Maßgeblich seien eine negative Ergebnisentwicklung gestiegene bilanzielle Risiken aufgrund hoher Investitionen in den zweiten polnischen Standort Krosno/Oder. Insbesondere Eigenkapital- und Verschuldungskennziffern hätten sich deutlich verschlechtert. Die planmäßige Umsetzung der Investitionen bleibe darüber hinaus abzuwarten. Für das laufende Geschäftsjahr gehen die Analysten von einem negativen Jahresergebnis aus dem operativen Geschäft bei stabiler Finanzlage aus. Damit berücksichtigt die Agentur die aufgrund der hohen Investitionen gestiegenen bilanziellen Risiken.

          Homann hatte zwar im ersten Halbjahr den Umsatz gesteigert und das Ergebnis verringert. Jedoch war die Nettoverschuldung um zwei Drittel gestiegen und die Eigenkapitalquote unter zehn Prozent gefallen.

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          Adler Real Estate erhöht Kapital

          29.10.2014 Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate hat sein Kapital um rund 10 Prozent auf 31,42 Millionen Euro erhöht und durch den Verkauf neuer Aktien brutto 21 Millionen Euro eingenommen. Die Erlöse sollen der Finanzierung des Eigenkapitalanteils bei der Akquisition weiterer Immobilienportfolien dienen.

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          Mifa-Gläubiger können offenbar auf mehr hoffen

          29.10.2014 Nach einem Bericht des Magazins „Finance“ könnte der Verkauf des Firmengrundstücks an den Landkreis Mansfeld-Südharz im April ungültig sein. Der damalige Sanierungsvorstand Hans-Peter Barth sei seinerzeit womöglich noch nicht vertretungsbefugt gewesen. Dadurch könnte das Grundstück in die Insolvenzmasse zurückfallen. Der Landkreis würde zum normalen Gläubiger. Zudem vermeldet das Magazin, dass der ehemalige Alleinvorstand Peter Wicht mittlerweile für die Hero-Gruppe tätig sei. Diese hatte Mifa übernehmen wollen, die Verhandlungen scheiterten jedoch. Wicht gilt als verantwortlich für die Fehlbilanzierungen, die zur Insolvenz des Fahrradherstellers geführt hatten.

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          Rating von More & More fällt auf „CCC“

          24.10.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Modeherstellers More & More von „B-„ auf „CCC“ gesenkt. Grund seien die vom Unternehmen vorgelegten Unterlagen zur unterjährigen Entwicklung. Trotz eines leicht positiven Trends im Geschäftsverlauf und Liquiditätsspritzen eines neuen strategischen Investors, habe das Unternehmen auch aufgrund von Investitionen weitere Liquiditätsmaßnahmen ergreifen müssen. Deren noch nachzuweisende vollständige Umsetzung sowie der geplante Ergebnisbeitrag aus dem letzten Quartal des Kalenderjahres 2014 sei wesentlich für den Erhalt der finanziellen Stabilität des Unternehmens.

          More & More hatte im ersten Halbjahr den Umsatz um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Allerdings stieg auch der Verlust sowohl unter dem Strich, als auch auf operativer Basis. Die Nettofinanzverschuldung stieg um mehr als 60 Prozent. Das Unternehmen verfügt zwar mittlerweile über Eigenkapital, doch liegt die Quote nur bei wenig mehr als einem Prozent.

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          Anleihegläubiger der Deutschen Forfait müssen offenbar bluten

          17.10.2014 Obwohl der Außenhandelsfinanzierer DF Deutsche Forfait von der Sanktionsliste der amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) entfernt worden ist, sollen die Anleihegläubiger des Unternehmens offenbar auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Zur Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit sei weitreichende Kapitalmaßnahmen notwendig, hieß es. Auch die Anleihegläubiger müssten einen Beitrag zur Restrukturierung leisten.

          Im Februar war das Unternehmen wegen angeblicher Verstöße gegen Iran-Sanktionen auf die Liste gesetzt worden und konnte keine Geschäfte in amerikanischen Dollar mehr tätigen, so dass das Geschäft in hohem Umfang zum Erliegen kam. Nunmehr erfolgte die Streichung ohne Strafzahlung. Die Deutsche Forfait garantiert im Gegenzug, keine Verbindungen zu Parteien zu unterhalten, die auf der Liste geführt werden. Darüber hinaus verpflichtete sich das Unternehmen, ein Compliance-System einzuführen, das im Einklang mit amerikanischem Sanktionsrecht steht, Mitarbeiter entsprechend zu und korrespondierende Berichtspflichten zu erfüllen.

          Der Vorstand werde kurzfristig die Eckdaten und den Zeitplan seines Konzepts zum Neustart und zur Rückkehr der Gesellschaft in die Gewinnzone vorlegen. Die geforderte Erweiterung des Compliance Systems sei schon im März erfolgt.

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          Deutsche Forfait mit hohem Verlust

          14.10.2014 Der bedrängte Außenhandelsfinanzierer DF Deutsche Forfait hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf Basis vorläufiger Geschäftszahlen einen Verlust von rund 9 Millionen Euro verbucht. In der Vorjahresperiode hatte DF einen Gewinn von 1,3 Millionen Euro verbucht, im Jahr 2012 von 2,1 Millionen Euro.

          Darin enthalten sind einmalige Sonderaufwendungen für Rechtsberatung und sonstige Beratungsleistungen im Volumen von Euro 1,5 Millionen, die im Zusammenhang mit der Notierung der Gesellschaft auf der Sanktionsliste des Office of Foreign Assets Control (OFAC) stehen. Diese Notierung erschwert es dem Unternehmen derzeit in hohem Maße, Geschäften nachzugehen. Das Eigenkapital reduzierte sich aufgrund des Verlusts auf rund Euro 2,2 Millionen (30. September 2014). Der Vorstand wird die Aktionäre auf der morgigen außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft in Köln über die Geschäftslage informieren.

          Neuer Großaktionär ist der Brite Mark West, der 23,26 Prozent der Stimmrechte hält. Dagegen hat Shahab Manzouri, der über die panamesische Gesellschaft Primrose mehr als 20 Prozent an der DF hielt, seine Anteile abgegeben. Manzouri hatte seinerseits im Juli 2013 die Anteile von der Bank M.M.Warburg übernommen. Im Geschäftsbericht war dies als langfristiges, strategisches Investment eines Geschäftspartners bezeichnet worden. Über Mark West ist nichts bekannt.

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          Seidensticker-Rating sinkt auf „B+“

          14.10.2014 Die Rating Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Hemdenherstellers Seidensticker um zwei Stufen auf „B+“ gesenkt. Maßgeblich hierfür sei die im Trend schwache Ertragsentwicklung, die entgegen den Planungen im Geschäftsjahr 2013/2014 zu einem deutlichen Verlust geführt habe. Damit verschlechterte sich auch die Nettofinanzsituation, allerdings ohne die Liquidität des Unternehmens zu gefährden. Bei einem moderaten Umsatzanstieg erwarte Seidensticker für das laufende Geschäftsjahr wieder ein ausgeglichenes Ergebnis.

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          Bastei-Lübbe-Mehrheitsaktionär Stefan Lübbe verstorben

          14. Oktober 2014 Der Mehrheitsaktionär des Bastei-Lübbe-Verlags, Stefan Lübbe ist am Montag unerwartet gestorben. Der 57jährige Verleger sei in Südfrankreich einem Herzinfarkt erlegen, teilte das Unternehmen mit. Lübbe hatte 2013 die operative Führung dem Vorstand übergeben. Seine Ehefrau Birgit Lübbe übernehme das verlegerische Erbe und wahre die unternehmerischen Interessen der Familie.

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          Golden Gates Ex-Geschäftsführer soll zahlen

          13.10.2014 Der vorläufige Insolvenzverwalter der Immobiliengesellschaft Golden Gate, Axel Bierbach, hat am Montag Ansprüche aus der Patronatserklärung des früheren Geschäftsführers Uwe Rampold geltend gemacht. Dieser hatte sich im Zuge der Emission der Unternehmensanleihe im März 2011 für den Fall, dass die Golden Gate GmbH Zins oder Tilgung nicht leisten könne, verpflichtet auf Anforderung die Gesellschaft mit den erforderlichen Mitteln auszustatten. Es sei allerdings sehr zweifelhaft, ob Rampold persönlich in der Lage sein werde, seiner Verpflichtung aus dem Patronat vollumfänglich nachzukommen.

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          Deutsche Balaton will Mifa retten

          13.10.2014 Der aus Zeiten des neuen Marktes bekannte Finanzinvestor Deutsche Balaton will den insolventen Fahrradhersteller Mifa retten. Das berichtet das Magazin „Finance“ auf seinen Internet-Seiten. Die Deutsche Balaton will zu diesem Zweck eine Optionsanleihe über 7,5 Millionen Euro zeichnen. Weitere 7,5 Millionen Euro sollen Anleihengläubiger und Aktionäre aufbringen. Der Kapitalschnitt soll mit einem Verhältnis von 5 zu 1 niedriger ausfallen. Nach dem Kapitalschnitt sollen die Altaktionäre eine Kapitalerhöhung auf das frühere Niveau zeichnen. Rund 7,8 Millionen Aktien sollen zu einem Bezugspreis von 1 Euro angeboten werden.

          Die Anleihegläubiger ihrerseits sollen auf 60 Prozent ihrer Tilgungsforderungen von 30 Millionen Euro nominal sowie die aufgelaufenen Zinsen von rund 2 Millionen Euro verzichten, je 1.000 Euro Nominalwert 45 Aktien und Bezugsrechte über 2,5 Millionen neue Aktien erhalten. Bei einer vollständigen Wahrnehmung der Bezugsrechte kämen die Anleihegläubiger auf 27 Prozent der Aktien und auf rund 10 Prozent, sofern sie die Option nicht wahrnehmen.

          Darüber hinaus sollen sie für die geplante Optionsanleihe Bezugsrechte von 100 Prozent erhalten. Sofern sie diese nicht wahrnehmen, kommt die Deutsche Balaton zum Zug. Die Anleihe sei über 3 Jahre zu einem Kupon von 4 Prozent geplant. Das könne sich aber noch ändern. Besichert werden soll die Anleihe mit den freien Sicherheiten in Höhe von 5 Millionen Euro aus dem verfügbaren beweglichen Anlagevermögen. Die Anleihe ist verbunden mit Optionsrechten im Volumen von 5,25 Millionen Aktien.

          Der Ausstieg des Investors Hero Cycles soll eine Folge der Entlassung von Vorstandschef  Hans-Peter Barth gewesen sein. Dem sei ein Streit mit Aufsichtsrat Utz Claassen, dem Vertreter von Großaktionär Carsten Maschmeyer vorausgegangen.

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          Zweite Gläubigerversammlung der MS „Deutschland“ am 12. November

          10.10.2014 Die Betreibergesellschaft des Traumschiffs „MS „Deutschland“ hat für den 12. November eine zweite Anleihegläubigerversammlung einberufen. Eine erste Versammlung war nicht beschlussfähig gewesen. Diese soll über die Bestellung eines gemeinsamen Vertreters, eine Zinsstundung und den vorübergehenden Ausschluss von Kündigungsrechten entscheiden. Als gemeinsamer Vertreter wird weiterhin der ehemalige Ministerpräsident Günther Beckstein vorgeschlagen.

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          Enterprise Holdings verringert Verlust

          10.10.2014 Der Verlust des Spezialversicherers Enterprise Holdings ist in dem im März endenden Geschäftsjahr 2013/2014 von knapp 13 auf 5,8 Millionen Pfund gefallen. Im operativen Versicherungsgeschäft wurde ein Gewinn von 9,3 Millionen Pfund erzielt. Das Versicherungsprämienvolumen sei um 13,3 Prozent auf 152,7 Millionen Pfund gestiegen, der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft auf 15,6 von 1,3 Millionen Pfund.

          Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Enterprise eine in etwa unveränderte Entwicklung der Prämieneinnahmen und einen Anstieg der Profitabilität. Basierend auf der aktuellen Planung sowie den vorliegenden Anfragen zu neuen Versicherungsverträgen gehe man davon aus, „die notwendigen Ergebnisse und Cashflows zur Bedienung der Zinsen der Anleihe sowie deren Rückführung zu erwirtschaften.“

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          Mifa entlässt Restrukturierungsvorstand

          09.10. 2014 Nachdem der insolvente Fahrradhersteller Mifa vor drei Wochen den Vorstandsvorsitzenden ausgetauscht hat, muss nun auch Restrukturierungsvorstand Stefan Weniger gehen. Weniger wurde vom Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung abberufen, so dass der seit dem 1. Oktober amtierende Vorstandsvorsitzende Thomas Mayer bis auf Weiteres Alleinvorstand ist. Laut dem Magazin Finance bleibt Weniger indes als Sanierer an Bord.

          Offenbar sieht man bei Mifa das letzte Wort in Sachen Regelinsolvenz als nicht gesprochen an. Die vorläufige Insolvenzverwaltung bleibe „zunächst“ unberührt, teilte das Unternehmen mit und ließ wissen, dass der Beschluss des Gerichts „noch nicht rechtskräftig“ sei.

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          Mifa geht in die Regel-Insolvenz

          08.10.2014 Das Amtsgericht Halle (Saale) hat die Eigenverwaltung der Insolvenz des Fahrradherstellers Mifa mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Sachwalter  Lucas Flöther wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Damit reagierte das Amtsgericht auf ein einstimmiges Votum des vorläufigen Gläubigerausschusses. Produktion und operatives Geschäft liefen unverändert weiter. Die positive Entwicklung der Marktseite bilde eine gute Basis für die bevorstehende Sanierung. Der Prozess der Investorensuche werde in Kürze starten.

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          MT Energie meldet Insolvenz an

          08.10.2014 Der Biogasanlagenbauer  MT-Energie hat am Mittwoch beim Amtsgericht Tostedt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung und drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften würden unter Umständen ebenfalls Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen müssen, teilte das Unternehmen mit.

          Das Magazin Finance schreibt, dass offenbar Banken den Kurs des Unternehmens nicht weiter mittragen wollten und Kredite fällig stellten. Denn eigentlich war ein Tausch von Schulden in Eigenkapital bereits vereinbart. Dem Vernehmen nach habe es aber wohl Zweifel an der positiven Fortführungsprognose gewesen.

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          Gläubigerversammlung der MS Deutschland nicht beschlussfähig

          08.10.2014 Die Gläubigerversammlung des Traumschiffbetreibers MS Deutschland ist mit nur 44 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen nicht beschlussfähig gewesen. In Kürze soll eine zweite Gläubigerversammlung einberufen werden, bei der eine Beschlussfähigkeit bei Anmeldungen von mehr als 25 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen gegeben ist.

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          KSW-Anleihe nicht vollständig plaziert

          06.10.2014 Das Immobilien-Unternehmen KSW hat seine Immobilienanleihe im Volumen von 22 Millionen Euro plaziert. Ursprünglich geplant war ein Volumen von 25 Millionen Euro. Ab dem 7. Oktober soll die Anleihe im Frankfurter  Entry Standard für Anleihen gehandelt werden. Die Anleihe dient der Baufinanzierung des Hotel- und Restaurantprojekts „Kosmos-Ensemble“ in Leipzig (vgl. Ticker vom 15. September 2014). „Auch wenn wir nicht das Maximalvolumen von 25 Millionen Euro erreicht haben, freuen wir uns über das große Interesse der Investoren an unserem Bauprojekt. Wir können nun planmäßig mit dem Bau beginnen, der Spatenstich ist für den 17. Oktober 2014 angesetzt“, sagt Jörg Zochert, Geschäftsführer der KSW Immobilien. „Zu gegebener Zeit werden wir verschiedene Alternativen zur Vervollständigung der Finanzierung prüfen, wie zum Beispiel die Ausweitung der Kontokorrentlinie oder die Hinzunahme von weiterem Eigenkapital“, so Zochert weiter.

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          Bastei Lübbe AG unterzeichnet langfristigen Vertrag mit Amazon

          06.10.2014 Der Bastei-Lübbe-Verlag hat mit dem Online-Kaufhaus  Amazon einen Langfristvertrag für den Vertrieb elektronischer Bücher in Deutschland und in internationalen Märkten abgeschlossen. Damit erhalte Bastei Lübbe ab sofort direkten Zugang zu E-Book-Lesern in mehr als 200 Ländern.

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          Steilmann-Boecker plaziert neue Anleihe

          05.10.2014 Der Modehändler Steilmann-Becker hat im September via Privatplazierung eine neue Anleihe im Volumen von 33 Millionen Euro begeben. Zeichner seien institutionelle Investoren. Der neue -Bond wird mit jährlich 7 Prozent verzinst und ist im September 2018 fällig. Der Nettoemissionserlös soll vornehmlich in weiteres Wachstum fließen. Steilmann-Boeker hatte 2012 eine Anleihe im Volumen von 30 Millionen Euro begeben.

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          Sanochemia-Rating sinkt auf „B“

          01.10.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Pharmazie-Unternehmens Sanochemia von „B+“ auf „B“ gesenkt. Grund sei der Ausblick auf Geschäftsjahr 2013/2014, nach welchem das Betriebsergebnis maximal ausgeglichen sein werde. Die Liquiditätslage sehe man aktuell als angespannt, allerdings nicht als bestandsgefährdend an. Außerdem sei die Eigenkapitalausstattung weiter gut. Positiv wertete Creditreform auch die Akkreditierung der Produktionsanlage in Neufeld a.d. Leitha durch die amerikanische Aufsichtsbehörde FDA. Für das aktuelle Geschäftsjahr (2014/2015) erwarte man im günstigen Fall eine Stabilisierung der Geschäftsentwicklung.

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          Creditreform senkt Rating von MT-Energie auf „C“

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          30.09.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Biogasanlagenbauers MT-Energie von „B-„  auf „C“ gesenkt. Hintergrund sei die andauernde negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die zu abermaligen Covenant-Brüchen zum Jahresende führen dürften. Auf Basis der aktualisierten Fortführungsprognose sei für Anfang Oktober eine Gläubigerrunde einberufen worden, bei der ein Teilverzicht der Gläubiger nicht ausgeschlossen werden könne. Das entspräche per Definition einem Teilausfall der Anleihe.

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          Creditreform senkt Rating von Eyemaxx

          01.10.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote zweier Anleihen des Projektentwicklers Eyemaxx auf „BBB-„ und das Unternehmensrating auf „BB-„ gesenkt. Hintergrund sei die Neuverschuldung durch eine neue Anleihe in Höhe von 8 Millionen Euro. Nach durchschnittlicher Betrachtung von gestressten Szenarien reichten die erwarteten Rückzahlungsquoten noch aus, um die Anleihen vollständig zurückzuführen.

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          VST Building Technologies gibt Generalunternehmer-Geschäft auf

          30.09.2014 Der Bauelementehersteller VST hat das Generalunternehmer-Geschäft aufgegeben und konzentriert sich auf die Produktion von Bauelementen wie Wände und Decken, das Rohbaugeschäft, das Engineering sowie die Lizenzvergabe und den Verkauf von Werksanlagen. Durch die Umstellung des Geschäftsmodells und die negativen Effekte aus dem GU-Segment werde das Ergebnis 2014 nochmals belastet. Im Zuge dessen werde auch der vermeldete Auftrag zur Errichtung der Seniorenresidenz in Neunkirchen nicht umgesetzt. Kosten entstünden nicht.

          Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 22 Prozent auf 11,6 Millionen Euro. Der Betriebsverlust stieg auf 1,2 Millionen Euro von 0,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013, der Reinverlust auf 1,4 Millionen Euro von 0,1 Millionen Euro. Umsatz und Ergebnis dürften im Gesamtjahr unter dem Niveau von 2013 liegen.

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          Karlie mit deutlichem Umsatzrückgang

          30.09.014 Der Umsatz des Tierbedarfshändlers Karlie ist im 1. Halbjahr 2014 um 11,4 Prozent auf 49,4 Millionen Euro gesunken. Operativ entstand ein Verlust von 0,9 Millionen Euro, der Konzernverlust betrug 3,3 Millionen Euro. Ursache sei ein neues, gruppeneinheitliches Produktprogramms. Dabei sei es zu Lieferengpässen bei Mengenartikeln gekommen. Auch die Integration der Gruppenunternehmen sei bislang langsamer als geplant vorangekommen. Durch ein striktes Kostensenkungsprogramm soll 2014 das Ergebnis stabilisiert und ein Umsatz knapp unter dem Vorjahreswert erreicht werden. 2015 will man schrittweise in die Gewinnzone zurückkehren.

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          German Pellets steigert Umsatz und Gewinn

          01.10.2014 Der Brennstoffhersteller German Pellets hat seinen Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2014 gegenüber Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 260,6 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn kletterte von 18,8 auf rund 25,0 Millionen Euro. Nach vorläufiger Mitteilung hatten die entsprechende Größen bei 267,4 und 31,6 Millionen Euro gelegen. Die Abweichung sei durch eine Ausweisänderung hinsichtlich laufender Zahlungen für den Betrieb des amerikanischen Werkes in Woodville, Texas, bedingt. Der Periodenüberschuss erreichte 5,1 Millionen Euro nach 1,9 Millionen in der ersten Jahreshälfte 2013.

          Wesentlicher Treiber des Wachstums sei das Werk in Woodville gewesen, das im Sommer 2013 in Betrieb genommen wurde. Parallel dazu sei der Markt für Holzpellets in nahezu allen westeuropäischen Märkten trotz des warmen Winters weiter gewachsen. Der Wachstumskurssoll sich im zweiten Halbjahr fortsetzen. Insbesondere für das vierte Quartal rechne man mit einer deutlichen Belebung der Nachfrage. Für das Gesamtjahr plant die German Pellets-Gruppe einen Konzernumsatz von rund 550 Millionen Euro. Zur weiteren Finanzierung des Wachstums prüfe man aktuell „verschiedene Optionen“

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          More & More mit mehr Umsatz und Verlust

          01.10.2014 Der Damenmodehersteller More & More hat im ersten Halbjahr 2014 den Umsatz um knapp 8 Prozent auf 22,1 Millionen Euro gesteigert. Der operative Verlust stieg allerdings von 0,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,5 Millionen Euro. Ursächlich sei die Eröffnung neuer Läden in Deutschland und Belgien.

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          Fast Forward bietet 7,75 Prozent

          30.09.2014 Der Modehändler Fast Forward bietet derzeit eine Anleihe mit einem Zins von 7,75 Prozent und einem Volumen von 10 Millionen Euro an. Das Unternehmen, das unter dem Herbawi firmiert, will mit der Emission Bankverbindlichkeiten im Umfang von 2,2 Millionen Euro tilgen und Wachstum finanzieren. Besichert ist die Anleihe durch Waren aus den Warenlagern des Unternehmens sowie die Hinterlegung einer Zinszahlung bei einem Treuhänder während der gesamten Laufzeit.

          Herbawi hat im vergangenen Jahr 18,05 Millionen Euro und damit 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr umgesetzt. Nach Angaben von Alleingesellschafter Schahied Herbawi ist der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren um 7,3 Millionen Euro gewachsen. 2013 und 2012 müssen daher mit einem Umsatzplus von 627.000 Euro bzw. 821.000 Euro als schwache Jahre gelten, in denen sich das Wachstum deutlich verlangsamt hat.

          Der Jahresüberschuss betrug 2013 rund 380.000 Euro, mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor, allerdings nur 60 Prozent des Überschusses von 2011. Zudem geht der höhere Jahresüberschuss 2013 auf den Erlass eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von 375.000 Euro zurück. Herbawi führt die Ergebnisschmälerungen auf Investitionen zurück.

          Neuere Zahlen hat Herbawi nicht vorgelegt. Offenbar kommt man mit der Rechnungslegung nicht nach. So heißt es auch im Testat des jüngsten Abschlusses, dass die Gesellschaft der Verpflichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts innerhalb von drei Monaten für das Geschäftsjahr 2013 nicht entsprochen habe.

          Der Umsatz soll künftig wieder stärker steigen. Dafür soll 2014 erstmals mit Verlust abgeschlossen werden. Mittelfristig will der Modehändler vor allem seine Gewinne verbessern.

          Durch die Emission wird sich die Verschuldung voraussichtlich mehr als verdoppeln. Der Finanzierungsaufwand könnte bis auf das Dreifache an- und das bisherigen Niveau des Jahresüberschuss deutlich übersteigen.

          Die Rating-Agentur Feri hat die Emission mit der Note „B+“ bewertet und bescheinigt Herbawi somit ein hohes Verlustrisiko. Feri wertet die Erfahrung und das Engagement des Geschäftsführers und Alleingesellschafters positiv, sieht darin jedoch auch eine gewisse Abhängigkeit. Die Anleihe wird nicht in einem Mittelstandsegment, sondern im Freiverkehr gehandelt werden.

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          Katjes International übernimmt Piasten

          30.09.2014 Der Süßwarenhersteller Katjes International hat den als Hersteller von Schokolinsen bekannten Wettbewerber Piasten übernommen. Piasten hat im am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr mit 395 Mitarbeitern in Forchheim bei Nürnberg einen Nettoumsatz von 91,6 Millionen Euro erzielt. Mehr als die Hälfte des Absatzes entfällt dabei auf Dragees. Die bisherige Geschäftsführung soll zunächst für weitere fünf Jahre bleiben. Über den Kaufpreis wurde nichts verlautbart.

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          Eno Energy vervielfacht Umsatz

          30.09.2014 Der  Windenergieanlagenbauer Eno Energy hat im ersten Halbjahr 2014 den Umsatz auf 51,51 Millionen Euro von 6,85 Millionen im Vorjahreszeitraum gesteigert. Der Periodenüberschuss betrug 2,3 Millionen Euro nach einem Verlust von 3,2 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz rund 100 Millionen Euro erreichen, bei einem positiven Ergebnis vor Steuern.

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          Scholz mit weniger Umsatz, aber mehr Ertrag

          30.09.2014 Der Schrottrecycler Scholz hat im ersten Halbjahr 2014 einen operativen Gewinn vor Sondereffekten auf Vorjahresniveau von 71 Millionen Euro erzielt. Das Betriebsergebnis vor Sondereffekten stieg um 33 Prozent auf 43,5 Millionen Euro. Der Konzerngewinn von 77,9 Millionen Euro geht zum überwiegenden Teil auf den Verkauf eines 39,9- Prozent-Anteils am Unternehmen an die japanische Toyota Tsusho (TTC) zurück. Der Konzernumsatz lag mit 1,6 Milliarden Euro um 21,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang gehe auf eine markt- und witterungsbedingte schwächere Tonnage-Entwicklung in einigen Regionen zurück sowie die Verkäufe von Geschäftsbereichen und Beteiligungen und den Verzicht auf margenschwache Tonnage. Die Nettofinanzverschuldung des Konzerns ist um rund 20 Prozent auf 863,4 Millionen Eurogesunken. Alerdings ist die Eigenkapitalquote auf weniger als 1 Prozent gesunken. Scholz rechnet im Gesamtjahr 2014 bei einer rückläufigen Tonnage- und Umsatzentwicklung, aber einer Verbesserung der operativen Gewinne.

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          Senivita erhöht Umsatz und Verlust

          30.09.2014 Der Alten- und Pflegeheimbetreiber Senivita Sozial hat im ersten Halbjahr 2014 den Umsatz um 3,9 Prozent auf 13,8 Millionen Euro gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert. Aufgrund der Einmalkosten für Umstellungen und die Genussschein-Emission verdreifachte sich der Verlust auf 0,9 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr 2014 erwartet Senivita eine stabile oder steigende Auslastung.

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          Klage gegen Ex-Geschäftsführer von Sic Processing abgewiesen

          29.09.2014 Die 10. Kammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat am Montag erwartungsgemäß ohne Eröffnung der Beweisaufnahme einige Prospekthaftungsklagen gegen den ehemaligen Geschäftsführer des insolventen Solarzulieferers Sic Processing abgewiesen. Zuvor hätten einige Anleihegläubiger ihre Klagen zurückgenommen, teilten die Anwälte des Beklagten mit. Das Gericht habe festgestellt, dass der Beklagte nicht Prospektveranlasser sei. Dessen ungeachtet hätten auch keine Anhaltspunkte für eine Fehler-haftigkeit des Prospekts vorgelegen. Die 6. Kammer desgleichen Gerichts kam Anfang Juli zu einer eher gegenteiligen Auffassung. Das Verfahren ist dort noch anhängig.

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          Eyemaxx-Anleihe nur teilweise plaziert

          29.09.2014 Der Projektentwickler Eyemaxx Real Estate hat von seiner vierten Anleihe rund 12 Millionen Euro abgesetzt. 8 Millionen Euro kamen aus neuen Zeichnungsaufträgen, 4 Millionen Euro wurden als Tausch für eine 2019 fällige Unternehmensanleihe getauscht. Das Unternehmen hatte einen Mittelzufluss von 15 Millionen Euro angestrebt. Aus diesem Grund will Eyemaxx anders als ursprünglich geplant noch nicht fällige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3 Millionen Euro nun doch nicht vorzeitig ablösen. Die Umsetzung der Projektpipeline sei durch thesaurierte Gewinne, die im Frühjahr durchgeführte Kapitalerhöhung und den mehrheitlichen Verkauf des Fachmarktzentrums Kittsee dennoch gesichert. Neben den üblichen Projektfinanzierungen durch Banken will Eyemaxx künftig verstärkt auf Mezzanin- und Co-Finanzierungen zurückgreifen.

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          Uniwheels kündigt  Anleihe

          29.09.2014 Der Autoräderhersteller Uniwheels  hat angekündigt, seine im April 2011 begebene Mittelstandsanleihe vorzeitig zurückzuzahlen. Demnach wird das komplette ausstehende Anleihevolumen  von  44,5 Millionen Euro zu 102  Prozent des Nennwerts zzgl. der bis dahin aufgelaufenen Stückzinsen am 5. November 2014 zurückgezahlt. Aufgrund aktuell wesentlich günstigerer Bedingungen werde das Unternehmen künftig auf eine klassische Bankenfinanzierung mit einem neu aufgestellten Konsortium von fünf internationalen Großbanken zurückgreifen. Mit der Ablösung der Anleihe reduziere man die Finanzierungskosten deutlich. Man werde jedoch den Kapitalmarkt im Auge behalten.

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          Jeder Fünfte nimmt KTG-Umtauschangebot an

          29.09.2014 20 Prozent der Inhaber der 2015 fälligen Anleihe des Agrarunternehmens KTG haben ihre Papiere in eine neue bis 2019 laufende Schuldverschreibung eingetauscht. Nun beginnt die Zeichnung der neuen Anleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren und einer Verzinsung von 7,25  Prozent. Bis zur Fälligkeit der Alt-Anleihe im kommenden Jahr würden die Mittel zur Ablösung von kurzfristigen Verbindlichkeiten und Skonti genutzt.

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          Deutsche Rohstoff mit hohem Gewinn

          29.09.2014 Der Rohstoffproduzent Deutsche Rohstoff  hat im ersten Halbjahr den Konzernumsatz auf 22,05 Millionen Euro von 6,5 Millionen gesteigert. Daneben wurden durch den Verkauf  der wesentlichen Vermögensgegenstände der Tekton Energy sonstige betriebliche Erträge von  101,73 Millionen Euro erzielt. Der operative Gewinn stieg  von 1,9 Millionen auf 116,6 Millionen Euro, der Konzernüberschuss auf 65,4 Millionen Euro.  Die Eigenkapitalquote erhöhte sich gegenüber Ende 2013 von 29 auf rund 42 Prozent.

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          NZWL mit mehr Umsatz und weniger Gewinn

          25.09.2014 Der Autozulieferer Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig hat im 1. Halbjahr 2014 den Konzernumsatz um 4,2 Prozent auf 37 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 0,3 Millionen Euro auf 5,1 Millionen. Der Halbjahresüberschuss fiel indes auf 0,5 von 1,5 Millionen Euro. Grund seien die Kosten der Anleiheemission im ersten Quartal sowie höhere Zinslasten. Für das Gesamtjahr prognostiziert die Geschäftsführung eine Umsatzsteigerung von 69,5 Millionen Euro auf 75,2 Millionen Euro - unter der Voraussetzung, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Europa trotz der aktuellen politischen Krisen stabil bleibt. Der Konzern-Jahresüberschuss soll unter Berücksichtigung von Einmaleffekten 1,1 Millionen Euro erreichen.

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          MT-Energie entlässt 65 Mitarbeiter

          24.09.2014 Der angeschlagene Biogasanlagenbauer MT Energie entlässt kurzfristig etwa 65 Mitarbeiter am Hauptstandort Zeven. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zum 1. August 2014 habe zu einem weiteren Rückgang der Nachfrage in Deutschland geführt. Dies erfordere weitere strukturelle Anpassungen. Das Auslandsgeschäft soll weiter fokussiert ausgebaut werden.

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          VST Building Technologies erhöht Kapital

          24.09.2014 Der Hersteller von Fertigbauelementen, VST hat eine Kapitalerhöhung um 3 Millionen Euro vereinbart. Das Grundkapital steige dadurch nominal um ein Fünftel auf 360.000 Euro erhöht. 60.000 Aktien werden zum Preis von 50 Euro durch eine Barkapitalerhöhung sowie durch die Wandlung von Darlehen verkauft. Ein ungenannter neuer Investor halte dadurch nunmehr 10 Prozent der Anteile. Weitere 6,67 Prozent halten nunmehr der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Müller direkt und Vorstandschef Siegfried Gassner

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          Deutsche Rohstoff verkauft Wolfram Camp Mine

          23.09.2014 Der Rohstoffproduzent Deutsche Rohstoff hat die australische Wolfram Camp Mine an die kanadische Gesellschaft Almonty Industries für rund 12,7 Millionen Euro verkauft. Bezahlt wurde mit 12,2 Millionen Aktien von Almonty sowie einer Wandelanleihe im Volumen von 7,5 Millionen kanadischen Dollar. Die Anleihe mit einer Laufzeit von zweieinhalb  Jahren wird mit 4 Prozent verzinst und kann zum Kurs von 1,45 kanadischen Dollar in Almonty-Aktien umgetauscht werden. Derzeit notiert die Aktie bei 77 kanadischen Cent.

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          KTG Energie beschließt Kapitalerhöhung

          22.09.2014 Der Biogasanlagenbetreiber KTG Energie hat sein Grundkapital von derzeit 6 Millionen auf 6,5 Millionen erhöht und damit brutto 5,875 Millionen Euro erlöst. Die Aktien wurden im Wege eines beschleunigten Plazierungsverfahrens im Rahmen einer Privatplatzierung deutschen und europäischen institutionellen Anlegern zum Kauf angeboten.

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          Mifa entlässt Vorstand Peter Barth

          19.09.2014 Der angeschlagene Fahrradhersteller Mifa hat mit Thomas Mayer einen neuen Vorstandsvorsitzenden berufen und den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Hans-Peter Barth ohne Angabe von Gründen und Dank mit sofortiger Wirkung entlassen.  Ob es einen Zusammenhang mit der Korrekturmeldung gibt, wonach der  jüngst veröffentlichte Jahresabschluss für 2013 nicht wie ursprünglich vermeldet unter Änderungsvorbehalt stehe, ist nicht bekannt. Der Jahresabschluss sei endgültig aufgestellt und befinde sich in der Prüfung. Man gehe davon aus, dass die Beendigung kurz bevor stehe, so Restrukturierungsvorstand Stefan Weniger, der bis zum 1. Oktober  die Geschäfte führt. Die Feststellung des Jahresabschlusses will der Aufsichtsrat der Hauptversammlung überlassen.

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          Singulus senkt Umsatzprognose und warnt vor höheren Verlusten

          19.09.2014 Der Maschinenbauer Singulus hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Der Umsatzrückgang im Bereich Optische Scheiben werde größer als bislang erwartet ausfallen. Im Bereich Solar verzögerten sich zudem die weiteren Auftragseingänge. Die Verluste des 1. Halbjahres werden sich ausweiten. Singulus will nun die Kosten deutliche senken.

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          Gebr. Sanders mit mehr Verlust

          19.09.2014. Der Bettwarenhersteller Gebr. Sanders hat im 1. Halbjahr den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 3,5 Prozent auf 19,3 Millionen Euro gesteigert. Der Periodenverlust stieg indes um mehr als 40 Prozent auf 2,2 Millionen Euro. Auch operativ blieb ein Minus von gut 340.000 Euro. Neben einem deutlich schlechteren Finanzergebnis standen auch deutlich höhere Kosten zu Buche. Das Halbjahr sei zum einen von der Restrukturierung und zum andern von der Aufstockung der Produktionskapazitäten wegen zu erwartender Umsatzsteigerungen geprägt gewesen, hieß es. Man liege im Plan, der Auftragsbestand bestätige die für Prognose, dass der Umsatz um 25  Prozent auf mehr als 50 Millionen Euro steige. Die Eigenkapitalquote sank nach der Auflösung von Rücklagen aufgrund des Verlustes von 18,7 auf 14,4 Prozent.

          Die Produktionsstätten in der Ukraine arbeiteten reibungslos und seien von den Unruhen momentan nicht betroffen. Lediglich steuerrechtliche Rahmenbedingungen hätten sich verändert. Man beobachte die Entwicklung weiter intensiv und sei mit den Behörden im laufenden Kontakt. Sanders sieht zum jetzigen Zeitpunkt bis Ende 2015 auch keine Lieferbeeinträchtigungen nach Russland. Dennoch werde der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten in den nächsten Monaten auf dem europäischen Raum außerhalb Russlands liegen.

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          Sanha mit Umsatzrückgang und höherem Verlust

          19.09.2014 Der Umsatz des Herstellers von Rohrleitungssystemen und Verbindungsstücken, Sanha, ist im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 50,2 Millionen Euro gefallen. Ursache sei der Verzicht auf Preiskämpfe sowie dass Vertriebserfolge des ersten Halbjahres erst ab Juli umsatzwirksam würden. Das Betriebsergebnis fiel von 2,3 auf 0,04 Millionen Euro, der Fehlbetrag stieg von 80.000 auf 2,5 Millionen Euro. Man gehe für das Gesamtjahr von einem deutlich positiven Betriebsergebnis aus, das aber das Vorjahresniveau nicht erreichen werde. Der höhere Bilanzverlust führte zu einem Absinken der Eigenkapitalquote von rund 14 auf 11 Prozent.

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          Scope stuft IPSAK herab - auch bei Hahn und Stern möglich

          18.09.2014 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote der Anleihe der Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim (“IPSAK”), um zwei Stufen von „A-„ auf „BBB“ herabgestuft. Die Anpassung ist Folge einer neuen Ratingmethodik.

          Das Rating von Unternehmensanleihen werde künftig primär durch das Emittentenrating bestimmt. Dieses könne in Abhängigkeit von der zu erwartenden Einbringlichkeit bei Insolvenz nach oben oder unten angepasst werden. Für die Anleihen der Hahn-Gruppe und der Stern Immobilien wird ein ähnlicher Schritt erwogen.

          Das BBB Rating spiegele sowohl den niedrigen Loan-To-Value von 43 Prozent in 2013 wider als auch die gute Mieterstruktur mit dem Bundesland Baden-Württemberg als Hauptmieter. Die durchschnittliche gewichtete Restmietvertragslaufzeit von 6,8 Jahren sei ebenso positiv für das Rating. Negativ wertet Scope  IPSAKs Größe, die starke Abhängigkeit von den Hauptmietern, den Fokus auf wenige illiquide Märkte und das Schlüsselpersonenrisiko.

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          Mifa in den roten Zahlen

          18.09.2014 Der Fahrradbauer Mifa hat Geschäftszahlen für 2013 und das erste Quartal 2014 vorgelegt. Demnach ist der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres gegenüber dem korrigierten Umsatz für das Vorjahresquartal auf 34,2 Millionen Euro gefallen. Geringere Kosten führten zu einem operativen Gewinn von 1,2 Millionen Euro nach einem Minus von 2 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis stieg auf 0,5 Millionen Euro nach einem Verlust von 2,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich stand ein Verlust von 600.000 Euro nach einem Minus von 3,5 Millionen Euro 2013.

          Der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Barth sagte: „Mit Blick auf die Lage, die ich bei meinem Dienstantritt vorgefunden habe, steht das Geschäftsjahr 2014 eindeutig im Zeichen der Restrukturierung. Nach dem leicht positiven ersten Quartal erwarten wir für das zweite Quartal ein negatives operatives Ergebnis. Unter anderem mussten wir Teile unseres Altbestands unter Marktwert verkaufen. Daher rechnen wir für das laufende Jahr unverändert mit einem sinkenden Umsatz und einem negativen Ergebnis.“ 2015 will Mifa wieder Gewinn machen.

          2013 war der Umsatz um 2,7 Prozent auf 110,7 Millionen Euro gestiegen. Operativ entstand ein Verlust von 6,7 Millionen Euro nach 4,5 Millionen Euro Verlust im Vorjahr, insgesamt stieg dieser auf 13,2 Millionen Euro von 9,9 Millionen. Aufgrund des durch die Bilanzkorrekturen entstanden hohen Bilanzverlustes war die Eigenkapitalquote auf  4,8 Prozent gesunken.

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          Gamigo mit operativem Gewinn

          18.09.2014 Der Online-Spieleanbieter Gamigo hat im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn von 450.000 Euro verbucht. Im gleichen Zeitraum 2013 stand ein Verlust von 330.000 Euro zu Buche. Der Umsatz fiel auf 6,8 von 7,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich steht ein Verlust von 1,14 Millionen Euro nach -2,72 Millionen Euro im 1. Halbjahr 2013.

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          Hallhuber verbessert sich

          17.09.2014 Der Modehersteller Hallhuber hat in den ersten sechs Monaten des Jahres den Umsatz um fast 30 Prozent auf 61,1 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewin stieg um mehr als die Hälfte auf 3,5 Millionen Euro. Flächenbereinigt betrug das Wachstum 10 Prozent. Unter dem Strich stand ein Verlust von 2,2 Millionen Euro nach 3,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. Durch den höheren Bilanzverlust ist die Eigenkapitallücke des Unternehmens auf 20 Prozent angewachsen. Auf Grund des guten Verlaufs des ersten Halbjahrs rechnet Hallhuber  für das Gesamtjahr mit einer anhaltenden Steigerung des operativen Ergebnisses und einem positiven Ergebnis nach Steuern.

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          Feri stuft Anleihe der MS Deutschland auf „CC“ herab

          16. September 2014 Die Rating-Agentur Feri hat die Bonitätsnote der Anleihe der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft, die das „ZDF-Traumschiff“ betreibt, von „B-“ auf „CC“ herabgesetzt.  Diese Note ist die schlechteste, die die Agentur vergibt, bevor ein Zahlungsausfall festgestellt wird. Üblicherweise steht die Note bei Feri für höchstes Verlustrisiko. Der Ausblick für die Anleihe bleibt negativ.

          Die Risiken für eine nicht ordnungsgemäße Bedienung und Tilgung der Anleihe hätten sich weiter erhöht, nachdem das Management die Ernennung eines Gemeinsamen Vertreters der Anleihengläubiger anstrebt, der über eine Zinsstundung und einen Verzicht auf Kündigung verhandeln soll. Darüber hinaus entwickelt sich die finanzielle Situation des Unternehmens weiter schlecht. Die Umsatzentwicklung bleibe schwach. Feri rechnet daher mit einem weiteren Anstieg der bilanziellen Überschuldung.

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          Ekosem-Agrar mit durchwachsenem Halbjahr

          16.09.2014 Die Ekosem-Agrar, deutsche Holding des russischen Milchproduzenten Ekoniva, hat im ersten Halbjahr 2014 den Umsatz um gut ein Drittel auf knapp 46 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinnzuwachs blieb mit 9 Prozent dahinter zurück. Auch operatives und Betriebsergebnis stagnierten. Das Unternehmen verweist hingegen darauf, dass die Profitabilität bereinigt um einmalige Erträge aus dem Erwerb zweier Agrarbetriebe im Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen sei. Durch den im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Rubelkurs lägen sowohl die Erlöse als auch die Kosten in Euro, um rund 15  Prozent niedriger.

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          KTG Agrar berichtet über erfolgreiche Erntesaison

          16.09.2014 Die KTG Agrar hat in Ostdeutschland und Litauen mehr als 100.000 Tonnen Roggen, Gerste, Raps und andere Produkte eingefahren. Auch die Kartoffelernte werde derzeit mir sehr guten Erträgen abgeschlossen.

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          Neue besicherte Immobilienanleihe für Leipziger Projekt

          15.09.2014 Die Objektgesellschaft KSW Immobilien GmbH & Co. KG des Leipziger Bauträgerunternehmens und Projektentwicklers KSW bietet ab dem 23.September eine Immobilienanleihe zur Zeichnung an.  Sie soll zur Finanzierung des Hotel- und Restaurantprojekts „Kosmos-Ensemble“ in Leipzig dienen. Die Anleihe nach luxemburgischen Recht soll ein Volumen von bis zu 25 Millionen Euro und einen Zins von 6,5 Prozent haben. Eine vorzeitige Kündigung ist ab dem dritten Laufzeitjahr möglich. Die Anleihe sei  mit diversen Abtretungen sowie nach Ablösung der bisher finanzierenden Bank aus den Anleiheerlösen eine erstrangige Grundschuld in Höhe von bis zu 25 Millionen Euro besichert. Das Sicherheitenkonzept sowie die Mittelverwendung werde durch einen Treuhänder überwacht.

          Am Leipziger Dittrichring gegenüber der Thomaskirche sollen ein Vier-Sterne-Hotel und zwei Restaurants inklusive Skybar entstehen. Betreiber des Hotels werde die deutsche Tochter der spanischen Hotelgruppe Meliá Hotels. Das Hotel unter der Marke „INNSIDE by Meliá“ soll 177 Zimmer haben. Für das Projekt würden zwei neoklassizistische Palaisbauten im historischen Stil wiedererrichtet: das „Kosmos-Haus“ sowie das „Palais Schlohbach“.

          Die Schuldverschreibungen sollen ab dem 7. Oktober im Frankfurter Entry Standard für Anleihen notiert werden. Creditreform hat der Anleihe ein Rating von „BBB-„ erteilt.

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          Hörmann rutscht in die roten Zahlen

          15.09.2014 Der Autozulieferer Hörmann Finance ist im ersten Halbjahr trotz eines um rund 8 Prozent höheren Konzernumsatz von 214,5 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzernverlust nach Steuern betrug 3,3 Millionen Euro nach einem Gewinn von 2,5 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Das Betriebsergebnis schrumpfte von 4 auf 0,7 Millionen Euro. Vor allem die Nachfrage in der Automobilzulieferung war deutlich unter Plan geblieben. Ausschlaggebend sei eine allgemein zurückhaltende Branchenentwicklung im Bereich schwerer Lkw gewesen. Durch die Einführung der Euro-6-Abgasnorm zum 1. Januar 2014 sei es 2013 zu starken Vorzieheffekten gekommen. Deutlich wirkte sich auch das schlechtere Finanzergebnis von minus 2,6 Millionen Euro aus. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Plus von 0,8 Millionen Euro zu Buche gestanden.

          Da auch im Gesamtjahr 2014 mit einem Absatzrückgang bei schweren Lkw und zusätzlichen Einbußen durch die aktuelle Krise in Russland sowie die damit verbundenen Sanktionen gerechnet wird, hat Hörmann seine Umsatzprognose auf 425 bis 435 Millionen Euro und für das Betriebsergebnis auf 6 bis 8 Millionen Euro gesenkt. 2013 hatte Hörmann noch 14,3 Millionen Euro verdient.

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          Centrosolar zieht Insolvenzplan zurück

          12.09.2014. Der Gläubigerausschuss und der Vorstand des Solar-Unternehmens Centrosolar haben den vorgelegten Insolvenzplan zurückgezogen. Im Nachgang zu r Gläubigerversammlung vom 9. September habe sich herausgestellt, dass aufgrund gegensätzlicher Gläubigerinteressen eine zeitnahe Umsetzung unwahrscheinlich geworden sei. Die nicht-nachrangigen Gläubiger sollen nunmehr voraussichtlich eine Barzahlung aus der Verwertung aller Aktiva und keine Aktien erhalten. Die Aktien der Centrosolar sollen baldmöglichst, vom Markt genommen werden.

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          Deutsche Rohstoff kauft Anleihen zurück

          12.09.2014 Die Deutsche Rohstoff AG hat in einem Volumen von nominal 4,93 Millionen Euro eigene Anleihen zum Marktpreis zurückerworben. Die Transaktion fand außerbörslich statt. Verkäufer waren institutionelle Gläubiger. Das nominale Volumen der ausstehenden Schuldverschreibungen beläuft sich damit noch auf 57,3 Millionen Euro.

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          Metalcorp weist Vertragsbruch-Vorwürfe zurück

          11.09.2014 Der Metallhändler Metalcorp hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach das Unternehmen ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Partnern einer spanischen Beteiligung nicht nachgekommen sei. Metalcorp will seine 42prozentige Beteiligung an der spanischen Tamarix nach einer schlechten Entwicklung der Gesellschaft verkaufen.

          Die spanische Setfortrading, der 45 Prozent an Tamarix gehören, wirft Metalcorp vor, einen Umarbeitungsvertrag für Kabelschrottmengen nur teilweise erfüllt zu haben. Setfortrading fordert daher alle übertragenen Tamarix-Anteile zurück.  Zudem macht Setfortrading Metalcorp für eine mögliche Kontaminierung in der Umgebung befindlichen Grundstücke durch schwarzen Plastik-Feinstaub durch Polymerfasern verantwortlich. Metalcorp verweist jedoch darauf, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine gerichtlichen Verfahren aufgrund von Umwelthaftungsansprüchen gegen Tamarix anhängig seien. Durch das geltende Verursacherprinzip sei überdies ausgeschlossen, dass Metalcorp Gegenstand eines solchen Gerichtsverfahrens werden könne.

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          Rena Lange stellt Insolvenzantrag

          10.09.2014  Die Geschäftsleitung informiert, dass ein Insolvenzantrag in Eigenverwaltung über das Vermögen der
          Rena Lange Holding GmbH sowie ein Insolvenzantrag im Regelverfahrenüber das Vermögen der 100prozentigen Tochtergesellschaft M. Lange & Co GmbH beim Insolvenzgericht München eingereicht worden sind. Die Geschäftsführer und die Gesellschafterseite gehen davon aus, dass sehr kurzfristig ein vorläufiger Insolvenzverwalter bzw. Sachwalter bestellt wird, der die Fortführung des operativen Geschäftsbetriebes sowie der Holdingstruktur sicherstellt.

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          Bastei Lübbe übernimmt Beam-Ebooks

          08.09.2014  Der Verlag Bastei Lübbe erwirbt den Online-E-Book-Händler Beam-Ebooks.de. Die Plattform habe derzeit 230.000 Titel im Angebot und mehr als rund 400.000 Kunden. Die Beide Unternehmen verbindet eine langjährige Kooperation. Das Grundprinzip von Beam soll auch nach der Übernahme erhalten bleiben, der Shop aber ganz gezielt optimiert werden.

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          Neue Eyemaxx-Anleihe kommt zu 8 Prozent

          03.09.2014 Die neue Anleihe des Immobilienentwicklers Eyemaxx (siehe Ticker vom 26.08) wird mit einem Zinskupon von 8 Prozent bei einer Laufzeit von fünfeinhalb Jahren angeboten. Die Anleihe in einem Volumen von insgesamt bis zu 30 Millionen Euro wird zur Hälfte neuen Anlegern und zur Hälfte den Inhabern der 2019 auslaufenden Alt-Anleihe angeboten. Zusätzlich ist eine Rückzahlung von bis zu 110 Prozent des Nennwerts möglich, falls die Inflationsrate während der Laufzeit durchschnittlich mehr als 2 Prozent beträgt. Dies entspreche einer maximalen Rendite von 9,45  Prozent pro Jahr.

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          Berentzen kauft sich Frischsaft ein

          02.09.2014 Der Spirituosen-Hersteller Berentzen erweitert mit einer Übernahme sein Engagement im Bereich nicht-alkoholischer Getränke. Mit der im österreichischen Linz ansässigen Technic Marketing Products (TMP) stößt Berentzen in den Markt für Frischsaft vor. TMP liefert unbehandelte Orangen sowie Technik und Know-How zur Herstellung frisch gepressten Saftes. Diesen können Gaststättenbesucher oder Lebensmittelkäufer vor Ort zubereiten oder frisch zubereitet erhalten. Laut Frank Schübel, Vorstandsvorsitzender von Berentzen, soll der Einstieg in den Konzern TMP, das mittlerweile an seine Grenzen gestoßen sei, weiteres Wachstum ermöglichen. Für Berentzen sei die Akquisition ein weiterer Schritt einer Neu-Ausrichtung. Schon jetzt mache Berentzen ein Drittel seines Umsatzes mit Nicht-Spirituosen wie Mineralwässern und Limonaden. Mit dem Zukauf sind die Emsländer nun auch bei Frischgetränken vertreten, die derzeit sehr gefragt seien. Die höhere Rentabilität der Österreicher werde sich zudem positiv auf die Ertragskraft von Berentzen auswirken.

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          Laurèl leidet unter Russlandkrise

          01.09.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Modeunternehmens Laurèl nach Vorlage der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2013/2014 um zwei Stufen von „BB-„ auf „B“ gesenkt. Zudem steht das Rating weiter unter Beobachtung. Laurèl hatte in dem im April beendeten Geschäftsjahr den Umsatz zwar um 10,4 Prozent auf 39,4 Millionen Euro steigern können.  Die Expansionsstrategie forderte jedoch ihren Tribut. Operativ rutschte Laurèl mit einem Minus von 2,2 Millionen Euro deutlich in die roten Zahlen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 400.000 Euro verbucht. Der Reinverlust stieg von 3,4 auf 4,6 Millionen Euro. Dadurch fiel auch die Eigenkapitalquote auf 13,6 Prozent. Das laufende Geschäftsjahr will Laurèl operativ mit einer Null abschließen.

          Laurèl litt auch unter den Entwicklungen in Russland und der Ukraine, weil Kunden in Russland georderte Ware nur mit Rabatten, verspätet oder vereinzelt gar nicht abnahmen. Dank der fast ausschließlichen Lieferung gegen Vorkasse sei es nicht zu Zahlungsausfällen gekommen. Man habe aber die geplanten Warenbestände an die neue Situation angepasst sowie Wertberichtigungen vorgenommen. Russland und seine Nachbarstaaten waren bisher mit einem Umsatzanteil von rund 25 Prozent nach dem deutschsprachigen Raum der zweitwichtigste Absatzmarkt für Laurèl. Dieser Anteil werde wohl auf 12 bis 14 Prozent fallen. Die Situation bleibe die größte Herausforderung für Laurèl im laufenden Geschäftsjahr. Dies betreffe einerseits die momentanen Auslieferungen, andererseits die Vororders, wo mit einem Minus 12 bis 14 Prozent gerechnet wird. Sehr positiv sei dagegen mit einem absehbaren Vororderplus von mehr als 16 Prozent die Entwicklung in Deutschland.

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          Adler Real Estate wächst und strukturiert Estavis um

          01.09.2014 Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate hat im ersten Halbjahr den Konzernumsatz um fast das Zehnfache auf 26,3 Millionen Euro und das Konzernergebnis um mehr als das Dreifache auf 105,6 Millionen Euro gesteigert. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg auf 10,9 von 0,4 Millionen Euro. Die Zahl der Wohneinheiten stieg von rund 7.800 auf rund 21.000. Den Wert gibt Adler mit 1,07 Milliarden Euro an. Zu Jahresbeginn waren es 418 Millionen Euro gewesen. Grund waren zahlreiche Übernahmen, so auch der Estavis AG. Im zweiten Halbjahr will Adler weiter kräftig wachsen.

          Estavis wird derzeit umstrukturiert. Das Unternehmen soll sich künftig verstärkt auf die Privatisierung von Wohnungen aus eigenen Beständen sowie im Auftrag Dritter konzentrieren. Die bestehenden Portfolios würden im Konzern bewirtschaftet und geführt. Mit Ausnahme von Jacopo Mingazzini wird auch kein Mitglied des früheren Führungspersonals dem Unternehmen weiter angehören.

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          Shunfeng übernimmt Geschäft und Vermögen der SAG Solarstrom

          30.08.2014 Die Suntech Deutschland GmbH, ein Tochterunternehmen des chinesischen Solar-Unternehmens Shunfeng wird für 65 Millionen Euro das operative Geschäft und die Vermögenswerte der insolventen SAG Solarstrom Gruppe übernehmen. Die Gläubiger könnten mit einer überdurchschnittlichen Insolvenzquote von annähernd 50 Prozent rechnen, heißt es. Allerdings könne die Quote auch deutlich abweichen.

          Die Aktiengesellschaft werde in den folgenden Monaten voraussichtlich von der Börse genommen und abgewickelt. Nach derzeitigem Stand sei nicht zu erwarten, dass Aktionäre einen Rückfluss auf ihr eingesetztes Kapital erhalten.

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          Anleihen-Rating der MS Deutschland sinkt auf „B-“

          29.08.2014 Die Rating-Agentur Feri hat das Emissionsrating der Anleihe des „Traumschiff“-Betreibers MS Deutschland um drei Stufen von „BB-“ auf „B-“ herabgesetzt. Weitere Herabstufungen drohten. Hauptgrund sei die sich weiter verschlechternde finanzielle Situation. Am 30. Juli hatte die MS Deutschland bekannt gegeben, dass sie das Umsatzziel für 2014 verfehlen werde, vor allem weil die Neukundenakquise hinter den Erwartungen zurückbleibe (siehe Ticker vom 30. Juli). Feri erwartet einen weiteren Anstieg der bilanziellen Überschuldung und rechnet nicht damit, dass die Zinsverpflichtungen für 2015 vollumfänglich aus eigener Kraft geleistet werden können.

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          Deutsche Forfait AG zeigt Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals an

          29.08.2014 Der Außenhandelsfinanzierer Deutsche Forfait verzeichnet mit August 2014 einen Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals. Dieser sei entstanden, da die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft seit der Aufnahme auf die Sanktionsliste des amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) Anfang Februar 2014 erheblich eingeschränkt ist.. Die fehlenden Erträge konnten durch die eingeleiteten Sparmaßnahmen nicht kompensiert werden. Zusätzlich seien dadurch hohe einmalige Beratungsaufwendungen entstanden. Der Vorstand werde für den 14. Oktober 2014 eine Hauptversammlung einberufen. Man arbeite weiter intensiv daran, eine Streichung von der Sanktionsliste zu erreichen.

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          Karlsberg bietet gemischtes Verschuldungsbild

          28.08.2014 Die Brauerei Karlsberg hat wie bekannt bei einem starken Anstieg des Umsatzes um 23,2 Prozent den Gewinn nur leicht steigern können. Grund waren hohe Investitionen im Berichtszeitraum. Ein gemischtes Bild bieten darob die Verschuldungsrelationen. Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und operativem Gewinn stieg, die Eigenkapitalquote gab von knapp 26 auf knapp 24 Prozent nach. Die Zinsdeckung durch das Betriebsergebnis verbesserte sich jedoch leicht. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Gesellschaft die positive Ergebnisentwicklung im laufenden Jahr weiter fortsetzen wird und prognostiziert für das Gesamtjahr einen Gewinn zwischen 3,0 und 3,3 Millionen Euro. 2013 hatte Karlsberg 2,85 Millionen Euro an die übergeordnete Holding abgeführt.

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          BDT mit deutlichen Verbesserungen im ersten Halbjahr

          28.08.2014 Der Druckerzulieferer und Datenarchivierungsspezialist BDT hat im ersten Halbjahr 2014 mit 52 Millionen Euro einen Umsatz leicht unter der Höhe des Vorjahreszeitraums erzielt. Ursache sei vor allem die schwächere Nachfrage nach etablierten Archivierungsprodukten in den Vereinigten Staaten. Durch Kostenreduktionen verringerte sich der Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um knapp 3 Millionen auf rund 500.000 Euro. Unter dem Strich entstand ein Verlust von knapp 38.000 Euro. Die Verschuldungsrelationen verbesserten sich deutlich, auch wenn das Niveau etwa der Eigenkapitalquote mit rund 11 Prozent weiter schwach ist.

          Nach der Neuausrichtung der Unternehmensstruktur im vergangenen Jahr liege der Schwerpunkt derzeit auf der Einführung und Vermarktung neuer Produkte. Im Bereich Archivierung steige die Nachfrage nach der skalierbaren Bandbibliothek Multistak.

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          Joh. Friedrich Behrens einigt sich mit Banken

          27.08.2014 Der Hersteller von Nagelgeräten, Joh. Friedrich Behrens, hat sich mit den Banken auf eine Verlängerung der Konsortialkreditlinie bis Ende 2015 geeinigt. Der Vertrag stelle der Gruppe Liquidität in ausreichender Höhe zu Verfügung. Die mit den Konsortialbanken vereinbarten Kreditbedingungen seien entsprechend der Planungen des Unternehmens angepasst worden, so dass weitere Verstöße dagegen nicht zu erwarten seien (vgl. Ticker vom 28.07.2014).

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          3W-Power-Anleger bekommen knapp die Hälfte zurück

          26.08.2014 Rund 82 Prozent der Gläubiger der Altanleihe des Solarzulieferers 3W Power. haben ihre Erwerbsrechte auf neue Aktien und rund 84 Prozent ihre Erwerbsrechte auf neue Schuldverschreibungen ausgeübt. Die übrigen Gläubiger erhalten die Erlöse aus der Verwertung der nicht in Anspruch genommenen Bezugsrechte, insgesamt 467,52 Euro für 1000 Euro Nominale der Altanleihe.

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          Senivita bestellt erstmals Finanzvorstand

          27.08.2014 Der Pflegeheimbetreiber Senivita Sozial hat mit Eberhard Jach erstmals einen Finanzvorstand bestellt. Jach wird zugleich auch für das operative Geschäft zuständig sein. Gründer Horst Wiesent bleibt Geschäftsführer. Die neu geschaffene Stelle sei notwendig, da große Aufgaben für die Zukunft anstünden. Gleichzeitig komme man den Anforderungen des Kapitalmarktes und Anregungen von Anlegern nach. Jach verfüge über langjährige Erfahrung im Finanzbereich sowie in der Altenhilfe und war bis 2013 Geschäftsführer des privaten Altenhilfeträgers Procuritas.

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          Seidensticker verzeichnet Umsatzrückgang

          27.08.2014 Der Umsatz des Textilherstellers Seidensticker ist im Geschäftsjahr 2013/2014 nach vorläufigen Zahlen um 1,7 Prozent auf 193,7 Millionen Euro gefallen. Belastend wirkte sich die Rücknahme der Hemden-Lizenzen durch Joop! und Strellson sowie das Auslaufen der Lizenz für Baldessarini aus. Diese Entwicklungen verringerten den Umsatz der Bielefelder um rund 16 Millionen Euro. Positiv ausgewirkt habe sich vor allem eine klare Straffung des Sortiments sowie die sukzessive Umbenennung von „home of shirts“ in reine Seidensticker Stores. Alle Bereiche hätten hohe Wachstumsraten aufgewiesen.Die endgültigen Zahlen will Seidensticker im Oktober bekannt geben.

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          Scope ratet Mitec mit „BB-“

          27.08.2014 Die Rating-Agentur Scope bewertet den Autozulieferer Mitec sowie dessen Anleihe mit der Note „BB-„. Die Agentur Creditreform hatte im Juni das gleich lautende Rating ausgesetzt, weil sie von Mitec nicht fristgerecht ausreichende Informationen erhalten habe. Mitec habe die vereinbarten Informationen nicht eingereicht und auch die letzte Frist verstreichen lassen.

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          Eyemaxx legt vierte Anleihe auf

          26.08.2014 Der Immobilien-Projektentwickler Eyemaxx plant, eine vierte Anleihe zu begeben. Diese soll ein Volumen von bis zu 15 Millionen Euro haben. Darüber hinaus will man den Inhabern anbieten, bis zu 15 Millionen Euro ihrer Anleihen in die neuen Papiere einzutauschen. Der Umtausch soll die Liquidität und damit Attraktivität der neuen Anleihe erhöhen. Die neue Anleihe soll mit einem „attraktiven Kupon“ und abermals mit einem Inflationsschutz ausgestattet sein und im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. Mit den neu zufließenden Mitteln will Eyemaxx in die neuen Geschäftsfelder Pflege- und Wohnimmobilien investieren. Im Bereich Wohnimmobilien entwickele das Unternehmen in Potsdam eine Wohnanlage mit bis zu 100 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von insgesamt 6.500 qm. In Wien plant man eine Wohnanlage mit 11.000 qm. Auch im Bereich Pflegeimmobilien soll in Kürze ein erstes Projekt umgesetzt werden.

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          Erhebliche Verluste für Mifa-Gläubiger

          22.08.2014 Der Fahrradbauer MIFA hat mit dem Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger sowie der OPM Global, einer Tochtergesellschaft des indischen Fahrradherstellers und neune Großaktionärs Hero Cycles eine Grundlagenvereinbarung zur finanziellen Sanierung unterzeichnet. Die Anleihegläubiger sollen im Wege einer Abstimmung ohne Versammlung dazu aufgerufen, auf 60 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten. Des weiteren sollen sie auf die bislang fälligen Zinsen verzichten und dafür weitere Aktien erhalten. Die Endfälligkeit der Anleihe soll um drei Jahre verschoben und der Zins von 7,5 Prozent auf 1 Prozent gesenkt werden.

          Als Gegenleistung sollen die Gläubiger für die Verringerung der Nominale nach einem noch zu beschließenden Kapitalschnitt im Verhältnis 1:100 Neue Aktien erhalten und die Rest-Anleihe durch Vermögensgegenstände im Wert von bis zu 7,5 Millionen Euro nachbesichert werden.

          Des weiteren soll eine Barkapitalerhöhung durch OPM Global erfolgen, bevor bestehenden Aktionären und Anleihegläubigern Neue Aktien angeboten werden. OPM hat sich verpflichtet, nicht übernommene Aktien zu zeichnen. MIFA sollen mindestens 15 Millionen Euro zufließen. Danach hielte die Anleihegläubiger rund 10 Prozent, die Alt-Aktionäre rund 1 Prozent an MIFA.

          Den schwer zu kalkulierenden Wert der Aktienkomponente außen vorlassend, erwartet die Anleihegläubiger nun mehr eine negative Rendite von gut minus 9,4 Prozent statt der ursprünglich zu erwartenden Rendite von 7,5 Prozent. Geht man vom Zufluss von 15 Millionen Euro aus, ist die Aktienkomponente noch einmal gut zehn Prozent des Verzichts wert. Die Negativrendite steigt dann auf minus 8,6 Prozent.

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          Wirtschaftsprüfer versagen Deutsche Forfait Testat

          22.08.2014 Der Abschlussprüfer des Außenhandelsfinanzierers Deutsche Forfait, BDO, hat den Bestätigungsvermerk für den Jahres- und Konzernabschluss 2013 verweigert. Aufgrund der außergewöhnlichen Gesamtsituation im Zusammenhang mit der andauernden Notierung der Deutschen Forfait auf der amerikanischen Sanktionsliste wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Iran-Sanktionen könne nicht beurteilt werden, ob die Aufstellung des Jahresabschlusses unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit angemessen sei. Der Aufsichtsrat werde über das weitere Verfahren zur Feststellung und Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013 entscheiden.

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          Golden Gate mit neuem Konzept für Krankenhaus Leipzig

          19.08.2014 Die Golden Gate GmbH entwickelt für ihre Zweckgesellschaft des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses Leipzig Wiederitzsch zusammen mit neuen Geschäftspartnern und Banken einen Refinanzierungsplan. In den vergangenen vier Jahren war es Golden Gate nur teilweise gelungen, eine Vollnutzung oder Verkauf zu realisieren. Seit Mitte 2013 sei eine verstärkte Nachfrage im Bereich der unabhängigen Krankenhausinfrastruktur festzustellen. Vor diesem Hintergrund habe man eine nachhaltige Vermarktungsstrategie entwickelt. Bis Ende 2015 soll das Projekt Leipzig Eigen- und Fremdkapital erhalten. Im September soll ein Gutachten vorgelegt werden, in dem Ertragsbewertung sowie Varianten für mögliche Betreiberkonzepte und Perspektiven vorgestellt würden. Das Gutachten soll zudem einen Terminplan für kurz- und mittelfristige Schritte beinhalten.

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          German Pellets herabgestuft

          19.08.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Brennstoffherstellers German Pellets um zwei Stufen von „BBB“ auf „BB+“ gesenkt. Bereits der Konzernabschluss 2013 zeige eine Ertrags- und Vermögenslage sowie Bilanzstrukturen, die aufgrund von außerordentlichen und Einmalaufwendungen nicht den Erwartungen entsprochen hätten. Die Eigenkapitalquote bleibe unzureichend. Angesichts der gesenkten Prognosen für das laufende Jahr gehen die Analysten aufgrund des hohen, überwiegend fremdfinanzierten Wachstums von höheren Risiken aus.

          German Pellets hat im ersten Halbjahr den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 267,2 Millionen Euro gesteigert. Ein wesentlicher Treiber sei die 2013 erfolgte Inbetriebnahme des Werkes in Texas gewesen. Die dadurch niedrigeren Kosten hätten auch zu einem Anstieg des operativen Gewinns von 18,8 auf 31,6 Millionen Euro geführt. Ab 2015 seien zusätzliche Effekte aus dem Anlauf der Holzpellet-Produktion im Werk in Louisiana zu erwarten.

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          KTG Agrar bietet Anleihenumtausch an

          18.08.2014 Der Agrarkonzern KTG bietet einen Umtausch seiner 2015 fälligen und mit 6,75 Prozent verzinsten Anleihe im Volumen von 50 Millionen Euro an. Bis zum 24. September sollen Inhaber ihre Schuldverschreibungen in eine bis 2019 laufende Anleihe mit einem Zinskupon von 7,25 Prozent tauschen können. Die neue Anleihe soll nicht mehr im Stuttgarter Bond-M, sondern im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notieren. KTG Agrar wolle in den kommenden Jahren das Eigenkapital stärken und positive Mittelzuflüsse erwirtschaften und ohne wesentliche Neuinvestitionen wachsen. KTG hatte vor kurzem durch Verkauf und Rückpacht von Flächen das bilanzielle Eigenkapital gestärkt.

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          Dürr kündigt Anleihe

          18.08.2014 Der Automobilzulieferer Dürr hat seine im Jahr 2010 begebene Anleihe über 225 Millionen Euro wie anvisiert gekündigt. Die Kündigung erfolgt zum 28. September. Der komplette Anleihebetrag wird den Anleiheinhabern zu diesem Termin zu einem Kurs von 100,00 Prozent zurückgezahlt.  Bereits Ende März 2014 hat Dürr eine umfassende Refinanzierung zu verbesserten Konditionen abgeschlossen. Sie besteht aus einer neuen Unternehmensanleihe und einem Konsortialkredit über jeweils 300 Millionen Euro.+

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          Ekosem-Agrar herabgestuft

          08.08.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsbewertung der Ekosem-Agrar, der deutschen Holding des russischen Milchproduzenten Ekoniva, von „BB“ auf „B+“ gesenkt. Obwohl das Unternehmen im operativen Geschäft deutliche Erfolge vorweisen könne, hätten sich die Finanzkennzahlen in Folge des forcierten Wachstums verschlechtert. Bilanzrelationen und Ertragsentwicklung blieben bislang hinter den Erwartungen zurück. Auch wenn eine Verbesserung im aktuellen Geschäftsjahr möglich sei, überwögen die negativen Effekte und Risiken aus geopolitischen Spannungen derzeit die Chancen des Geschäfts.

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          S.A.G. Solarstrom macht Hoffnung auf gute Insolvenzquote

          06.08.2014 Der in Liquidation befindliche Solarkonzern S.A.G. Solarstrom hat den Verkauf der letzten drei Photovoltaik-Projekte des deutschen Portfolios abgeschlossen. Mit dem Verkaufsabschluss fließen der S.A.G. Solarstrom weitere Mittel im mittleren einstelligen Millionenbetrag zu. Weitere Mittelzuflüsse aus dem Verkaufsabschluss eines italienischen Portfolios sowie dem Rückfluss eines Darlehens stehen noch aus, werden jedoch ebenfalls in den nächsten Wochen erwartet. Diese verspäteten Zahlungsmittelzuflüsse hatten im Dezember 2013 zu dem Liquiditätsengpass und letztlich zur Insolvenzanmeldung geführt.

          Mit den Mittelzuflüssen wird das Unternehmen für Investoren attraktiver. Insolvenzverwalter Jörg Nerlich geht davon aus, dass ein Verkauf abgeschlossen und die Unternehmensgruppe fortgeführt werden kann. Dann werde auch eine „respektable“ Quote für die Gläubiger erreicht. Es sei allerdings weiterhin offen, wie die gesellschaftsrechtliche Abwicklung der Transaktion gestaltet werde. Das werde darüber entscheiden, ob Aktionäre einen Mittelrückfluss auf ihr eingesetztes Kapital erhielten.

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          Metalcorp mit gutem ersten Halbjahr

          06.08.2014 Der Metallhändler Metalcorp hat nach vorläufigen Zahlen im ersten Halbjahr 2014 ein den Umsatz um 44 Prozent auf 172,5 Millionen Euro gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert. Überproportional stieg das operative Ergebnis von 2,7 auf 4,7 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis verdoppelte sich auf 4,4 Millionen Euro. Dank der Aufstockung der Anleihe habe man das Geschäftsvolumen weiter ausbauen können. Unterdessen hat Metalcorp entscheiden, sich von seinee 41-Prozent-Beteiligung an der spanischen Tamarix zu trennen. Tamarix habe im ersten Halbjahr bei einem Umsatz von 298.000 Euro einen anteiligen Verlust von 178.000 Euro erzielt. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung und anhaltenden Auseinandersetzungen mit einem Mitgesellschafter habe man sich zu diesem Schritt entschlossen.

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          Gebr. Sanders verlängern Finanzierung

          05.08.2014. Der Bettwarenhersteller Gebr. Sanders hat seine „Borrowing-Base-Finanzierung“ für bis zu 7,5 Millionen Euro bei einer großen deutschen Bank wie geplant um ein Jahr bis zum 31.07.2015 verlängert..

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          Hahn geht von der Börse

          04.08.2014 Die Immobiliengesellschaft Hahn hat beschlossen, ihre Aktien von der Börse zu nehmen. Dieses soll innerhalb der kommenden sechs Monate wirksam werden. Der wirtschaftliche Nutzen der Börsennotierung sei nicht mehr zu rechtfertigen. Mehr als 90 Prozent der Aktien werden von zwei Großaktionären gehalten, unter anderem der Familie Hahn. Deshalb wurden zuletzt kaum noch Aktien gehandelt. Auch die Neuaufnahme von Aktienkapital sei nicht geplant. Das Unternehmen will weiter „transparent und kapitalmarktorientiert“ über den Geschäftsverlauf berichten. Der Handel der Unternehmensanleihe bleibt von der Entscheidung unberührt.

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          Gläubigerversammlung bei Centrosolar voraussichtlich am 9. September

          04.08.2014 Die Gläubigerversammlung des insolventen Solarunternehmens Centrosolar soll in der ersten Septemberhälfte, voraussichtlich am 9. September, in Hamburg stattfinden. Der genaue Termin werde noch bekannt gegeben. Anleihegläubiger müssen nicht persönlich erscheinen, weil dies der gewählte gemeinsamen Vertreter übernimmt.

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          René Lezard mit höherem Verlust

          04.08.2014 Der Modekonzern René Lezard hat im Geschäftsjahr 2013/2014 den Umsatz leicht auf 52,6 Millionen Euro gesteigert. Unter dem Strich stand aufgrund höherer Marketingaufwendungen ein Verlust von 1,3 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sei mit 0,4 Millionen Euro jedoch weiter positiv gewesen, der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von 0,8 auf 3,5 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote sank um 4 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

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          Rena erwägt neue Anleihe

          01.08.2014. Der insolvente Spezialist für nasschemische Oberflächenbehandlung, Rena, erwägt die Begebung einer neuen Anleihe. Institutionelle Gläubiger hätten erklärt, dass sie die Zeichnung für möglich halten. Die Anleihe soll indes eine Stückelung von 100.000 Euro haben. Sie soll auch unbeteiligten institutionellen Investoren offenstehen. Vor Ausgabe der neuen Anleihe soll die insolvente Rena GmbH Vermögenswerte in eine neue Tochtergesellschaft einbringen, die dann die besicherte Anleihe mit Disagio ausgeben würde. Der Nennbetrag der Anleihe, mit einer Laufzeit von möglicherweise 3 Jahren und einem Kupon im zweistelligen Bereich, könnte im einstelligen bis unteren zweistelligen Millionenbereich liegen. Rena will sich künftig vorrangig auf den Maschinenbau für die Bereiche Solar, Medizintechnik, Sondermaschinenbau und den dazugehörenden Service konzentrieren.

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          Feri setzt Anleihe der MS Deutschland auf Watchlist

          31.07.2014 Die Rating-Agentur Feri hat das Emissionsrating von „BB -“ des Kreuzschiffbetreibers MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft auf die Watchlist gesetzt. Grund hierfür sei die am Mittwoch bekanntgegebene schwächere Vertriebsleistung der Gesellschaft. Die damit verbundene Verfehlung des Umsatzziels für 2014 werde den Jahresverlust voraussichtlich vergrößern. In Verbindung mit dem Ausscheiden des Geschäftsführers erhöhe sich zudem der Handlungsdruck, kurzfristig durch geeignete Restrukturierungsmaßnahmen die Profitabilität zu erhöhen, um die Bedienung der Anleihe ab 2015 aus eigener Kraft zu gewährleisten. Feri werde nach der Spezifizierung des konkreten Maßnahmenkatalogs und der Anpassung der Vertriebsstrukturen prüfen, ob eine Ratingänderung erforderlich sei.

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          BDT und Overland Storage legen Patenstreit bei

          31.07.2014 Der Spezialist für Datensicherungssystemen und Druckerzuführungen, BDT-hat seinen Patentstreit mit dem amerikanischen Wettbewerber Overland Storage beigelegt. Die vertragliche Einigung beschließe eine Klage, die 2010 von Overland Storage eingereicht wurde. Mittels gegenseitiger Lizenzvereinbarungen sei nun auch der Grundstein für eine strategische Partnerschaft gelegt.

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          KTG Energie übertrifft eigene Ziele

          31.07.2014 Der Biogasanlagenkonzern KTG Energie hat nach eigenem Bekunden seine Ausbauziele für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. Oktober endet, übertroffen. KTG Energie habe rechtzeitig vor der morgen in Kraft tretenden Novelle des Erneuerbare Energien Gesetzes neue Anlagen mit einer Kapazität von 10 Megawatt in Betrieb genommen. So profitiere man noch von den vorteilhaften Bedingungen des EEG 2012. KTG Energie verfüge nun über Biogasanlagen mit einer Leistung von 53 Megawatt. Dies entspreche ab dem kommenden Geschäftsjahr einem langfristig gesicherten Umsatzsockel von 80 Millionen Euro und einem langfristig gesicherten Ertragssockel von mehr als 22 Millionen Euro operativem Gewinn.

          KTG Energie habe damit das eigene Ziel von 50 Megawatt deutlich übertroffen. „Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatz von mehr als 65 Millionen Euro und einem operativen Gewinn von 19,5 bis 20,5 Millionen Euro. Künftig will KTG Energie durch günstige Akquisitionen und neue Chancen im Markt für mobilen Wärmetransport und im Bau von Biogasanlagen, die landwirtschaftliche und biologische Reststoffe einsetzen, vorantreiben.

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          Verstärkte Restrukturierung bei MS Deutschland

          30.07.2014 Die MS Deutschland, die Betreibergesellschaft des gleichnamigen Kreuzfahrtsschiffs trennt sich im beiderseitigen Einverständnis von Christopher Nolde, dem noch vom früheren Hauptgesellschafter Aurelius eingesetzte Sprecher der Geschäftsführung. Er wird auch aus der Geschäftsführung der Reederei Peter Deilmann GmbH ausscheiden. Das Management der werde ab sofort von einem Team aus Vertriebs-, Schifffahrts- und Finanzierungsexperten unterstützt, das vom neuen Mehrheitsgesellschafter Callista Private Equity entsendet wird. In diesem Zusammenhang würden alle Optionen für eine Restrukturierung geprüft.

          Dies wirft abermals die Frage auf, ob auch eine Umwandlung von Schulden in Eigenkapital geprüft werden wird. Ende Mai war dies in einer Investorenpräsentation ins Spiel gebracht worden. Damals hieß es von Seiten der MS Deutschland, konkrete Überlegungen zu einem Umtauschangebot seien nicht bekannt.

          Derzeit heißt es, das hohe Potential der Deutschland solle in den kommenden Monaten mittels zusätzlicher, bereits definierter Vertriebsaktivitäten beschleunigt gehoben werden. Indes vermeldete das Unternehmen ebenfalls, dass es seine Umsatzziele im laufenden Jahr voraussichtlich nicht erreichen werde. Nach aktuellem Stand liege die Entwicklung knapp 6 Prozent unter Plan. Noch Ende Mai habe Nolde ein zweistelliges Umsatzwachstum versprochen, berichtet das Magazin Finance.

          Grund für die gesenkten Umsatzerwartungen ist, dass die Akquisition von Neukunden nicht so erfolgreich verläuft wie erhofft. Es gelingt also offenbar nicht in ausreichendem Maße über das Stammpublikum des als „Traumschiff“ bekannten Kreuzfahrers hinaus zu wachsen.

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          Joh. Fr. Behrens offenbar kurz vor erfolgreicher Refinanzierung

          30.07.2014 Der Hersteller von Nagelgeräten, Joh. Friedrich Behrens hat seine Verhandlungen mit den Banken über eine Verlängerung des Konsortialkredits bis zum 31. Dezember 2015 fast abgeschlossen. Es würden in den nächsten Tagen letzte Details geklärt. Das vermeldete das Unternehmen am Mittwoch. Die bisherigen Kreditlinien stünden bis zum Abschluss der Gespräche weiter zur Verfügung.

          In der laufenden Woche war bekannt geworden, dass das Unternehmen mindestens drei von vier Kreditbedingungen (Covenants) im Vorjahr und im ersten Quartal verletzt hatte (vgl. Ticker vom 28. Juli). In diesen Fällen steht den Banken ein Kündigungsrecht zu. Laut dem Magazin Finance hat Behrens die Kreditbedingungen auch im zweiten Quartal nicht erfüllen können. Dies habe Behrens auch schon Strafzinsen gekostet. Die zugrunde liegenden Kennzahlen würden „rollierend“ berechnet. Dadurch stehe die schwache Entwicklung des vergangenen Jahres (vgl. Ticker vom 7. Mai 2014) der Einhaltung der Covenants im Wege.

          Im zweiten Quartal habe sich die gute Geschäftsentwicklung des ersten Quartals allerdings fortgesetzt, so Behrens. In nahezu allen Märkten sei es gelungen, stärker als der Wettbewerb zu wachsen, die Behrens-Gruppe liege deutlich über Vorjahr und auch über den eigenen Erwartungen. Detaillierte Zahlen sollen zusammen mit dem Halbjahresbericht in etwa zwei Wochen veröffentlicht werden.

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          Eno Energy mit deutlichem Umsatz- und Gewinnrückgang

          29.07.2014 Nach mehrfacher Verschiebung (siehe Ticker vom 30. Juni 2014) hat der Windenergieanlagen-Hersteller Eno Energy nun den Geschäftsbericht für das Jahr 2013 vorgelegt. Demnach sank der Jahresüberschuss um mehr als die Hälfte auf 2,5 Millionen Euro. Auch der Betriebsgewinn fiel deutlich niedriger aus, ebenso wie der Umsatz, der um mehr als 10 Prozent auf 73 Millionen Euro fiel.

          Die Gründe für die schwächere Entwicklung seien in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu suchen. Es sei dadurch zu Verzögerungen und Verschiebungen in der Projektrealisierung gekommen. Sehr negativ habe sich die Insolvenz des Windkraftherstellers Fuhrländer ausgewirkt, da dadurch ein Projekt mit einem erwarteten Umsatz von gut 35 Millionen Euro habe rückabgewickelt werden müssen.

          Die Eigenkapitalquote fiel von knapp 30 auf weniger als 18 Prozent. Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und operativem Gewinn stieg mit rund 2,6 auf mehr als das Dreifache, ist damit aber noch immer auf niedrigem Niveau.

          Eno versucht nun stärker in Frankreich und Schweden Fuß zu fassen. Im kommenden Jahr soll der Umsatz mehr als 100 Millionen Euro erreichen. Das Ergebnis wird damit allerdings nicht Schritt halten. Mit mehr als 3,5 Millionen Euro vor Steuern wird es nicht nur deutlich niedriger ausfallen als 2012, sondern auch das Ergebnis von 2013 wohl nicht ganz erreichen.

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          Ekotechnika-Rating sinkt auf „CCC“

          28.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote der Ekotechnika, der Holding des Landtechnikhändlers Ekoniva-Technika, um drei Stufen auf „CCC“ gesenkt. Als Gründe wurden neben der Entwicklung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2013/14, die Finanzierungssituation auf dem russischen Markt sowie das aktuelle politische Umfeld angeführt.

          Ekotechnikas Umsatz war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 wegen des schwachen Rubel-Kurses um mehr als 8 Prozent gesunken. Der operative Gewinn schrumpfte um drei Viertel, der Verlust verdoppelte sich (vgl. Ticker vom 30. Juni 2014). Die Eigenkapitalquote sank von 0,25 auf minus 7,2 Prozent. Die Eigenkapitalerhöhung aus dem Juni sei analytisch nicht wirksam, weil ihr ein Darlehen der Muttergesellschaft in praktisch dergleichen Höhe dagegen stehe.

          Ekotechnika betont, dass sich das Geschäft in Russland besser als der Gesamtmarkt entwickle, räumt aber gleichzeitig ein, dass der Absatz importierter Landtechnik teilweise deutlich geringer sei als im Vorjahreszeitraum. Zwischenzeitlich sei der Maschinenpreis um mehr als 25 gestiegen. Zudem hätten sich die Finanzierungsmöglichkeiten der Agrarunternehmen verschlechtert – einerseits aufgrund eingeschränkter staatlicher Förderung, andererseits aufgrund der teilweisen Zurückhaltung russischer Banken bei der Finanzierung der Agrarbranche.

          Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres von April bis September 2014 erwartet Ekotechnika eine positivere operative Entwicklung, die Maschinenverkäufe zwischen April und Juni hätten deutlich über dem Branchendurchschnitt gelegen. Das margenstarke After-Sales-Geschäft werde weiter zulegen und den Anteil am Konzernumsatz von derzeit 26 Prozent erhöhen. Ekotechnika geht von einem Mittelzufluss im Gesamtjahr aus.

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          Joh. Fr. Behrens erreicht Kreditklauseln nicht

          28.07.2014 Der Hersteller von Nagelgeräten, Joh. Friedrich Behrens, hat von vier vereinbarten Covenants für den Konsortialkredit im Geschäftsjahr 2013 drei nicht erreicht. Auch im ersten Quartal seien trotz eines besseren operativen Geschäfts die vereinbarten Covenants für den Konsortialkredit verfehlt worden, sagte Gerhard Mayer, Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand AG dem Anleihe-Finder. Dieser Konsortialkredit sei aber neben der im Jahr 2011 begebenen Anleihe ein wichtiger Finanzierungsbaustein des Unternehmens. Joh. Friedrich Behrens hatte 2013 bei einem um 4 Prozent höheren Umsatz mit 2,66 Millionen Euro einen dreimal so hohen Verlust wie im Vorjahr verbucht (siehe Ticker vom 7. Mai 2014)

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          Constantin Medien zahlt Unternehmensanleihe vorzeitig zurück

          28.07.2014 Das Medienunternehmen Constantin wird die am 13. Oktober 2010 begebene und mit 9 Prozent verzinste  Unternehmensanleihe vorzeitig zurückzahlen. Das Volumen von 30 Milionen Euro soll zum 28. August zuzüglich Zinsen zurückgezahlt werden. Zur Refinanzierung sollen unter anderem die Mittel aus der am 4. Juli erfolgreich plazierten Barkapitalerhöhung in Höhe von netto rund 10,3 Millionen Euro sowie neue Darlehen eines Privatinvestors über 14 Millionen Schweizer Franken und 4,5 Millionen Euro verwendet werden. Diese haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 und werden jährlich mit 5 Prozent verzinst.

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          Eterna mit gutem erstem Halbjahr

          28.07.2014 Der Hemdenhersteller Eterna hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 3,4 Prozent auf 48 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn stieg um 7,5 Prozent auf 5,7 Millionen Euro. Der Auftragseingang für die Herbst-Winter-Kollektion liege im hohen einstelligen Prozentbereich über dem Vorjahr und werde sich entsprechend positiv im Umsatz niederschlagen.

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          Creditreform bewertet Peach-Property-Anleihe mit „BB+“

          28.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das lange ausgesetzte Rating der Inhaber-Teilschuldverschreibungen der Immobiliengesellschaft Peach Property mit „BB+“ festgesetzt. Durch die Insolvenz von zwei Generalunternehmern im Jahr 2013 sei es bei Immobilienprojekten der Garantin zu Verzögerungen und Mehrkosten gekommen. Auf Basis einer durchschnittlichen Betrachtung verschiedener Szenarien ergebe sich eine zufriedenstellende Vermögensdeckungsfähigkeit. Die Mittelzuflüsse sollten ausreichen, um die Ansprüche der Anleihegläubiger zu bedienen.

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          Kreditgeber von MT Energie verzichten auf Kündigung

          24. Juli 2014 Die Kreditgeber des angeschlagenen Biogasanlagenbauer MT-Energie werden die Kreditverträge nicht kündigen oder beenden. Aufgrund der Unterschreitung der vertraglich vereinbarten Mindesteigenkapitalquote von 20 Prozent zum 31.12.2013 ergab sich ein Sonderkündigungsrecht für die Anleger. Die erzielte Einigung steht unter der Bedingung einer weiter positiven Fortführungsprognose.

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          Mifa-Gläubiger stellen Weichen für Restrukturierung

          24.07.2014 Die Gläubigerversammlung des Fahrradherstellers Mifa hat den gemeinsamen Vertreter der Gläubiger bevollmächtigt, einer Stundung der Zinsansprüche sowie einem vorübergehenden Verzicht auf Kündigungsrechte zuzustimmen. Nun soll eine Restrukturierung der Anleihe erfolgen. Der Großaktionäre Hero Cycles fordert einen Verzicht der Anleihengläubiger von bis zu 80 Prozent.

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          Creditreform stellt Rating von German Pellets unter Beobachtung

          23.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Brennstoffherstellers German Pellets unter Beobachtung gestellt. Hintergrund ist der Konzernabschluss 2013. German Pellets hatte zwar den Umsatz um mehr als 7 Prozent gesteigert, der Jahresüberschuss hatte sich aber kaum merklich verbessert. Zudem hatten sich die Schuldenkennziffern verschlechtert. Das Rating werde nach Vorlage weiterer vom Unternehmen angeforderter Informationen überprüft und gegebenenfalls angepasst.

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          Sympatex-Rating sinkt auf „B+“

          23.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Spezialstoffherstellers Sympatex um eine Stufe von von „BB-“ auf „B+“ gesenkt. Die geplante Akquisition eines europäischen Mitbewerbers sei aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen nicht zustande gekommen. Daher würden sich geplante Umsatzsteigerungen auf 2015 verschieben. In den ersten fünf Monaten des aktuellen Geschäftsjahres habe Sympatex den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent steigern können. Zudem sei der Auftragseingang laut Unternehmensangaben im gleichen Zeitraum um 46 Prozent gestiegen.

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          KTG Energie wächst deutlich

          22.07.2014 Der Biogasanlagenbetreiber KTG Energie hat im ersten Halbjahr 2013/2014 (November bis April) den Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 49 Prozent auf 32,1 Millionen Euro gesteigert. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 57 Prozent auf 9,9 Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern von 0,1 Millionen Euro um das Zehnfache auf 1,0 Millionen Euro.

          Der Vorstandsvorsitzende Thomas Berger erhöhte die Prognose für das laufende Jahr abermals. Nun rechnet KTG Energie mit einem Umsatz von mehr als 65 Millionen Euro, einem operativen Gewinn zwischen 19,5 und 20,5 Millionen Euro sowie einem Betriebsgewinn von 12 bis 12,5 Millionen Euro. Positiv wirkten sich Boni von Energieversorgern aus, die nach der Auswertung von Umweltgutachten gezahlt werden. Künftig will KTG Energie durch Akquisitionen wachsen.

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          Alno steigert Umsatz

          22.07.2014 Der Küchenhersteller Alno hat im ersten Halbjahr den Umsatz um 14 Prozent auf 262 Millionen Euro gesteigert. Operativ aber steht im ersten Halbjahr ein Verlust von 3,7 Millionen Euro zu Buche, der allerdings aus dem ersten Quartal resultiert.

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          FFK-Anleger könnten mehr als 30 Prozent bekommen

          22.07.2014 Die Anleihengläubiger des insolventen Abfallaufbereiters FFK Environment könnten bis zu 30 Prozent ihres Investments zurückerhalten. Dies vermeldete die Kanzlei Mönning & Georg, die mit der Verwaltung der Insolvenz betraut ist. Für eine genaue Prognose sei es zwar noch viel zu früh, die Bandbreite liege zwischen einem „höheren, einstelligen Prozentbereich“ und mehr als 30 Prozent. An dem Verfahren seien nach Angaben der Kanzlei über 700 Forderungen mit einem Volumen von nahezu 60 Millionen Euro beteiligt.

          Ab August übernimmt die Eurologistik Umweltservice die Rohstofftiger Gesellschaft für Wertstoffaufbereitung und Rückgewinnung sowie den Logistikbereich der Muttergesellschaft. Der Investorenprozess für die dritte Gesellschaft aus dem FFK-Konzern, der FFK Compositepellets, laufe derweil weiter.

          Eine erfolgreiche Übernahme werde im Wesentlichen davon abhängen, ob der Anlagenbauer Dieffenbacher die technischen Probleme der neuartigen Maschine zur Produktion von Pellets aus biogenen und fossilen Grundstoffen (z.B. Braunkohle) lösen werde und die Anlage in den Dauerbetrieb genommen werden könne, so Mönning & Georg.

          Die Anlage war mit der seinerzeit begebenen Unternehmensanleihe im Volumen von 16 Millionen Euro finanziert worden, hatte aber aufgrund technischer Probleme nicht in den Dauerbetrieb gehen können. Dadurch seien notwendige Einnahmen entfallen, mit denen das Darlehen hätte bedient werden müssen, so Mönning & Georg. Dies sei ein Grund für die folgenden Insolvenzanträge der Gesellschaften gewesen. Die Maschine wurde überarbeitet und befindet sich im Testbetrieb.

          Für eine mögliche Quote auf die Forderungen der Anleger und der übrigen Gläubiger sei wesentliches, ob und welche der zahlreichen Schadenersatzforderungen auf langfristige Lieferverpflichtungen obsiegten und ob es gelingen könne, auch das Vermögen der Compositepellets zu veräußern.

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          Scope stuft Deutsche Forfait auf „CCC“ ab

          22.07.2014 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote des Außenhandelsfinanzierers Deutsche Forfait (DF) um zwei Stufen auf „CCC“ von „B-“ gesenkt. Eine weitere Senkung ist möglich. Als Grund nennt Scope die fortdauernde Unsicherheit hinsichtlich der amerikanischen Sanktionen. DF steht seit Februar wegen angeblicher Verstöße gegen die Iran-Sanktionen auf der schwarzen Liste der amerikanischen Office of Foreign Assets Control (siehe Ticker vom 17.02.2014). Dadurch ist das Geschäft in Dollar und Euro deutlich erschwert worden. Derzeit lebe das Unternehmen bei sehr begrenztem Geschäftsvolumen von seinen Barreserven, so Scope. Die Agentur schätzt den Mittelabfluss auf rund eine Million Euro im Monat. Wie lange das Widerspruchsverfahren noch in Anspruch nehmen werde, sei ungewiss.

          Auch wenn die Deutsche Forfait die Anleihezinsen von 2,36 Millionen Euro am 27. Mai gezahlt habe, werde die Liquidität nicht ausreichen, um die kurzfristigen Schulden von 43,3 Millionen Euro zu Jahresbeginn zu decken. Derzeit verhandele das Unternehmen mit den Banken.

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          Sanders stockt Anleihe auf

          18.07.2014 Der Bettwarenhersteller Sanders hat seine mit 8,75 Prozent verzinste Anleihe im Volumen von 18 Millionen Euro im Wege einer Privatplazierung auf 22 Millionen Euro aufgestockt. Die neuen Anleihen seien ausschließlich an institutionelle Investoren in Deutschland und im europäischen Ausland gegangen. Der Ausgabekurs lag mit 96,80 Prozent leicht unter dem aktuellen Börsenkurs. Die Erlöse sollen im Wesentlichen für den weiteren Ausbau von Produktion und Vertrieb verwendet werden.

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          Creditreform stuft VST auf „B-“ ab

          18.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote der VST Building Technologies von „B“ auf „B-“ herabgestuft. Ausschlaggebend hierfür sei insbesondere die Entwicklung im Geschäftsjahr 2013 gewesen sowie die negativen Effekte, die sich aus der angepassten Unternehmensplanung für das Jahr 2014 ergäben (siehe Ticker vom 30.Juni.2014).

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          Karlsberg steigert Umsatz deutlich

          17.07.2014 Die Brauerei Karlsberg hat nach vorläufigen Zahlen im  ersten Halbjahr 2014 den Umsatz um 23 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode auf 86,4 Millionen Euro gesteigert. Grund sei ein starkes Wachstum der Kernmarken Karlsberg, Mixery und Gründel´s alkoholfrei sowie deutlich höhere Umsätze im Ausland. Das Ergebnis stieg indes nur leicht um rund 6 Prozent auf 1,86 Millionen Euro. Finanzvorstand Ralph Breulingrechnet im Gesamtjahr mit einem Gewinn zwischen 3 und 3,3 Millionen Euro.

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          Sanochemia auf „B+“ abgestuft

          16.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Pharmazieunternehmens Sanochemia auf  gesenkt. Im Oktober vergangenen Jahres wurde der Konzern noch mit „BB“ zwei Stufen besser bewertet. Sanochemia hatte im ersten Geschäftshalbjahr zwar den Umsatz um mehr als 6 Prozent steigern können, dafür aber rutschte das Unternehmen mit einem Verlust von 1,2 Millionen Euro deutlich in die roten Zahlen (siehe Ticker vom 23. Mai). Creditreform erwartet daher auch zum Geschäftsjahresende negative Abweichungen. Zudem sei in der Produktion der Margendruck gestiegen, während aus dem amerikanischen Markt kurzfristig keine Umsatzimpulse zu erwarten seien.

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          Adler stockt Anleihe auf

          16.07.2014 Die Wohnimmobiliengesellschaft Adler Real Estate hat zur Umsetzung des weiteren Konzernwachstums ihre im Frühjahr plazierte und mit 6 Prozent verzinste Unternehmensanleihe um weitere 50 Millionen Euro auf jetzt 100 Millionen Euro aufgestockt. Die neuen Schuldverschreibungen gingen ausschließlich an institutionelle Investoren. Geplant ist, dass die Anleihe selbst ab dem 21. Juli nicht mehr im Entry, sondern im Prime Standard für Anleihen gehandelt wird.

          Nach Übernahme der Berliner Estavis AG und weiterer Portfolien hält Adler mittlerweile 25.000 Wohneinheiten und will die Mittel aus der Aufstockung für weitere Zukäufe verwenden. Die Rating-Agentur  Scope hat indes das Bonitätsrating des Unternehmens um eine Note von „BB“ auf „BB-„ herabgestuft. Das Verhältnis von Krediten zum Portfoliwert seit von 33 auf 71 Prozent gestiegen. Diese aggressive Expansionsstrategie birgt Risiken.

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          Neuer Vorstand für Seidensticker

          15.07.2014 Der Hemdenhersteller Seidensticker bekommt zum 1. September mit Martin Friedrich einen neuen Vorstand für Finanzen und das operative Geschäft. Detlef Adler wird im angelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 das Haus verlassen. Adler war 20 Jahre lang zunächst Finanzvorstand, seit 1996 Vorstandsvorsitzender. Adler werde das Unternehmen planmäßig verlassen, um sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

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          Porr übernimmt Mehrheit an UBM

          15.07.2014 Der Großaktionär der Immobiliengesellschaft UBM Realitätenentwicklung, der Baukonzern Porr hat seinen Anteil an der AG auf knapp 69 Prozent erhöht. Porr übernahm dabei die 25prozentige Beteiligung der CA Immo International und weitere Anteile. Porr zahlt dafür 36 Millionen Euro und somit rund 24 Euro je Aktie. Die Übernahme soll bis zum 31. Oktober abgeschlossen sein. Danach wird Porr ein Pflichtangebot nach dem Übernahmegesetz an alle anderen Aktionäre vorlegen.

          Porr möchte auf diese Weise seine Immobilienaktivitäten fokussieren. Doppelgleisigkeiten und sich überlappende Marktauftritte könnten bereinigt und die individuellen Stärken der beiden Geschäftsbereiche optimiert werden.

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          Eigentümergarantie gilt nicht für Peine-Anleihe

          08.07.2014 Die von der neuen chinesischen Muttergesellschaft des Herrenmodeherstellers Peine, Shangdong Ruyi, abgegebene Patronatserklärung gilt offenbar nicht für die Anleihe von Peine. Mit der Patronatserklärung erklärt das chinesische Textilunternehmen für die Verbindlichkeiten der Peine GmbH einzutreten. Allerdings gilt dies nur für Verbindlichkeiten, die bis zum 31. Dezember 2015 fällig werden und damit nicht für die 2018 zu tilgende Anleihe. Dies wurde inhaltlich von Lothar Peters, der als Berater dem Management der Peine GmbH bestätigt.

          Peine soll indes innerhalb des Garantiezeitraums in die Lage versetzt werden, für seine Verbindlichkeiten selbst aufzukommen und des Patronats nicht mehr zu bedürfen.

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          Ehemaliger Sic-Geschäftsführer muss wohl doch nicht für Anleihe haften

          08.07.2014 Der ehemalige Geschäftsführer des insolventen Solarzulieferers Sic Processing muss womöglich doch nicht als Prospektveranlasser haften. Anders als eine Woche zuvor die 6. Kammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth (vgl. Ticker vom 1. Juli 2014) hat die 10. Kammer desgleichen Gerichts am ersten Tag der mündlichen Verhandlung die Auffassung vertreten, dass dieser nicht als Prospektveranlasser gesehen werden könne. Dies teilte Hermann Jobe & Partner, die Anwaltskanzlei des Beklagten, mit.

          Außerdem bestünden auf Basis des gegenwärtigen Streitstandes keine hinreichenden Anhaltspunkte für einen Prospektfehler und damit für eine Haftung. Auch hier vertrat die 6. Kammer vor einer Woche eine entgegengesetzte Auffassung. Sie geht davon aus, dass Sic Processing die Risiken aus der Abhängigkeit vom Kunden Rec Wafer Norway nicht richtig dargestellt hat. Die Liquidation der Rec hatte auch Sic Processing in die Insolvenz getrieben.

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          Feri entzieht Fahrradbauer Mifa das Rating

          07.07.2014 Die Rating-Agentur Feri hat dem Fahrradbauer Mifa das Rating von zuletzt „CC“ entzogen. Die Agentur begründete dies mit einer unzureichenden Informationspolitik der Emittentin, auf deren Basis eine Bonitätsbewertung derzeit nicht möglich sei.

          Der nach der Aufdeckung von Bilanzfehlern schwer angeschlagene Fahrradbauer versucht derzeit, die Gläubiger dazu zu bewegen, einer Sanierung zu ihren Lasten zuzustimmen. Bei einer Abstimmung ohne Versammlung im Juni wurde das notwendige Quorum nicht erreicht. Deswegen soll jetzt am  23. Juli, 11 Uhr im Sitzungssaal der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Klaus Ehrich in Sangerhausen eine Präsenzversammlung stattfinden. Zunächst sollen die Gläubiger einen Gemeinsamen Vertreter wählen. Darüber hinaus sollen sie einer Stundung der am 12. August fälligen Zinsen und der vorübergehenden Aussetzung von Kündigungsrechten bis zum 31. Oktober 2014 zustimmen. Für die Beschlussfassung über die Bestellung eines Gemeinsamen Vertreters gilt kein Beschlussfähigkeits-Quorum; für die Stundung der Zinsansprüche und den vorübergehenden Ausschluss von Kündigungsrechten bedarf es einer Anwesenheit von 25 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen.

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          Konzernabschluss von Travel24 fehlerhaft

          04.07.2014 Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat den Konzernabschluss des Reiseanbieters Travel 24 für das Jahr 2012 gerügt. Erstens sei im Lagebericht sei nicht über die Kündigung eines wichtigen Vertrages durch einen großen Reiseveranstalter berichtet worden. Bis dahin seien auf diesen mehr als 10 Prozent der vereinnahmten Reisevermittlungsprovisionen entfallen. Zweitens sei der Zeitwert der Unternehmensanleihe mit 17,6 Millionen Euro um 3,8 Millionen Euro überhöht angegeben worden. Drittens wurde behauptet, dass die vom Unister-Konzern erhaltenen Servicedienstleistungen wie mit fremden Dritten abgerechnet würden. Tatsächlich aber erhält Unister nur eine geringe Pauschalvergütung und beschäftigt und bezahlt die Vorstände der Travel24.com.

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          Constantin Medien erhöht Kapital zwecks Anleihetilgung

          04.07.2014 Der Sport- und Filmvermarkter Constantin Medien hat will sein Grundkapital um knapp 10 Prozent auf 93,6 Millionen Euro erhöhen. Dazu sollen neue Aktien zum Preis von 1,25 Euro verkauft werden. Vorgesehen sei eine Privatplazierung bei ausgewählten Investoren. Bei vollständiger Durchführung der Kapitalerhöhung werde der Gesellschaft ein Bruttoerlös von rund 10,59 Millionen Euro zufließen. Mit dem Emissionserlös und Mitteln einem einjährigen Privatdarlehen zu 5,0 Prozent sollen Zins und Tilgung auf die mit 9 Prozent verzinste und im kommenden Jahr fällige Unternehmensanleihe über 30 Millionen Euro getilgt werden.

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          Peine-Rating fällt auf „C“

          03.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Herrenmodeherstelers Peine um vier Stufen auf die schlechteste Note „C“ gesenkt. Maßgeblich für die Entscheidung sei neben den operativen Verlusten insbesondere die verschlechterte Liquiditätssituation des Unternehmens gewesen. Peine wird mit der Note „C“ eine kaum ausreichende Bonität und ein hohes bis sehr hohes Insolvenzrisiko bescheinigt. Die letzten veröffentlichten Geschäftszahlen des Unternehmens waren für das Jahr 2012.

          Mittlerweile haben bei dem Wilhelmshavener Unternehmen die Chinesen endgültig das Sagen. Neuer Geschäftsführer ist Ben Zhang, der von der Shandong Ruyi Group kommt, die zu Jahresbeginn die Mehrheit an Peine übernahm. Der frühere Geschäftsführer Jan D. Leuze bleibt zweitgrößter Gesellschafter und werde dem Unternehmen weiterhin eng zur Seite stehen. Künftig wolle er sich aber primär um seine verschiedenen Investments kümmern, berichtet die „Textilwirtschaft“. In der Geschäftsführung bleibt Lothar Peters, der das operative Geschäft verantwortet.

          Diese meldet auch, dass Ruyi die Unabhängigkeit von Peine in vollem Umfang erhalten und das Unternehmen primär finanziell stärken wolle. Nach einer im Juni 2014 unterzeichneten Patronatserklärung besagt, garantiere Ruyi die Zahlung sämtlicher heutigen und künftigen Verbindlichkeiten der Peine GmbH.

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          UBM Realitätenentwicklung plaziert 160 Millionen Euro

          02.07.2014 Der Immobilienentwickler UBM Realitätenentwicklung hat seine Unternehmensanleihe mehr als erfolgreich plaziert. Das Unternehmen nutzte aufgrund der hohen Nachfrage seine Aufstockungsoption und plazierte mit 160 Millionen Euro 10 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. 71,1 Millionen Euro der Anleihe gingen an Gläubiger von Alt-Anleihen im Tausch gegen ihre Forderungen. 60 Prozent der Orders kamen aus Österreich, 40 Prozent aus Deutschland und Luxemburg.

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          MBB streitet mit Zahlstelle

          02.07.2014 Neues im Verwirrspiel um die Anleihe der auf Erneuerbare Energien spezialisierte Beteiligungsgesellschaft MBB Clean Energy: Das Göppinger Bankhaus Gebrüder Martin hat seinen Vertrag als Zahlstelle für die Anleihe gekündigt. MBB hat die Kündigung bestätigt, hält sie allerdings für unwirksam, ohne dies näher zu begründen. Aus dem Umfeld ist indes zu hören, dass der Kündigung eine Schadenersatzanzeige des Bankhauses gegen MBB vorausging. Diese sei aber vom Gericht als nichtig zurückgewiesen worden. Sollte die Kündigung tatsächlich mit der Anzeige oder deren Gegenstand begründet worden sein, gälte der Kündigungsgrund damit wohl als konstruiert und hätte keinen Bestand.

          MBB hatte im Mai 2013 etwa 72 Millionen Euro plaziert. Internationale Großinvestoren sollen im Frühjahr Zusagen über die Zeichnung weiterer 500 Millionen Euro gegeben haben. Weil aber die Gültigkeit der Anleihenurkunde aufgrund einer fehlenden Unterschrift angezweifelt wird, gingen offenbar weder Zahlungen noch die vereinbarten Erklärungen zum Zinsverzicht ein. Indes wären die Zinsen auf die gesamte Summe abgeführt worden. MBB hatte die fällige Zinszahlung daher ausgesetzt und diese bis dato nicht geleistet.

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          Enterprise Holdings kauft Anleihen zurück

          02.07.2014 Der Spezialversicherer Enterprise Holdings hat ein Rückkaufprogramm für seine 2012 begebene und mit 7 Prozent verzinste Unternehmensanleihe angekündigt. Bis zum Jahresende will das Unternehmen Anleihen im Nominalwert von maximal 2 Millionen Euro kaufen. Der Erwerbspreis darf nicht über dem des letzten unabhängig getätigten Abschluss oder höchstem unabhängigen Angebot an der Börse liegen. Die erworbenen Schuldverschreibungen können wieder veräußert werden. Die jüngsten nicht nachvollziehbaren Kursbewegungen hätten eine günstige Gelegenheit zum Rückkauf geboten, die man habe bisher nicht nutzen können. Nun sei man vorbereitet.

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          Eigenkapital von MT-Energie stark geschwunden

          02.07.2014 Der Umsatz des angeschlagenen Biogasanlagenbauers MT Energie ist im Geschäftsjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen um rund 60 Prozent auf 87,7 Millionen Euro gefallen. Ursächlich war die rückläufige Nachfrage nach landwirtschaftlichen Biogasanlagen infolge einer weitgehenden Marktsättigung und der Unsicherheit hinsichtlich der Förderung nach EEG. Der Verlust stieg mit 23,3 Millionen Euro auf mehr als das 15fache gegenüber dem Vorjahr. Die bilanzielle Eigenkapitalquote fiel auf 4,1 Prozent, die wirtschaftliche Eigenkapitalquote im weiteren Sinne auf 11,4 Prozent.

          Aus der gesunkenen Eigenkapitalquote ergibt sich ein Sonderkündigungsrecht der finanzierenden Banken. MT-Energie hat einen Verzicht auf die Kündigung beantragt. Die Gespräche sollen in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. 2013 sei ein „Aufsatzpunkt“ einer bisher erfolgreich verlaufenden Sanierung und Neuausrichtung. Die Konzentration auf den Export, insbesondere nach Frankreich, Großbritannien und Griechenland sowie die Neuausrichtung auf Abfallverwertungsanlagen und das erfolgreiche Dienstleistungsgeschäft hätten zu einem positiven Start in das Geschäftsjahr 2014 beigetragen.

          Das Magazin Finance weist daraufhin, dass aufgrund der gesunkenen Eigenkapitalquote der Zins auf die 2012 begeben Anleihe bei der nächsten Zahlung im April 2015 um einen Prozentpunkt höher ausfällt und dann 9,25 Prozent betragen muss.

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          Ekosem-Agrar mit mehr Umsatz und weniger Überschuss

          02.07.2014 Die Ekosem-Agrar, Holding des russischen Milchproduzenten Ekoniva, hat im Jahr 2013 den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18,6 Prozent auf 85,7 Millionen Euro gesteigert. Die Betriebsleistung stieg um 29 Prozent auf 139,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn kletterte um 47 Prozent auf 32,9 Millionen Euro. Aufgrund von Zinsaufwendungen in Höhe von 16 Millionen Euro (Vorjahr: 12,3 Millionen Euro) und Währungsverlusten aus Finanzierung in Höhe von 3,2 Millionen Euro fiel der Konzernjahresüberschuss aber um fast zwei Drittel auf 2,1 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte sie dieser indes von 4,2 Millionen Euro auf 5,3 Millionen Euro gestiegen.

          Die politische Lage in der Ukraine habe derzeit mehr positive als negative Einflüsse. Die Schwäche des Rubels werde durch einen hohen Milchpreis überkompensiert. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und operativer Gewinn um einen zweistelligen Prozentsatz steigen. Auch der Jahresüberschuss soll wieder zulegen. Zu einem erfolgreichen Jahr werde voraussichtlich auch der Pflanzenbereich beitragen.

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          Ehemaliger Geschäftsführer von Sic Processing muss wohl für Anleihe haften

          01.07.2014 Die 6. Kammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat im Klageverfahren wegen Prospekthaftung gegen den ehemaligen Geschäftsführer des insolventen Solarzulieferers Sic Processing in einer Verfügung darauf hingewiesen, dass dieser wohl als Prospektveranlasser anzusehen ist. Das bedeute, dass der ehemalige Geschäftsführer für den fehlerhaften Prospekt hafte, so der Rechtsanwalt des Klägers, Marc Liebscher. Weitere Klagen seien bei der 10. Kammer anhängig, diese habe sich noch nicht geäußert.

          Laut Verfügung sieht es die Kammer zudem als unstreitig an, dass Sic Processing die Versuche des Hauptkunden Rec Wafer Norway, seine Produktion ohne Einbeziehung von Sic nach Singapur zu verlegen, bekannt waren. Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung der Rec hätte im Prospekt aber auf diesen Umstand hingewiesen werden müssen, selbst wenn er noch nicht einmal als hoch wahrscheinlich hätte gelten müssen.

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          Karlie wechselt wegen „unterschiedlicher Auffassungen“ Geschäftsführer aus

          01.07.2014 Der Anbieter von Heimtierbedarfsartikeln, Karlie, hat mit Michael Perlitz einen neuen Geschäftsführer. Perlitz löst Angelika Westerwelle ab, die aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die Unternehmensstrategie das Unternehmen verlasse. Zudem wird der Verkäufer der 2013 übernommenen Pet Products Belgium, Erwin van Tendeloo Vorsitzender des Beirats. Darüber hinaus kauft der Gesellschafter Perusa Fund Anleihen im Wert von drei Millionen Euro zu einem Kurs „über dem durchschnittlichen Marktpreis der Anleihe“ in den vergangenen Wochen.

          Perlitz soll die Integration der Gruppe weiter vorantreiben und will die Beschaffungskette optimieren. Der Gesellschafter unterstütze diese Strategie uneingeschränkt. Karlie sei für Perusa ein wichtiges Investment, das zu einem der führenden europäischen Unternehmen im Bereich Heimtierbedarf ausgebaut worden sei. „Uns war von Beginn an bewusst, dass die Erlangung der europäischen Marktführerschaft eine starke Kapitalausstattung erfordert, weshalb Perusa in seinem Fonds frühzeitig Mittel dafür reserviert hat“, sagt Christopher Höfener, Geschäftsführer der Perusa GmbH.

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          Steilmann-Boecker vervielfacht dank Adler-Übernahme Umsatz und Gewinn

          01.07.2014 Das Modeunternehmen Steilmann-Boecker hat im Geschäftsjahr 2013 den Umsatz auf 440 Millionen Euro vervielfacht. Dies kam durch die Übernahme der Adler Modemärkte zustande, die das Unternehmen in eine andere Liga brachte. Das Reinergebnis stieg um das 21-fache auf mehr als 21 Millionen Euro, der operative Gewinn um gut das Elffache auf 53,7 Millionen. Gleichzeitg stiegen auch die Schulden deutlich, die Relation von Nettofinanzverschuldung und operativem Ergebnis blieb aber mit 1,4 ebenso auf solidem Niveau wie die Eigenkapitalquote von 33 Prozent. Die Ebit-Zins-Deckung verbesserte sich von 1,65 auf 4,3.

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          NZWL steigert Umsatz und Gewinn

          01.07.2014 Der Autozulieferer Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig (NZWL) hat im Geschäftsjahr 2013 den Konzernumsatz um 6,1 Prozent auf 69,5 Millionen Euro gesteigert. Grund war hauptsächlich der Anlauf neuer Aufträge für Zahnräder und Wellen. Das operative Ergebnis stieg von 9,1 Millionen Euro auf 9,7 Millionen, der Jahresüberschuss sank leicht auf 2,69 Millionen Euro, ebenso wie der Auftragsbestand von 36,1 Millionen Euro. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz um rund 8 Prozent auf rund 75 Millionen Euro wachsen. Der Konzernjahresüberschuss von 1,1 Millionen Euro werde  durch die Kosten für die Anleiheemission und durch höhere Zinsen negativ beeinflusst.

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          MS Deutschland schließt Vertriebskooperation mit FTI

          01.07.2014 Die Reederei Peter Deilmann, die das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland betreibt, hat mit dem Reiseveranstalter FTI vereinbart, dass dessen 11.400 Reisebüros ab dem 1. Oktober 2014 Reisen auf der MS Deutschland direkt anbieten und unmittelbaren Zugang zum Buchungssystem des Schiffs erhalten. Die Geschäftsführung der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft erwartet von der Kooperation einen signifikanten Umsatzbeitrag ab 2015.

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          Ekotechnika mit negativem Eigenkapital

          30.06.2014 Der Umsatz der Ekotechnika, Holding des russischen Landmaschinenhändlers Ekoniva, ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 (30.9.) auf 65,1 Millionen Euro von 71,2 Millionen Euro in der Vorjahresperiode gesunken. Diese Verringerung sei allein auf Währungseinflüsse zurückzuführen. In Rubel habe die Gesellschaft im Berichtszeitraum rund 5 Prozent mehr umgesetzt.

          Der operative Gewinn fiel auf 0,45 Millionen Euro von 1,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernverlust verdoppelte sich auf 10,6 Millionen Euro. Ekotechnika hofft, dass im zweiten Halbjahr positive Währungseffekte zu einer Ergebnisverbesserung führen. Der Abbau des Forderungsbestands führte zu einem positiven Mittelzufluss von 9,2 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote fiel von 0,2 auf minus 7,5 Prozent. Zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung hat Ekotechnika nach eigenem Bekunden nach dem Bilanzstichtag zum 31. März die Kapitalrücklage um 6 Millionen Euro aufgestockt, was aber die Eigenkapitallücke nicht deckt.

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          Eno Energy will Jahresabschluss abermals verschieben

          30. Juni 2014 Der Windanlagenbauer Eno Energy hat bei der Börse Düsseldorf die Verschiebung der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2013 auf Ende Juli 2014 beantragt. Hintergrund sei ein erhöhter Prüfungsaufwand, da aufgrund des rapiden Unternehmenswachstums erstmalig ein Konzernabschluss erstellt werde. Die Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichtes sei aber weitgehend abgeschlossen.

          Es ist dies die dritte Verschiebung des Jahresabschlusses. Eno Energy hatte diesen zunächst für Ende April angekündigt ihn dann auf Mitte Mai und schließelich Ende Juni verscho9ben.  bislang weder das neue Rating noch den Jahresabschluss veröffentlicht. Diesen hatte Eno zuletzt für den vergangenen Freitag angekündigt, mittlerweile ist er auf den 30. Juni verschoben.

          Die Rating-Agentur Creditreform hatte die Bonitätsnote des Windanlagenherstellers Eno Energy im Mai auf „B“ gesenkt und ein eingeschränktes Testat erteilt. Zuvor war das frühere, um vier Stufen bessere Rating von „BB+“ausgesetzt gewesen (Ticker vom 26. Mai).

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          Eyemaxx setzt Dividendenzahlung aus

          30.06.2014 Der Projektentwickler Eyemaxx hat aufgrund der beschlossenen Erweiterung des Geschäftsmodells auf Pflege- und Wohnimmobilien entschieden, die Dividendenzahlung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 auszusetzen. Die Projekt-Pipeline beziffert das Unternehmen auf rund 180 Millionen Euro. Rund 120 Millionen stammten aus dem Kerngeschäft Fachmarktzentren. In den neuen Geschäftsfeldern habe man Projekte mit einem Volumen von 60 Millionen Euro identifiziert. Noch im laufenden Jahr könne mit dem Bau erster Pflegeheime und Wohnimmobilien begonnen werden.
          Mehrheitsaktionär Michael Müller will bis zu drei Prozent der Aktien aus seinem persönlichen Bestand an Mitarbeiter und aktive Partner zu einem begünstigten Kurs abzugeben. Damit soll sowohl der bisherige Unternehmenserfolg belohnt als auch zusätzliche Motivation geschaffen werden.

          Im ersten Halbjahr war der Gewinn des Unternehmens, wie schon bekannt, deutlich von 1,4 auf 0,5 Millionen Euro gesunken. Nach dem nun vorgelegten Halbjahresbericht ist auch die Nettoverschuldung deutlich gestiegen. Indes hat sich der operative Mittelabfluss halbiert.

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          VST steigert Umsatz

          30.06.2014 Der Bauzulieferer VST Building Technologies hat im Geschäftsjahr 2013 den Umsatz um 118 Prozent auf 28,5 Millionen Euro gesteigert. Zurückzuführen sei dies auf zahlreiche ganz und teilweise fertiggestellte Projekte. Das Betriebsergebnis vor Drohverlusten stieg auf 1,36 Millionen Euro von 0,15 Millionen Euro im Vorjahr. Die Drohverlustrückstellungen beliefen sich auf insgesamt 3,74 Millionen Euro und bezogen sich vor allem auf durch einen Subunternehmer verschuldete Mängel und daraus resultierende Aufwendungen sowie auf einen Schaden bei einem Projekt im westlichen Deutschland. VST habe die Schäden nach dem Bilanzstichtag bei der Versicherung geltend gemacht und geht diesbezüglich von einer Abdeckung durch die Versicherung aus. Dies würde dann wiederum unmittelbar einen positiven Ergebnisbeitrag bedeuten. Ansonsten betrug der Betriebsverlust 2,39 Millionen Euro, der Reinverlust 2,12 Millionen Euro nach 0,04 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. VST erwartet im laufenden Jahr Erlöse um 30 bis 40 Prozent über dem Vorjahr. Zudem befinde man sich in aussichtsreichen Gesprächen mit einem Partner über einen weiter verbesserten Projektzugang in ausgewählten Regionen.

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          Bastei Lübbe erwartet stagnierenden Gewinn

          30.06.2014 Der Bastei-Lübbe-Verlag hat im Geschäftsjahr 2013/2014 den Umsatz um 9,4 Prozent auf 107,5 Millionen Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis wuchs um 24,7 Prozent auf 14,9 Millionen Euro, der Jahresüberschuss um 14,5 Prozent auf 9,1 Millionen Euro. Zu der positiven Umsatzentwicklung hätten alle Segmente beigetragen. ”, kommentiert Thomas Schierack den Umsatzsprung von 98,3 Millionen Euro im Vorjahr auf nunmehr 107,5 Millionen Euro. Nach wie vor ist das Buchgeschäft mit gut 80 Prozent das größte Geschäftsfeld. Der Anteil der digitalen Produkte betrage knapp 15 Prozent. Das Segment „Non-Book“ rutschte indes in die roten Zahlen.

          Bastei-Lübbe will im September eine Dividende von 28 Cent je Aktie zahlen. Auch künftig sollen 40 bis 50 Prozent des ausschüttungsfähigen Jahresüberschusses ausgezahlt werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Bastei Lübbe ein moderates Wachstum des Umsatz, aber nur eine Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau. Anlaufkosten der angedachten Gemeinschaftsunternehmen in China und Amerika würden voraussichtlich das Ergebnis belasten.

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          Anleihe von Beate Uhse rasch gezeichnet

          30.06.2014 Die Anleihe des Erotikartikelhändlers Beate Uhse wurde am Monat innerhalb weniger Stunden verkauft. 30 Millionen Euro konnten bei institutionellen Investoren und Privatanlegern plaziert werden. Die Anleihe hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird mit 7,75  Prozent p.a. auf ihren Nennbetrag verzinst.

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          Gamigo kauft Anleihe zurück

          26.06.2014 Der Onlinespiele-Anbieter Gamigo hat 7,2 Millionen Euro seiner im vergangenen Jahr begebenen Anleihe zu Kursen unter Nennwert zurückgekauft. Damit standen zum Jahresende nur noch Anleihen mit einem Nennwert von 4,9 Millionen Euro aus. Die Anleihekurse spiegelten die positive Perspektive des Unternehmens nicht wider. Zudem könne man das geplante organische Wachstum aus dem operativen Geschäft finanzieren. Mögliche Akquisitionen will man nun stärker mit Aktien und Barmitteln bezahlen.

          Aufgrund des mit dem Erwerb verbundenen außerordentlichen Ertrages konnte Gamigo das Geschäftsjahr 2013 mit einem um 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Gewinn von 172.000 Euro abschließen. Der Konzernumsatz fiel leicht auf 15,1 von 15,3 Millionen Euro. Operativ verzeichnete Gamigo einen Verlust von 42.000 Euro nach einem Gewinn von fast 12 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser war aber seinerzeit durch einen Darlehensverzicht entstanden. Die ertragsorientierte Bereinigung des Spiele-Portfolios sowie die stärkere Fokussierung der Organisation habe zu den Verbesserungen beigetragen. Für 2014 erwartet der Vorstand ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich und einen deutlichen operativen Gewinn.

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          PosterXXL erholt sich

          24.06.2014 Der angeschlagene Fotodienstleister PosterXXL hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bis Ende Mai trotz der Einstellung unprofitabler Geschäftstätigkeiten den Umsatz um drei Prozent auf 7,1 Millionen Euro, gesteigert. Zudemgelang die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Operativ stand ein Gewinn von :  von 700.000 Euro nach einem Verlust von 1,2 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Nach Steuern blieben 400.000 Euro, nach einem Verlust von 1,4 Millionen Euro vor Jahresfrist. Ursache sei die Fokussierungsstrategie sowie das strikte Kostenmanagement. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank der Personalaufwand um rund 17 Prozent. Die Gemeinkosten fielen um 27 Prozent. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 33,6 Prozent. Vor gut zwei Jahren hatte das Unternehmen noch einen Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals anzeigen müssen.

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          Scope stuft Karlie ab

          24.06.2014 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote des Heimtierbedarfhändlers Karlie um eine Stufe von „BB“ auf „BB-„ gesenkt. Die Herabstufung wird insbesondere damit begründet, dass die operative Integration akquirierter Unternehmen langsamer als erwartet voranschreite. Die Realisierung von Skalen- und Synergieeffekten und damit die Stärkung des Finanzprofils verschöben sich dadurch. Diese würden sich erst 2016 voll entfalten. Karlie hinke seiner Integrations- und Finanzplanung hinterher. Trotz Karlies führender Marktstellung sei das Finanzprofil anfällig. Zwar werde sich die bis auf ein Prozent gesunkenen operative Marge deutlich erholen, doch reflektiere das Rating weiter die Belastung der operativen und freien Mittelzuflüsse  in den Jahren 2012 und 2013. Für 2014 und 2015 erwartet Scope weitere Belastungen des operativen Geschäfts.

          Karlie sei aber auf gutem Weg, die Marktführerschaft weiter auszubauen und die operative Marge mittelfristig zu stärken. Darüber hinaus rechnet Scope mit weiteren positiven Ergebniseffekten durch den verstärkten Ausbau der eigenen Produktionskapazitäten in China (Dong Guan New Century Pets Products). Langfristig werde Karlie gestärkt aus der laufenden Marktkonsolidierung hervorgehen. Trotz einer vergleichsweise hohen Fremdkapitalquote sei Karlie gut aufgestellt. Die Hebelung (Nettoverschuldung druch operativen Gewinn) beziffert Scope auf 18. Indes gebe es keinen dringlichen Refinanzierungsbedarf. Ein höheres Rating wäre möglich, wenn sich der operative Gewinn auf einem Niveau stabilisiere, das die Gefahr einer deutlichen Verschlechterung des Finanzprofils durch Einmaleffekte deutlich reduziere.

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          Gewinn der Stern Immobilien fällt deutlich

          23.06.2014 Der Gewinn des Immobilienverwalters Stern Immobilien ist im vergangenen Jahr auf 3,3 von 5,5 Millionen Euro im Vorjahr gesunken. Einen Großteil dieses Rückgangs führt Stern auf die Kosten der Anleihenemission einschließlich der Zinszahlung zurück, die das Unternehmen mit 1,3 Millionen Euro beziffert. 2014 soll das Ergebnis stagnieren. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel 2013 auf 4,6 Millionen Euro von 6,4 Millionen Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote sank durch Investitionen in München-Lehel sowie in Istanbul-Kadiköy sowie die Anleihenbegebung von gut 30 auf 22,4 Prozent. 2014 habe man am Isarhochufer und im Herzogpark weitere Immobilien erworben.

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          Underberg will Anleihe durch Verkäufe tilgen

          20.06.2014 Nachdem Underberg bei Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2013/2014 eine „frühzeitige Refinanzierung“ der Mittelstandsanleihe angekündigt hat (Ticker vom 17. Juni), gibt es nun erste Details. Die Rückzahlung der Anleihe solle in erster Linie durch Verkäufe gewährleistet werden, berichtet der Anleihe-Finder. Underberg hatte schon im März bestätigt, ihre Mehrheitsbeteiligung an der österreichischen Sektkellerei Schlumberger verkaufen zu wollen. Damals wie heute hieß es, es gebe konkrete Gespräche. Zur zukünftigen Finanzierung würden drei Optionen geprüft. Eine davon sieht eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von sieben bis acht Jahren vor.

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          7,75 Prozent von Beate Uhse

          17.06.2014 Der Erotikartikelhändler Beate Uhse will eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von bis zu 30 Millionen Euro begeben. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 7,75 Prozent über eine Laufzeit von 5 Jahren ausgestattet. Gezeichnet werden kann sie ab dem 30. Juni und soll ab dem 9. Juli im Entry Standard für Unternehmensanleihen in Frankfurt gehandelt werden. Die Rating-Agentur Euler Hermes bewertet Beate Uhse mit der eher schwächeren Note „BB-„.

          Beate Uhse, das sich erfolgreich vorwiegend auf Frauen spezialisiert hat, hat im ersten Quartal den Umsatz von 36,5 auf rund 38 Millionen Euro steigern können. Der operative Gewinn stieg von 2,17 auf 2,31 Millionen Euro, der Betriebsgewinn von 0,6 auf 1,12 Millionen Euro. Während Einzelhandel und Unterhaltungsgeschäft rückläufig sind, entwickelte sich der Versandhandel auf der Umsatzseite besser. Vor allem aber im Großhandel zeigte sich das Unternehmen stärker.

          Beate Uhse verfügte zum 31.12 über eine Eigenkapitalquote von 33 Prozent. Die Nettofinanzverschuldung überstieg den operativen gewinn um den Faktor 1,7. Die Zinslast war mit dem 14fachen des Betriebsgewinns überdeckt.

          Der Erlös aus der Emission soll zur Finanzierung von Investitionen, insbesondere im Marketing und zur Rückführung von Bankkrediten verwendet werden. Diese wies Beate Uhse zum 31.12 mit 3,5 Millionen Euro aus.

          Underberg steigert operativen Gewinn

          17.06.2014 Der Magenbitterhersteller Semper idem Underberg hat in dem am 31. März endenden Geschäftsjahr 2013/2014 nach vorläufigen Zahlen den operativen Gewinn von 6,7 auf 7,4 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz sank dagegen um mehr als 7 Prozent auf 119,3 Millionen Euro. Grund ist vor allem die vorzeitige Auflösung des Distributionsvertrags aus einem mit Rémy Cointreau betriebenen Gemeinschaftsvertriebs. Ohne diesen Effekt wäre der Umsatz nach Unternehmensangaben um 1,4 Prozent auf 116,1 Millionen Euro gestiegen. Underberg kündigte obendrein an, die im April 2016 fällige Anleihe frühzeitig refinanzieren zu wollen. Derzeit würden Optionen geprüft.

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          KTG Energie steigert Umsatz und Gewinn

          17.06.2014 Der Biogasproduzent KTG Energie hat im April zu Ende gegangenen ersten Geschäftshalbjahr den Umsatz gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 38 Prozent auf 29,82 Millionen Euro gesteigert. Operativer und Betriebsgewinn stiegen um jeweils 34 Prozent auf 8,5 bzw. 5,5 Millionen Euro. Der Vorstand erhöhte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr und erwartet nun einen Umsatz von mindestens 65 Millionen Euro (bisher: bis zu 65 Millionen Euro), einen operativen Gewinn von mindestens 18 Millionen Euro (bisher 16 bis 17 Millionen Euro) sowie einen Betriebsgewinn von mindestens 11,5 Millionen Euro (bisher 9,0 bis 9,5 Millionen Euro).

          Der Ausbau der Anlagenparks laufe planmäßig, die Kapazität werde bis Ende Juni von 43 auf 50 Megawatt ausgebaut. Damit werde das Ziel mehr als ein Jahr früher als ursprünglich geplant erreicht. Damit wachse der garantierte Umsatzsockel auf mehr als 75 Millionen Euro pro Jahr und der Sockel des operativen Gewinns auf deutlich mehr als 20 Millionen Euro.

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          Grand City Properties stockt Wandelanleihe um 150 Millionen Euro auf

          16.06.2014  Der Immobilienspezialist Grand City Properties hat beschlossen, seine Wandelschuldverschreibungen um 125 Millionen Euro auf bis zu 275 Millionen Euro zu erhöhen. Die neuen Anleihen werden zu einem Preis von 111,25 Prozent ihres Nennwerts zuzüglich aufgelaufener Zinsen ausgegeben. Der Nettoemissionserlös von rund 140 Millionen Euro soll zur weiteren Finanzierung von Akquisitionen verwendet werden. Die Anleiheschulden wachsen damit auf 625 Millionen Euro.

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          Zoff zwischen Creditreform und Mitec

          16.06.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat sich in einer vom Anleihen-Finder veröffentlichten Stellungnahme gegen die Vorwürfe des Autozulieferers Mitec gewehrt (siehe Ticker vom 5. und 6.6). Creditreform hatte das Rating ausgesetzt, weil es von Mitec nicht fristgerecht, ausreichende Informationen erhalten habe. Bei der Rating-Überprüfung sei man generell auf die Mitwirkung der Unternehmen angewiesen. Sämtliche Informationen würden vertraulich behandelt, auch bei Mitec sei nicht von einer Veröffentlichung die Rede gewesen. Das Unternehmen sei mehrmals aufgefordert worden, Informationen einzureichen. Neben Jahresabschlussdaten seien dabei auch Informationen zur unterjährigen Entwicklung und zur geplanten Entwicklung angefordert worden. Mitec habe diese nicht eingereicht und auch die letzte Frist verstreichen lassen. Von der Aussetzung sei Mitec entsprechend der regulatorischen Vorgaben, mindestens 24 Stunden vorab informiert worden. Insgesamt sei der Autozulieferer wie jedes andere Unternehmen behandelt worden.

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          Zamek geht in Regelinsolvenz

          13.06.2014 Der Fertigsuppenhersteller Zamek geht von der Insolvenz in Eigenverwaltung in die Regelinsolvenz. Der bisherige Geschäftsführer der Holding, Nikolaos Antoniadis, hat die Leitung an den Düsseldorfer Rechtsanwalt Christoph Niering übergeben, der bislang Sachwalter gewesen war. Hintergrund sind die unterschiedliche Auffassungen der Geschäftsführung und des Vertreters der Anleihegläubiger.

          Die Holding hält als eigenen substantiellen Vermögenswert das Grundstück des Produktionsbetriebs. Der Sachwalter der operativen Gesellschaften fordert dieses zurück. Die Anleihegläubiger aber wollen das Faustpfand nicht aus der Hand geben. Der Gemeinsame Vertreter, Frank Günther, befürchtet dass die Anleihegläubiger ansonsten leer ausgehen.

          Antoniadis wirft Günther vor, die isolierte Veräußerung des Grundstücks anzustreben, und so die Sanierung der operativen Tochtergesellschaften zu gefährden. Mit dem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hätte Zamek aus eigener Kraft wieder profitabel werden sollen. Ziel sei es gewesen, die bestmögliche Lösung für die Gesellschaften, die Mitarbeiter, „aber natürlich auch für die Gläubiger“ zu finden. Dies wiederum bezweifelt Günther.

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          Homann macht Verluste

          11.06.2014 Der Holzwerkstoff Spezialist Homann hat den Umsatz im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen um 6,9 Prozent auf 187 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn fiel allerdings von 45,4 auf 11,7 Millionen Euro. Grund sei vor allem, dass 2012 der Verkauf der Tochter Homapal ertragsteigernd gewirkt hatte. Darüber hinaus hätten höhere Rohstoffkosten im Inland nicht im vollen Umfang an die Kunden weiter gegeben werden können. Unter dem Strich schrieb Homann mit einem Verlust von 7,6 Millionen Euro deutlich rote Zahlen. 2012 hatte es noch einen Gewinn von 30,3 Millionen Euro gegeben. Auf bereinigter Basis liege der Gewinn um rund 3,7 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Grund seien Kosten von Personalanpassungsmaßnahmen im Saarland, und höhere Finanzierungskosten für den Ausbau des polnischen Standorts Krosno. Langfristig strebe man die Stärkung der Eigenkapitalbasis an. Daher würden derzeit verschiedene Eigenkapitalmaßnahmen geprüft.

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          Mitec weist Rating-Aussetzung zurück

          06.06.2014 Der Autozulieferer Mitec hat die Aussetzung des Ratings durch die Agentur Creditreform als unbegründet zurückgewiesen. Alle Folgemeldepflichten seien erfüllt worden.  Die Forderung der Rating Agentur, acht Wochen vor dem neuen Ratingtermin vorläufige Daten des Unternehmens zu erhalten und dies zu Bedingung der Aufrechterhaltung des Ratings zu machen, sei vertragswidrig und widerspreche dem Aktienrecht.  Der Vorstand sei durch Aufsichtsratsbeschlüsse und das Aktienrecht gebunden, vor der Genehmigung des Jahresabschlusses und vor dessen Bestätigung durch die Hauptversammlung Daten, auch keine vorläufige Daten, an Dritte zu übermitteln. Man habe Scope mit der Erstellung eines neuen Ratings beauftragt.

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          Mitec-Rating ausgesetzt

          05.06.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat das Unternehmensrating des Autozulieferers Mitec Automotive ausgesetzt. Grund sei eine unzureichende Informationslage. Mitec wurde zuletzt mit „BB-„ bewertet. Zum Zeitpunkt der Emission war diese mit „BBB-“ noch drei Notenstufen besser gewesen. Creditreform hatte das Rating im April und September 2013 auf das zuletzt gültige Niveau gesenkt. Das Unternehmen hat bislang noch keinen Jahresbericht für 2013 veröffentlicht. Im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres war der operative Gewinn gegenüber der Vorjahresperiode von knapp 11 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro gefallen. Der Umsatz hatte bei rund 70 Millionen Euro stagniert.

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          Paragon-Rating steigt auf „BBB-“

          05.06.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Autozulieferers Paragon um eine Stufe auf „BBB-„ von „BB+“ heraufgestuft. Positiv habe Creditreform die anhaltend gute Entwicklung von Umsatz und Mittelzuflüssen hervorgehoben. Zudem verfüge Paragon über eine gute Profitabilität, eine stabile Eigenkapitalquote und einen hohen Liquiditätspuffer. Das teilte das Unternehmen mit.

          Paragon hatte im ersten Quartals den Umsatz um mehr als 15 Prozent auf rund 19 Millionen Euro gesteigert und damit die eigenen Erwartungen übertroffen.

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          Renusol-Verkauf bringt Centrosolar-Gläubigern Geld

          03.06.2014 Centrosolar hat die Tochtergesellschaft Renusol an die amerikanische RBI Solar verkauft. Der Insolvenzmasse flössen nach Abzug von Verbindlichkeiten etwa 2,6 Millionen Euro zu. Es sei beabsichtigt, den Verkaufserlös nach Abzug einer üblichen Massebeteiligung von 15 Prozent an die Gläubiger auszuschütten.

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          Metalcorp stockt Anleihe auf

          02.06.2014 Der Metallhändler Metalcorp hat seine  Unternehmensanleihe im Rahmen einer Privatplazierung bei institutionellen Investoren um 10,44 Millionen Euro aufgestockt. Das Gesamtvolumen beträgt nun 31,24 Millionen Euro. Metalcorp plant nach eigenem Bekunden keine weiteren Aufstockung der Anleihe und keine weiteren Kapitalmarkttransaktionen in diesem Jahr.

          Den Emissionserlös will das Unternehmen überwiegend als Bar-Sicherheit für Handelsaktivitäten nutzen und so den Umsatz steigern.

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          Schwache Zahlen von Travel24

          02.06.2014 Schwache Zahlen hat der Internet-Reiseanbieter Travel 24. com vorgelegt. Bei einem marginalen Umsatzanstieg auf 29 Millionen Euro fiel das operative Ergebnis von 2,5 auf 0,3 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Verlust von 1,2 Millionen Euro. Dementsprechend stieg die Relation von Nettofinanzverschuldung und operativem Gewinn von knapp 7 auf mehr als 60. Die Eigenkapitalquote fiel von 15,7 auf 11,1 Prozent.

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          Gebr. Sanders tilgen Alt-Anleihe

          02.06.2014 Der Bettwarenhersteller Gebr. Sanders hat seine im Mai 2013 begebene einjährige Anleihe fristgemäß zum 31. Mai zurückgezahlt. Die Schuldverschreibung im Volumen von 11 Millionen Euro mit einem Zinskupon von 9 Prozent war seinerzeit im Weg einer Privatplazierung ausschließlich an institutionelle Investoren ausgegeben worden.

          Zudem gab das Unternehmen bekannt, dass der Auftragsbestand zum 30. April 16,5 Millionen Euro betragen habe und damit 110 Prozent höher sei als vor Jahresfrist. Man sei sehr zuversichtlich, das Wachstumsziel von 25 Prozent für dieses Jahr zu erreichen.

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          Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über Rena eröffnet

          01. Juni 2014 Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen hat zum 1. Juni die Insolvenz in Eigenverwaltung über den Maschinenbauer Rena eröffnet. Geschäftsführer ist Thomas Oberle, der kurz nach dem Insolvenzantrag berufen worden war sowie Firmengründer Jürgen Gutekunst und Jan von Schuckmann. Sachwalter ist Jan Markus Plathner. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe den Antrag auf Eigenverwaltung einstimmig unterstützt. Rena will nun die Zukunftsplanung mit den Hauptgläubigern abstimmen. Der Zukunftsplan enthält eine klare strategische Ausrichtung des Unternehmens und der definierten Geschäftsfelder und habe eine möglichst hohe Befriedung der Gläubiger zum Ziel.

          Meldungen Januar bis Mai 2014

          Meldungen 2013

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