https://www.faz.net/-gv6-79akh

Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

+++

Eigenkapital von MT-Energie stark geschwunden

02.07.2014 Der Umsatz des angeschlagenen Biogasanlagenbauers MT Energie ist im Geschäftsjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen um rund 60 Prozent auf 87,7 Millionen Euro gefallen. Ursächlich war die rückläufige Nachfrage nach landwirtschaftlichen Biogasanlagen infolge einer weitgehenden Marktsättigung und der Unsicherheit hinsichtlich der Förderung nach EEG. Der Verlust stieg mit 23,3 Millionen Euro auf mehr als das 15fache gegenüber dem Vorjahr. Die bilanzielle Eigenkapitalquote fiel auf 4,1 Prozent, die wirtschaftliche Eigenkapitalquote im weiteren Sinne auf 11,4 Prozent.

Aus der gesunkenen Eigenkapitalquote ergibt sich ein Sonderkündigungsrecht der finanzierenden Banken. MT-Energie hat einen Verzicht auf die Kündigung beantragt. Die Gespräche sollen in den kommenden Tagen abgeschlossen werden. 2013 sei ein „Aufsatzpunkt“ einer bisher erfolgreich verlaufenden Sanierung und Neuausrichtung. Die Konzentration auf den Export, insbesondere nach Frankreich, Großbritannien und Griechenland sowie die Neuausrichtung auf Abfallverwertungsanlagen und das erfolgreiche Dienstleistungsgeschäft hätten zu einem positiven Start in das Geschäftsjahr 2014 beigetragen.

Das Magazin Finance weist daraufhin, dass aufgrund der gesunkenen Eigenkapitalquote der Zins auf die 2012 begeben Anleihe bei der nächsten Zahlung im April 2015 um einen Prozentpunkt höher ausfällt und dann 9,25 Prozent betragen muss.

+++

Ekosem-Agrar mit mehr Umsatz und weniger Überschuss

02.07.2014 Die Ekosem-Agrar, Holding des russischen Milchproduzenten Ekoniva, hat im Jahr 2013 den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 18,6 Prozent auf 85,7 Millionen Euro gesteigert. Die Betriebsleistung stieg um 29 Prozent auf 139,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn kletterte um 47 Prozent auf 32,9 Millionen Euro. Aufgrund von Zinsaufwendungen in Höhe von 16 Millionen Euro (Vorjahr: 12,3 Millionen Euro) und Währungsverlusten aus Finanzierung in Höhe von 3,2 Millionen Euro fiel der Konzernjahresüberschuss aber um fast zwei Drittel auf 2,1 Millionen Euro. Bereinigt um Währungseffekte sie dieser indes von 4,2 Millionen Euro auf 5,3 Millionen Euro gestiegen.

Die politische Lage in der Ukraine habe derzeit mehr positive als negative Einflüsse. Die Schwäche des Rubels werde durch einen hohen Milchpreis überkompensiert. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und operativer Gewinn um einen zweistelligen Prozentsatz steigen. Auch der Jahresüberschuss soll wieder zulegen. Zu einem erfolgreichen Jahr werde voraussichtlich auch der Pflanzenbereich beitragen.

+++

Ehemaliger Geschäftsführer von Sic Processing muss wohl für Anleihe haften

01.07.2014 Die 6. Kammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat im Klageverfahren wegen Prospekthaftung gegen den ehemaligen Geschäftsführer des insolventen Solarzulieferers Sic Processing in einer Verfügung darauf hingewiesen, dass dieser wohl als Prospektveranlasser anzusehen ist. Das bedeute, dass der ehemalige Geschäftsführer für den fehlerhaften Prospekt hafte, so der Rechtsanwalt des Klägers, Marc Liebscher. Weitere Klagen seien bei der 10. Kammer anhängig, diese habe sich noch nicht geäußert.

Weitere Themen

Wie die Lufthansa sich befreien will

Scherbaums Börse : Wie die Lufthansa sich befreien will

Der Nachholbedarf der reisefreudigen Europäer stimmt die Fluggesellschaft optimistisch. Die Kranich-Airline wird daher wieder selbstbewusster und sieht sogar die Gelegenheit, einen unliebsamen Aktionär früher als gedacht loszuwerden.

Topmeldungen

UEFA entscheidet : Münchner EM-Arena nicht in Regenbogenfarben

Die UEFA beruft sich auf ihre politische Neutralität. Das Zeichen im Sinne „der Weltoffenheit und Toleranz“ hätte sich gegen die Politik von Ungarns Ministerpräsident Orban gerichtet. Die Arena könnte nun an einem anderen Tag in Regenbogenfarben leuchten.
Wohnhäuser wie dieses findet man nur noch selten in Frankfurt, außer man ist steinreich.

Stadtplanung im Ballungsraum : Die Wohnungsbau-Misere

Vor zehn Jahren war der Markt für Wohnungen in Frankfurt noch in Ordnung. Seither geht es bergab. Doch auf der Suche nach den Gründen muss man noch weiter zurückblicken.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.