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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Mittlerweile haben bei dem Wilhelmshavener Unternehmen die Chinesen endgültig das Sagen. Neuer Geschäftsführer ist Ben Zhang, der von der Shandong Ruyi Group kommt, die zu Jahresbeginn die Mehrheit an Peine übernahm. Der frühere Geschäftsführer Jan D. Leuze bleibt zweitgrößter Gesellschafter und werde dem Unternehmen weiterhin eng zur Seite stehen. Künftig wolle er sich aber primär um seine verschiedenen Investments kümmern, berichtet die „Textilwirtschaft“. In der Geschäftsführung bleibt Lothar Peters, der das operative Geschäft verantwortet.

Diese meldet auch, dass Ruyi die Unabhängigkeit von Peine in vollem Umfang erhalten und das Unternehmen primär finanziell stärken wolle. Nach einer im Juni 2014 unterzeichneten Patronatserklärung besagt, garantiere Ruyi die Zahlung sämtlicher heutigen und künftigen Verbindlichkeiten der Peine GmbH.

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UBM Realitätenentwicklung plaziert 160 Millionen Euro

02.07.2014 Der Immobilienentwickler UBM Realitätenentwicklung hat seine Unternehmensanleihe mehr als erfolgreich plaziert. Das Unternehmen nutzte aufgrund der hohen Nachfrage seine Aufstockungsoption und plazierte mit 160 Millionen Euro 10 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant. 71,1 Millionen Euro der Anleihe gingen an Gläubiger von Alt-Anleihen im Tausch gegen ihre Forderungen. 60 Prozent der Orders kamen aus Österreich, 40 Prozent aus Deutschland und Luxemburg.

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MBB streitet mit Zahlstelle

02.07.2014 Neues im Verwirrspiel um die Anleihe der auf Erneuerbare Energien spezialisierte Beteiligungsgesellschaft MBB Clean Energy: Das Göppinger Bankhaus Gebrüder Martin hat seinen Vertrag als Zahlstelle für die Anleihe gekündigt. MBB hat die Kündigung bestätigt, hält sie allerdings für unwirksam, ohne dies näher zu begründen. Aus dem Umfeld ist indes zu hören, dass der Kündigung eine Schadenersatzanzeige des Bankhauses gegen MBB vorausging. Diese sei aber vom Gericht als nichtig zurückgewiesen worden. Sollte die Kündigung tatsächlich mit der Anzeige oder deren Gegenstand begründet worden sein, gälte der Kündigungsgrund damit wohl als konstruiert und hätte keinen Bestand.

MBB hatte im Mai 2013 etwa 72 Millionen Euro plaziert. Internationale Großinvestoren sollen im Frühjahr Zusagen über die Zeichnung weiterer 500 Millionen Euro gegeben haben. Weil aber die Gültigkeit der Anleihenurkunde aufgrund einer fehlenden Unterschrift angezweifelt wird, gingen offenbar weder Zahlungen noch die vereinbarten Erklärungen zum Zinsverzicht ein. Indes wären die Zinsen auf die gesamte Summe abgeführt worden. MBB hatte die fällige Zinszahlung daher ausgesetzt und diese bis dato nicht geleistet.

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Enterprise Holdings kauft Anleihen zurück

02.07.2014 Der Spezialversicherer Enterprise Holdings hat ein Rückkaufprogramm für seine 2012 begebene und mit 7 Prozent verzinste Unternehmensanleihe angekündigt. Bis zum Jahresende will das Unternehmen Anleihen im Nominalwert von maximal 2 Millionen Euro kaufen. Der Erwerbspreis darf nicht über dem des letzten unabhängig getätigten Abschluss oder höchstem unabhängigen Angebot an der Börse liegen. Die erworbenen Schuldverschreibungen können wieder veräußert werden. Die jüngsten nicht nachvollziehbaren Kursbewegungen hätten eine günstige Gelegenheit zum Rückkauf geboten, die man habe bisher nicht nutzen können. Nun sei man vorbereitet.

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