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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Die Gründe für die schwächere Entwicklung seien in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion um den Ausbau der erneuerbaren Energien zu suchen. Es sei dadurch zu Verzögerungen und Verschiebungen in der Projektrealisierung gekommen. Sehr negativ habe sich die Insolvenz des Windkraftherstellers Fuhrländer ausgewirkt, da dadurch ein Projekt mit einem erwarteten Umsatz von gut 35 Millionen Euro habe rückabgewickelt werden müssen.

Die Eigenkapitalquote fiel von knapp 30 auf weniger als 18 Prozent. Das Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und operativem Gewinn stieg mit rund 2,6 auf mehr als das Dreifache, ist damit aber noch immer auf niedrigem Niveau.

Eno versucht nun stärker in Frankreich und Schweden Fuß zu fassen. Im kommenden Jahr soll der Umsatz mehr als 100 Millionen Euro erreichen. Das Ergebnis wird damit allerdings nicht Schritt halten. Mit mehr als 3,5 Millionen Euro vor Steuern wird es nicht nur deutlich niedriger ausfallen als 2012, sondern auch das Ergebnis von 2013 wohl nicht ganz erreichen.

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Ekotechnika-Rating sinkt auf „CCC“

28.07.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote der Ekotechnika, der Holding des Landtechnikhändlers Ekoniva-Technika, um drei Stufen auf „CCC“ gesenkt. Als Gründe wurden neben der Entwicklung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2013/14, die Finanzierungssituation auf dem russischen Markt sowie das aktuelle politische Umfeld angeführt.

Ekotechnikas Umsatz war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 wegen des schwachen Rubel-Kurses um mehr als 8 Prozent gesunken. Der operative Gewinn schrumpfte um drei Viertel, der Verlust verdoppelte sich (vgl. Ticker vom 30. Juni 2014). Die Eigenkapitalquote sank von 0,25 auf minus 7,2 Prozent. Die Eigenkapitalerhöhung aus dem Juni sei analytisch nicht wirksam, weil ihr ein Darlehen der Muttergesellschaft in praktisch dergleichen Höhe dagegen stehe.

Ekotechnika betont, dass sich das Geschäft in Russland besser als der Gesamtmarkt entwickle, räumt aber gleichzeitig ein, dass der Absatz importierter Landtechnik teilweise deutlich geringer sei als im Vorjahreszeitraum. Zwischenzeitlich sei der Maschinenpreis um mehr als 25 gestiegen. Zudem hätten sich die Finanzierungsmöglichkeiten der Agrarunternehmen verschlechtert – einerseits aufgrund eingeschränkter staatlicher Förderung, andererseits aufgrund der teilweisen Zurückhaltung russischer Banken bei der Finanzierung der Agrarbranche.

Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres von April bis September 2014 erwartet Ekotechnika eine positivere operative Entwicklung, die Maschinenverkäufe zwischen April und Juni hätten deutlich über dem Branchendurchschnitt gelegen. Das margenstarke After-Sales-Geschäft werde weiter zulegen und den Anteil am Konzernumsatz von derzeit 26 Prozent erhöhen. Ekotechnika geht von einem Mittelzufluss im Gesamtjahr aus.

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