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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

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Scope ratet Mitec mit „BB-“

27.08.2014 Die Rating-Agentur Scope bewertet den Autozulieferer Mitec sowie dessen Anleihe mit der Note „BB-„. Die Agentur Creditreform hatte im Juni das gleich lautende Rating ausgesetzt, weil sie von Mitec nicht fristgerecht ausreichende Informationen erhalten habe. Mitec habe die vereinbarten Informationen nicht eingereicht und auch die letzte Frist verstreichen lassen.

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Eyemaxx legt vierte Anleihe auf

26.08.2014 Der Immobilien-Projektentwickler Eyemaxx plant, eine vierte Anleihe zu begeben. Diese soll ein Volumen von bis zu 15 Millionen Euro haben. Darüber hinaus will man den Inhabern anbieten, bis zu 15 Millionen Euro ihrer Anleihen in die neuen Papiere einzutauschen. Der Umtausch soll die Liquidität und damit Attraktivität der neuen Anleihe erhöhen. Die neue Anleihe soll mit einem „attraktiven Kupon“ und abermals mit einem Inflationsschutz ausgestattet sein und im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. Mit den neu zufließenden Mitteln will Eyemaxx in die neuen Geschäftsfelder Pflege- und Wohnimmobilien investieren. Im Bereich Wohnimmobilien entwickele das Unternehmen in Potsdam eine Wohnanlage mit bis zu 100 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von insgesamt 6.500 qm. In Wien plant man eine Wohnanlage mit 11.000 qm. Auch im Bereich Pflegeimmobilien soll in Kürze ein erstes Projekt umgesetzt werden.

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Erhebliche Verluste für Mifa-Gläubiger

22.08.2014 Der Fahrradbauer MIFA hat mit dem Gemeinsamen Vertreter der Anleihegläubiger sowie der OPM Global, einer Tochtergesellschaft des indischen Fahrradherstellers und neune Großaktionärs Hero Cycles eine Grundlagenvereinbarung zur finanziellen Sanierung unterzeichnet. Die Anleihegläubiger sollen im Wege einer Abstimmung ohne Versammlung dazu aufgerufen, auf 60 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten. Des weiteren sollen sie auf die bislang fälligen Zinsen verzichten und dafür weitere Aktien erhalten. Die Endfälligkeit der Anleihe soll um drei Jahre verschoben und der Zins von 7,5 Prozent auf 1 Prozent gesenkt werden.

Als Gegenleistung sollen die Gläubiger für die Verringerung der Nominale nach einem noch zu beschließenden Kapitalschnitt im Verhältnis 1:100 Neue Aktien erhalten und die Rest-Anleihe durch Vermögensgegenstände im Wert von bis zu 7,5 Millionen Euro nachbesichert werden.

Des weiteren soll eine Barkapitalerhöhung durch OPM Global erfolgen, bevor bestehenden Aktionären und Anleihegläubigern Neue Aktien angeboten werden. OPM hat sich verpflichtet, nicht übernommene Aktien zu zeichnen. MIFA sollen mindestens 15 Millionen Euro zufließen. Danach hielte die Anleihegläubiger rund 10 Prozent, die Alt-Aktionäre rund 1 Prozent an MIFA.

Den schwer zu kalkulierenden Wert der Aktienkomponente außen vorlassend, erwartet die Anleihegläubiger nun mehr eine negative Rendite von gut minus 9,4 Prozent statt der ursprünglich zu erwartenden Rendite von 7,5 Prozent. Geht man vom Zufluss von 15 Millionen Euro aus, ist die Aktienkomponente noch einmal gut zehn Prozent des Verzichts wert. Die Negativrendite steigt dann auf minus 8,6 Prozent.

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