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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Gebr. Sanders mit mehr Verlust

19.09.2014. Der Bettwarenhersteller Gebr. Sanders hat im 1. Halbjahr den Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 3,5 Prozent auf 19,3 Millionen Euro gesteigert. Der Periodenverlust stieg indes um mehr als 40 Prozent auf 2,2 Millionen Euro. Auch operativ blieb ein Minus von gut 340.000 Euro. Neben einem deutlich schlechteren Finanzergebnis standen auch deutlich höhere Kosten zu Buche. Das Halbjahr sei zum einen von der Restrukturierung und zum andern von der Aufstockung der Produktionskapazitäten wegen zu erwartender Umsatzsteigerungen geprägt gewesen, hieß es. Man liege im Plan, der Auftragsbestand bestätige die für Prognose, dass der Umsatz um 25  Prozent auf mehr als 50 Millionen Euro steige. Die Eigenkapitalquote sank nach der Auflösung von Rücklagen aufgrund des Verlustes von 18,7 auf 14,4 Prozent.

Die Produktionsstätten in der Ukraine arbeiteten reibungslos und seien von den Unruhen momentan nicht betroffen. Lediglich steuerrechtliche Rahmenbedingungen hätten sich verändert. Man beobachte die Entwicklung weiter intensiv und sei mit den Behörden im laufenden Kontakt. Sanders sieht zum jetzigen Zeitpunkt bis Ende 2015 auch keine Lieferbeeinträchtigungen nach Russland. Dennoch werde der Schwerpunkt der Vertriebsaktivitäten in den nächsten Monaten auf dem europäischen Raum außerhalb Russlands liegen.

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Sanha mit Umsatzrückgang und höherem Verlust

19.09.2014 Der Umsatz des Herstellers von Rohrleitungssystemen und Verbindungsstücken, Sanha, ist im ersten Halbjahr gegenüber der Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 50,2 Millionen Euro gefallen. Ursache sei der Verzicht auf Preiskämpfe sowie dass Vertriebserfolge des ersten Halbjahres erst ab Juli umsatzwirksam würden. Das Betriebsergebnis fiel von 2,3 auf 0,04 Millionen Euro, der Fehlbetrag stieg von 80.000 auf 2,5 Millionen Euro. Man gehe für das Gesamtjahr von einem deutlich positiven Betriebsergebnis aus, das aber das Vorjahresniveau nicht erreichen werde. Der höhere Bilanzverlust führte zu einem Absinken der Eigenkapitalquote von rund 14 auf 11 Prozent.

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Scope stuft IPSAK herab - auch bei Hahn und Stern möglich

18.09.2014 Die Rating-Agentur Scope hat die Bonitätsnote der Anleihe der Immobilien-Projektgesellschaft Salamander-Areal Kornwestheim (“IPSAK”), um zwei Stufen von „A-„ auf „BBB“ herabgestuft. Die Anpassung ist Folge einer neuen Ratingmethodik.

Das Rating von Unternehmensanleihen werde künftig primär durch das Emittentenrating bestimmt. Dieses könne in Abhängigkeit von der zu erwartenden Einbringlichkeit bei Insolvenz nach oben oder unten angepasst werden. Für die Anleihen der Hahn-Gruppe und der Stern Immobilien wird ein ähnlicher Schritt erwogen.

Das BBB Rating spiegele sowohl den niedrigen Loan-To-Value von 43 Prozent in 2013 wider als auch die gute Mieterstruktur mit dem Bundesland Baden-Württemberg als Hauptmieter. Die durchschnittliche gewichtete Restmietvertragslaufzeit von 6,8 Jahren sei ebenso positiv für das Rating. Negativ wertet Scope  IPSAKs Größe, die starke Abhängigkeit von den Hauptmietern, den Fokus auf wenige illiquide Märkte und das Schlüsselpersonenrisiko.

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