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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Adler Real Estate erhöht Kapital

29.10.2014 Das Immobilienunternehmen Adler Real Estate hat sein Kapital um rund 10 Prozent auf 31,42 Millionen Euro erhöht und durch den Verkauf neuer Aktien brutto 21 Millionen Euro eingenommen. Die Erlöse sollen der Finanzierung des Eigenkapitalanteils bei der Akquisition weiterer Immobilienportfolien dienen.

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Mifa-Gläubiger können offenbar auf mehr hoffen

29.10.2014 Nach einem Bericht des Magazins „Finance“ könnte der Verkauf des Firmengrundstücks an den Landkreis Mansfeld-Südharz im April ungültig sein. Der damalige Sanierungsvorstand Hans-Peter Barth sei seinerzeit womöglich noch nicht vertretungsbefugt gewesen. Dadurch könnte das Grundstück in die Insolvenzmasse zurückfallen. Der Landkreis würde zum normalen Gläubiger. Zudem vermeldet das Magazin, dass der ehemalige Alleinvorstand Peter Wicht mittlerweile für die Hero-Gruppe tätig sei. Diese hatte Mifa übernehmen wollen, die Verhandlungen scheiterten jedoch. Wicht gilt als verantwortlich für die Fehlbilanzierungen, die zur Insolvenz des Fahrradherstellers geführt hatten.

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Rating von More & More fällt auf „CCC“

24.10.2014 Die Rating-Agentur Creditreform hat die Bonitätsnote des Modeherstellers More & More von „B-„ auf „CCC“ gesenkt. Grund seien die vom Unternehmen vorgelegten Unterlagen zur unterjährigen Entwicklung. Trotz eines leicht positiven Trends im Geschäftsverlauf und Liquiditätsspritzen eines neuen strategischen Investors, habe das Unternehmen auch aufgrund von Investitionen weitere Liquiditätsmaßnahmen ergreifen müssen. Deren noch nachzuweisende vollständige Umsetzung sowie der geplante Ergebnisbeitrag aus dem letzten Quartal des Kalenderjahres 2014 sei wesentlich für den Erhalt der finanziellen Stabilität des Unternehmens.

More & More hatte im ersten Halbjahr den Umsatz um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesteigert. Allerdings stieg auch der Verlust sowohl unter dem Strich, als auch auf operativer Basis. Die Nettofinanzverschuldung stieg um mehr als 60 Prozent. Das Unternehmen verfügt zwar mittlerweile über Eigenkapital, doch liegt die Quote nur bei wenig mehr als einem Prozent.

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Anleihegläubiger der Deutschen Forfait müssen offenbar bluten

17.10.2014 Obwohl der Außenhandelsfinanzierer DF Deutsche Forfait von der Sanktionsliste der amerikanischen Office of Foreign Assets Control (OFAC) entfernt worden ist, sollen die Anleihegläubiger des Unternehmens offenbar auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Zur Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit sei weitreichende Kapitalmaßnahmen notwendig, hieß es. Auch die Anleihegläubiger müssten einen Beitrag zur Restrukturierung leisten.

Im Februar war das Unternehmen wegen angeblicher Verstöße gegen Iran-Sanktionen auf die Liste gesetzt worden und konnte keine Geschäfte in amerikanischen Dollar mehr tätigen, so dass das Geschäft in hohem Umfang zum Erliegen kam. Nunmehr erfolgte die Streichung ohne Strafzahlung. Die Deutsche Forfait garantiert im Gegenzug, keine Verbindungen zu Parteien zu unterhalten, die auf der Liste geführt werden. Darüber hinaus verpflichtete sich das Unternehmen, ein Compliance-System einzuführen, das im Einklang mit amerikanischem Sanktionsrecht steht, Mitarbeiter entsprechend zu und korrespondierende Berichtspflichten zu erfüllen.

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