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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

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Alno durfte Vorstandschef feuern

10.11.2014 Das OLG Düsseldorf hat die Klagen des ehemaligen Vorstandschef Jörg Deisel des Küchenherstellers Alno gegen seine außerordentliche Kündigung im April 2011 abgewiesen. Damit erhält das Unternehmen nach eigener Mitteilung rund 2,6 Millionen Euro zurückerstattet, die es aufgrund von früheren erstinstanzlichen Urteilen und einer unverbindlichen Interimsvereinbarung bereits ausbezahlt worden waren. Darüber hinaus könne Alno AG Zinsen und Verfahrenskosten von mehreren hunderttausend Euro geltend machen. Der Streitwert beider Verfahren belief sich auf rund 6,5 Millionen Euro.

Im Zusammenhang mit dem damaligen Unternehmenskonzept 2013 liege ein grober, vertrauenszerstörender Pflichtverstoß vor, der dazu geführt hat, dass der Beklagten eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses mit dem Kläger nicht zumutbar gewesen sei, heißt es im Urteil. Deisel habe den Aufsichtsrat im September 2009 im Zusammenhang mit dem damaligen Unternehmenskonzept 2013 nicht richtig und vollständig informiert.

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Ferratum will an die Börse

07.11.2014 Ferratum, Anbieter von Konsumentenkrediten via Handy will an die Börse. Ziel ist der Regulierte Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Ferratum vergibt Kredite in Höhe von 25 bis 2.000 Euro über das Internet oder mobile Endgeräte. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Ferratum die Geschäftstätigkeit mittelfristig auf 30 Länder ausweiten und eine Multi-Banking App einführen. Diese soll als zentrale Plattform für alle bestehenden Produkte von Ferratum dienen und die Möglichkeit bieten, ein Girokonto zu eröffnen sowie Produkte von Drittanbietern anzubieten.

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German Pellets begibt neue Anleihe

07.11.2014 Der Hersteller und Händler von Holzpellets, German Pellets, will eine neue Unternehmensanleihe im Prime Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse begeben. Diese soll ein Volumen von bis zu 130 Millionen Euro haben und  umfasst ein freiwilliges Umtauschangebot für die am 1. April 2016 fällige Mittelstandsanleihe über 80 Millionen Euro. German Pellets plant weiter, den Nettoerlös zum einen für die vorzeitige Refinanzierung einzusetzen. Darüber hinaus sollen die amerikanischen Produktionsstandorte weiter ausgebaut werden. Mit der geplanten Notiz im Prime Standard, dem Qualitätssegment für Anleihen der Frankfurter Wertpapierbörse, fühle man sich gut aufgehoben und könne Anlegern eine hohe Transparenz und gute Handelbarkeit bieten. Perspektivisch prüfe man weitere Finanzierungsinstrumente außerhalb des Anleihesegments.

Inhaber der 2016 fälligen Anleihe sollen ihre Teilschuldverschreibungen 1:1 in neue Teilschuldverschreibungen umtauschen können. Zusätzlich sollen sie je Teilschuldverschreibung 25 Euro in bar sowie die Stückzinsen erhalten. Die Umtauschfrist soll bis zum 21. November laufen. Die Alt-Anleihe kann zudem jederzeit ganz oder teilweise durch Kündigung der German Pellets zum Preis von 100,5 Prozent zurückerworben werden.

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