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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Deutsche Rohstoff will Anleihe zurückkaufen

21.01.2015 Die Deutsche Rohstoff AG unterbreitet den Gläubigern ihrer Unternehmensanleihe ein Rückkaufangebot zu einem Kurs von 105 Prozent des Nominalwertes. Die Angebotsfrist läuft ab Freitag bis zum 5. Februar. Der Rückkauf ist auf einen Gesamtbetrag von 20 Millionen Euro und damit rund ein Drittel des ausstehenden Volumens beschränkt. Der Grund für die Anleihe sei entfallen, teilte das Unternehmen mit, nachdem die Mehrheitsbeteiligung verkauft wurde. Deren Bohrprogramm sollte mit den Geldern finanziert werden. In den vergangenen Wochen seien aber neue Flächen akquiriert worden und es sei geplant, in den kommenden Monaten Öl- und Gasbohrungen durchzuführen und dabei auch die Mittel aus der Anleihe zu nutzen. Gemäß den Anleihebedingungen kann die Deutsche Rohstoff die Anleihe im Juli 2016 zu einem Kurs von und ab Juli 2017 zu 102  Prozent vorzeitig kündigen und zurückzahlen.

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Alle Reisen der MS Deutschland abgesagt

20.01.2015 Nach der Weltreise sind nun auch alle anderen geplanten Reisen mit dem „Traumschiff“, der „MS Deutschland“ abgesagt worden. Die Verhandlungen mit potentiellen Investoren seien noch immer nicht abgeschlossen. Um Gästen und Vertriebspartnern Planungssicherheit zu geben, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen“, heißt es vom Insolvenzverwalter der MS „Deutschland“ Beteiligungsgesellschaft und der Reederei Deilmann, Reinhold Schmid-Sperber. Gäste, die bereits Zahlungen geleistet haben, erhielten diese über den Kundengeldabsicherer zurückerstattet. Dafür werde ihnen in den kommenden Tagen ein Schadenformular zugesandt.

Zudem wird allen 48 Beschäftigten der Reederei demnächst gekündigt, 30 Mitarbeiter werden freigestellt. Es fehle sowohl an Beschäftigung, als auch an Geld für Löhne und Gehälter. Die 50-köpfige Stammbesatzung der „MS Deutschland“ wird hingegen weiterbeschäftigt, um den Betrieb des Schiffes sicherzustellen. „Dies ist für Sicherheit und Werterhalt des Schiffes unverzichtbar“, so Schmid-Sperber.

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Deutsche Forfait wirbt um Gläubiger

19.01.2015 Der angeschlagene Außenhandelsfinanzierer DF Deutsche Forfait wirbt um die Unterstützung der Anleihegläubiger. Diese sollen ab morgen in einer Abstimmung ohne Versammlung über die Zukunft des Unternehmens mitentscheiden. Zum einen benötige man als Mindestquorum eine Teilnahme von 50 Prozent des Anleihevolumens, zum anderen sei die Zustimmung von 75 Prozent des teilnehmenden Anleihevolumens zur vorgeschlagenen Restrukturierung der Anleihe Voraussetzung für alle weiteren Schritte.

Die Banken hätten vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Gremien erklärt, dem Unternehmen weiter Kredite zur Verfügung stellen und auf eine Besicherung ihrer Kredite verzichten zu wollen. Damit sei weiterhin eine Ranggleichheit zwischen Anleihegläubigern und Banken sichergestellt. Damit sei auch eine wichtige Forderung einiger Anleihegläubiger erfüllt. Der zur Wahl stehende Gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger, Klaus Nieding, hatte erklärt, dass er beabsichtige, die Umsetzung der Beschlüsse unter die Bedingung zu stellen, dass die Gesellschaft eine bindende Zusage für unbesicherte Darlehen über mindestens 37 Millionen Euro mit einer Laufzeit mindestens bis zum 31. Dezember 2016 nachweise.

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