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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

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Frühere Zamek-Chefs sollen zahlen

02.02.2015 Der Insolvenzverwalter des Brühwürfelherstellers Zamek, Christoph Niering, fordert von den ehemaligen Geschäftsführern insgesamt 94 Millionen Euro wegen der ungesicherten Weitergabe der Anleihegelder an die operativen Tochtergesellschaften. Im Einzelnen fordert er von Petra Zamek und dem früheren Geschäftsführer Michael Krüger jeweils 39, 3 und von Bernhard Zamek 16 Millionen Euro. Derzeit sei allerdings nicht absehbar, ob und in welcher Höhe die früheren Geschäftsführer zu Zahlungen in der Lage seien. Zudem sei nicht klar, ob die weitere Verfolgung der Ansprüche gerichtlich im Klageverfahren erfolgen müsse.

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Alno-Vorstand Schulz geht

02.02.2015 Der seit Jahren chronisch kriselnde Küchenhersteller Alno starteteinmal mehr ein Restrukturierungsprogramm. Gleichzeitg verläßt der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Manfred Scholz Ende Februar das Unternehmen, wie es heißt, auf eigenen Wunsch. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung. Alno will die Produktion flexibilisieren, um die Auslastung der Standorte stärker anzugleichen. Prozesse und Systeme sollen konzernweit vereinheitlicht und Personal zusammengeführt und das Marken- und Produktportfolio weiter optimiert werden.

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Karlie streicht Stellen

27.01.2015 Der Tierbedarfshändler Karlie geht für das Geschäftsjahr 2014 von einem Verlust von bis zu 9 Millionen Euro aus. Der operative Verlust betrage etwa 4 Millionen Euro. Nach Abstimmung mit dem Betriebsrat sollen 57 Stellen am Standort Bad Wünnenberg-Haaren gestrichen und die Verträge für Zeitarbeits-und Leiharbeitsfirmen nicht mehr verlängert werden. Die Liquiditätssituation bleibe angespannt, sei jedoch im Sommer durch den Finanzinvestor und Großaktionär Perusa stabilisiert worden. 2015 soll das Unternehmen schrittweise die Verlustzone verlassen. Kostensenkungsmaßnahmen mit einem jährlichen Effekt von rund 5 Millionen Euro in Höhe seien in der Umsetzung und sollen ab dem 2. Quartal sukzessive wirksam werden.

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Underberg - Wechsel in Primärmarkt nicht nötig

27.01.2015 Der Magenbitter-Hersteller Underberg sieht keine Notwendigkeit, nach der Entscheidung der Börse Düsseldorf das Segment „Mittelstandsmarkt“ zu schließen, in den dafür vorgesehenen neu strukturierten Primärmarkt zu wechseln. Da die von Underberg zur Verfügung gestellten Informationen und Berichte unabhängig von der Entscheidung für den „neu strukturierten Primärmarkt“ bzw. den allgemeinen Freiverkehr seien, sehe man wir in Bezug auf Underberg keinen Unterschied in der Information gegenüber interessierten Anlegern, teilte der Generalbevollmächtigte der Gruppe, Wilfried Mocken, mit. Dies gelte auch für den Fruchtsafthersteller Valensina. Mochen ist über die Valensina Holding Mehrheitsaktionär des Getränkeherstellers.

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