https://www.faz.net/-gv6-79akh

Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Das Finanzrisikoprofil sei mit einem erwarteten Leverage von 10,5 für das Verhältnis von bereinigter Verschuldung und operativem Gewinn schwach. Darüber hinaus seien Profitabilität und Mittel-Generierung äußerst abhängig von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und einzelnen Kernkunden. Die Liquiditätslage sei mit liquiden Mitteln von 88.000 Euro angespannt. Die Refinanzierung der Unternehmensanleihe im April 2017 könne nicht durch die interne Finanzierungskraft gedeckt werden.

Positive seien die Marktstellung des Unternehmens und dessen langjähriges Branchen-Knowhow bei zertifizierten PVC-basierten Heimtextilien und Freizeitartikeln. Zudem zeige Friedola eine verbesserte geographische Diversifikation. Eine Kundenabwanderung zu günstigeren Produkten aus Asien kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.

+++

Enterprise Holdings plant neue Anleihe

10.03.2015 Der Spezialversicherer Enterprise Holdings plant zur Finanzierung seines Wachstumskurses die Begebung einer weiteren Unternehmensanleihe. Gleichzeitig soll den Inhabern der im September 2012 emittierten und 2017 fälligen Unternehmensanleihe ein Umtausch angeboten werden.

+++

Constantin übertrifft Ziele

10.03.2015 Der Rechtevermarkter Constantin Medien AG hat im Geschäftsjahr 2014 nach vorläufigen Zahlen einen Verlust von 3,3 Millionen Euro verbucht. Das war deutlich weniger als die Prognose eines Minus‘ von 7 bis 9 Millionen Euro und der Vorjahresverlust von11 Millionen Euro.  Zurückzuführen sei dies auf die im vierten Quartal besser als geplante operative Geschäftsentwicklung, insbesondere in den Segmenten Sport und Film. Der Umsatz liegt mit 487,8 Millionen Euro in der Zielspanne von 460 bis 500 Millionen und 6,4 Prozent über dem Vorjahreswert von 458,3 Millionen Euro.

+++

Mifa schon vor Jahren angeschlagen

06.03.2015 Der Fahrradbauer Mifa befand sich anscheinend schon Jahre vor Begebung der Anleihe in finanzieller Bedrängnis. Am Freitag gab das Unternehmen bekannt, dass die Anschlüsse des Jahres 2012 fehlerhaft seien. So seien die Ausführungen zum Liquiditätsrisiko nicht korrekt gewesen, weil zum Zeitpunkt der Aufstellung wesentliche Lieferantenverbindlichkeiten überfällig und Kreditbedingungen verletzt gewesen seien, ohne dass hierüber und die damit verbundene Bestandsgefährdung berichtet worden sei. Die Liquiditätslage sei kritisch gewesen und die Aussagen nicht geeignet, eine zutreffende Beurteilung des Liquiditätsrisikos vornehmen zu können.

Darüber hinaus seien die Vorräte in Höhe um rund  19,3 Millionen Euro (rund 43 Prozent) zu hoch bewertet gewesen, die Bestandserhöhungen um 0,5 Millionen Euro (18 Prozent) zu hoch ausgewiesen und der Materialaufwand um rund  4,9 Millionen Euro (6 Prozent) zu niedrig ausgewiesen. Nicht vorhandene Bestände seien erfasst und tatsächlich vorhandene Bestände zu hoch bewertet worden.

Weitere Themen

Wie die Lufthansa sich befreien will

Scherbaums Börse : Wie die Lufthansa sich befreien will

Der Nachholbedarf der reisefreudigen Europäer stimmt die Fluggesellschaft optimistisch. Die Kranich-Airline wird daher wieder selbstbewusster und sieht sogar die Gelegenheit, einen unliebsamen Aktionär früher als gedacht loszuwerden.

Topmeldungen

Szenen wie diese in Florida würde Joe Biden gerne öfter sehen: Denn vor allem die Jungen lassen sich in den USA gerade nicht impfen.

Kampf gegen Corona : Biden verfehlt sein Impfziel

Bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli wollte Joe Biden siebzig Prozent der Amerikaner impfen lassen. Doch viele Bürger ziehen nicht mit – nicht einmal, wenn man sie mit Millionengewinnen lockt.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.