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Mittelstandsanleihen-Ticker : Singulus bereitet Kapitalschnitt vor

Alno mit chinesischem Großaktionär

30.03.2015 Der angeschlagene Küchenhersteller Alno erhält im Weg einer Kapitalerhöhung einen neuen Großaktionär. Die chinesische Nature Home Holding hat sich verpflichtet, 5,5 Millionen neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zum Ausgabepreis von 1,05 Euro je Aktie zu kaufen. Zusätzlich hat Nature kürzlich rund 1,375 Millionen Aktien erworben. Damit wird das Unternehmen künftig 9,09 Prozent an Alno halten. Nature und Alno arbeiteten schon seit zwei Jahren in China zusammen, heißt es vom Küchenhersteller.
Aus der Kapitalerhöhung fließen Alno liquide Mittel in Höhe von insgesamt 5,8 Millionen Euro zu. Das neue Kapital soll vornehmlich dafür verwendet werden, die seit Jahren laufende Neuausrichtung weiter voran zu treiben. 

Die Nature Home Holding Company Limited fertigt mit rund 3.500 Mitarbeitern unter anderem Bodenbeläge, Kleiderschränke, Holztüren und Küchenschränke. Die Marke „Nature“ gehöre in China zu den Marktführern im Bereich Bodenbeläge. Das Unternehmen betreibe mehr als 4.300 Geschäfte. Die Produkte kommen sowohl aus eigener Fertigung als auch von etablierten Herstellern.

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Uniwheels plant Börsengang in Polen

30.03.2015 Der Autoräderhersteller Uniwheels will im Zuge eines Börsengangs bis zu 2,4 Millionen neue und 2,4 Millionen Aktien aus dem Besitz des Anteilseigners Uniwheels Holding (Malta) Ltd. verkaufen. Diese Zahlen könnten sich allerdings noch ändern, heißt es. Derzeit ist die Uniwheels Holding (Malta) mit 10 Millionen Aktien alleinige Gesellschafterin. Gründer und Vorstandsvorsitzender Ralf Schmid hält 92 Prozent der Stimmrechte, sein Cousin Michael 8 Prozent.

Verkauft werden soll an Investoren in Polen, zudem über eine Privatplazierung bei institutionellen Investoren außerhalb der Vereinigten Staaten und Polens. Es erfolgt kein öffentliches Angebot außerhalb Polens. Die Gesellschaft plant, die Nettoerlöse des Börsengangs für die teilweise Finanzierung des Baus eines neuen Produktionswerkes in Polen zu verwenden. Das Angebot werde voraussichtlich im 2. Quartal 2015 durchgeführt.

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Anleger verklagen Creditreform wegen Mox-Telecom-Rating

16.03.2015 Anleihegläubiger der insolventen Mox Telecom haben die Ratingagentur Creditreform Rating AG auf Schadenersatz verklagt. Das teilte die Kanzlei Ares Rechtsanwälte am Montag mit. Creditreform hatte dem Unternehmen in den Jahren 2012 und 2013 jeweils eine „stark befriedigende  Bonität“ attestiert. Im Juni 2014 meldete Mox dann aus heiterem Himmel Insolvenz an. Im Laufe des Insolvenzverfahren habe sich herausgestellt, dass sowohl die von Mox veröffentlichten Geschäftsergebnisse als auch der Wert der Beteiligungen von zuletzt 20 Millionen Euro offenbar keine Grundlage gehabt habe. Das Unternehmen sei zum Ende des Jahres 2014 mit Schulden von 73,2 Millionen Euro bei einem liquiden Vermögen von 2,6 Millionen Euro massiv überschuldet gewesen. Die Beteiligungen hätten sich im vorläufig eingeleiteten Schutzschirmverfahren überwiegend als unverkäuflich erwiesen, so Ares.

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