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Riester-Rente Reloaded : Wie die CDU die Bürger zum Sparen verpflichten will

CDU-Politiker Carsten Linnemann auf dem Parteitag: Riester-Rente hat Erwartungen nicht erfüllt Bild: dpa

Die Christdemokraten wollen die private Altersvorsorge forcieren und die Versicherungskonzerne unter Druck setzen. Das Geld soll vorwiegend in Aktien angelegt werden, um die Rendite zu steigern.

          3 Min.

          Die Rentenkommission der Bundesregierung will im März neue Ideen zur Zukunft der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge präsentieren. Bisher sorgen in Deutschland nicht genügend Menschen zusätzlich vor, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. „Riester fliegt nicht“, lautet die Diagnose. 

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Die CDU hat sich nun auf ihrem Parteitag in Leipzig für die Einführung einer verbindlicheren privaten Vorsorge ausgesprochen – bei ungenügendem Zuspruch sogar für eine obligatorische, staatlich organisierte Vorsorge. Die neue Riester-Rente soll billiger und unbürokratischer sein als bisher. 

          Die CDU schlägt vor, dass alle Arbeitnehmer in Zukunft automatisch in eine private Altersvorsorge über ein Standardvorsorgeprodukt einbezogen werden – es sei denn, sie widersprechen ausdrücklich (Systemwechsel zum Opt out). So steht es in dem Kompromiss von Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und Christlich-Demokratischer Arbeitnehmerschaft (CDU), dem der Parteitag am späten Freitagabend zustimmte.

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