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Vizepräsidentin der Bundesbank : Die Abwehrkräfte des Finanzsystems stärken

  • -Aktualisiert am

Claudia Buch, ehemalige Wirtschaftsweise und Vizepräsidenten der Deutschen Bundesbank. Bild: dpa

An den Kosten der Rettung seiner Banken trägt Deutschland immer noch doppelt so schwer wie an den Hilfen für die Euroländer. Es ist an der Zeit, ausreichend Eigenkapital aufzubauen: Finanzstabilität beginnt zu Hause. Ein Gastbeitrag.

          9 Min.

          Wie gut ist unser Finanzsystem auf künftige Krisen vorbereitet? So robust die deutsche Konjunktur erscheint: Jeder Aufschwung ist irgendwann einmal zu Ende. Und Risiken gibt es erkennbar genug: geopolitische Unsicherheiten, zunehmende Handelskonflikte oder die bislang ungelöste Frage des Brexits. Diese Unsicherheiten haben das Potential, einen wirtschaftlichen Abschwung zu verstärken. Zehn Jahre nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise stellt sich daher die Frage, wie stark die Abwehrkräfte des Finanzsystems sind.

          Denn eine leistungsfähige und nachhaltig wachsende Wirtschaft benötigt ein funktionierendes Finanzsystem. Dieses ermöglicht Investitionen und Innovationen, schützt den Einzelnen vor Risiken und sorgt für einen reibungslosen Zahlungsverkehr. Wenn in Krisensituationen die Finanzstabilität gefährdet ist, sind genau diese Funktionen nicht mehr gewährleistet; Probleme im Finanzsystem übertragen sich dann auf die Realwirtschaft.

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