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Laut Bundesbank-Daten : Deutsches Geldvermögen auf Rekordhoch

Bargeld gehört neben Wertpapieren und Bankguthaben zum Geldvermögen Bild: dpa

Weil die Deutschen so fleißig sparen wie nie und die Aktienkurse sich vom Corona-Schock aus dem Frühjahr erholt haben, wächst das Finanzvermögen der Haushalte auf den höchsten Stand der Nachkriegszeit.

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          Das Geldvermögen der Deutschen ist trotz der Coronakrise auf einen neuen historischen Rekordwert gestiegen. Zumindest, wenn man die Zeit der Hyperinflation in Deutschland in den 1920er Jahren nicht berücksichtigt, sondern nur die Entwicklung seit 1948 mit der Einführung der D-Mark betrachtet. Wie die Deutsche Bundesbank am Freitag mitteilte, gab es in diesem Jahr zwar zu Beginn der Coronakrise im ersten Vierteljahr Bewertungsverluste durch die Börsenturbulenzen, schon zum Ende des zweiten Quartals aber sei das Geldvermögen mit 6,63 Billionen Euro so hoch gewesen wie noch nie.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die durch die Unsicherheit über die Folgen der Pandemie ausgelösten Bewertungsverluste bei Aktien im ersten Vierteljahr seien zum großen Teil kompensiert worden. Die Erholung an den Börsen im zweiten Quartal sorgte für Bewertungsgewinne bei Aktien und sonstigen Anteilsrechten von 74 Milliarden Euro. Das sei die „treibende Kraft“ für den Anstieg des Geldvermögens gewesen. Von Bewertungsgewinnen profitierten auch Investmentfonds, die unter Berücksichtigung sämtlicher Transaktionen und Bewertungseffekte um 64 Milliarden Euro (10,6 Prozent) zulegten.

          Ferner stockten die Haushalte ihre Anlagen in Bargeld und Einlagen bei Banken um 72 Milliarden Euro (2,8 Prozent) auf. Die „transaktionsbedingte Geldvermögensbildung“, also das reine Sparen ohne die Bewertungsgewinne, habe im zweiten Quartal mit 109 Milliarden Euro auch einen historischen Höchststand erreicht, schreibt die Bundesbank.

          Hierzu hätten maßgeblich die Zuflüsse in Bargeld und Einlagen etwa auf Girokonten beigetragen. Die Anlagen in Sparbriefe und Spareinlagen seien zumindest weniger reduziert worden als im Vorquartal. Nettokäufe von Aktien und anderen Anteilsrechten waren mit 16 Milliarden Euro ebenfalls ein wichtiger Faktor.

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