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Londons City kämpft um Zukunft : JP Morgan verlagert 200 Milliarden Euro nach Frankfurt

Die Londoner City in der Abenddämmerung: Der Brexit führt zu Geschäftsverlagerungen der Banken in die EU. Bild: Reuters

Wegen des Brexits bauen die Großbanken in der EU ihr Geschäft auf. Der Londoner Finanzplatz verliert an Bedeutung.

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          Auch das noch: Erstmals seit fast 170 Jahren wird die Lord Mayor‘s Show in der Londoner City diesen Herbst abgesagt. Die traditionsreiche kilometerlange Parade durch den Finanzdistrikt mit dem Lord Mayor der City – dem Bürgermeister mit eher zeremoniellen Aufgaben – in seiner goldenen Kutsche, allerlei Honoratioren und Hunderten historisch kostümierten Soldaten fällt dieses Jahr flach. Die Angst vor steigenden Coronavirus-Zahlen hat die Absage erzwungen.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          In der City ist dieses Jahr nichts wie früher. Die Straßen sind überwiegend menschenleer. Soeben hat die Regierung eine Kehrtwende vollzogen und rät den Beschäftigten, wegen Corona nicht wieder in die Büros zurückzukehren. Die Angestellten sollten besser im Homeoffice arbeiten. Im Londoner Finanzdistrikt plagen aber noch andere, gravierende Sorge: Wie geht es weiter mit dem Brexit? Derzeit scheint das Risiko eines harten Brexits ohne Freihandelsabkommen zu wachsen.

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