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Brexit : Frankfurt darf sich nicht ausruhen

Blick auf die Skyline am Finanzplatz Frankfurt Bild: dpa

Auch die deutsche Politik sollte sich für den Finanzstandort einsetzen, denn der Brexit ist kein Selbstläufer für Frankfurt.

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          Die Diskussion seit dem Brexit-Votum nahm mitunter absurde Züge an. Wie viele tausend Banker würden sich denn von der Themse an den Main aufmachen? Viele, ganz viele, unheimlich viele? Drei Jahre nach der Entscheidung – und noch immer ohne Brexit – lässt sich festhalten: Es sind einige, aber weniger als erwartet.

          Die Helaba zeigt in ihrer Studie deutlich auf, dass sich Frankfurt zu Recht derzeit als Gewinner in dem Wettstreit der europäischen Finanzplätze fühlen kann. Deutlich wird aber auch: Nicht nur Frankfurt allein gewinnt. Auch in Amsterdam, Dublin und Paris spürt man die Impulse. In Frankfurt sollte sich also niemand ausruhen. Der Umzug der Europäischen Bankenbehörde EBA von London nach Paris und eben nicht nach Frankfurt könnte sich für die Main-Metropole noch als größerer Schaden herausstellen als bisher angenommen. Es sind nicht nur die 200 Mitarbeiter, die an die Seine gezogen sind, es ist die Folgewirkung, die das noch immer haben kann.

          Die Idee, irgendwann alle europäischen Aufsichtsbehörden in Paris zu vereinen, hat eine gewisse Logik. Die französische Politik kämpft für den heimischen Finanzplatz, die deutsche sollte gleichziehen.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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