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Brexit hilft Irland : Britische Banken wählen Dublin

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Das Finanz-Quartier in Dublin (Archivbild) Bild: AFP

Wohin Banken ihren Sitz verlagern, ist eine der wichtigen Brexit-Fragen. Irland kann darauf schon einige positive Antworten geben, die gleichzeitig schlecht für Frankfurt sind.

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          Irland vermeldet im Wettbewerb um Londoner Finanzarbeitsplätze erste konkrete Erfolge. Nachdem die Briten im vergangenen Sommer für den Brexit gestimmt haben, hätten sich inzwischen mehrere Banken und andere Finanzinstitute für Irland als Ausweichstandort entschieden, sagte Eoghan Murphy, Staatssekretär im irischen Finanzministerium, vor Journalisten in Dublin. Murphy wollte nicht sagen, um welche Geldhäuser es sich dabei handelt. „Es ist deren Sache, das bekanntzugeben“, sagte er. Als ein heißer Kandidat gilt die britische Großbank Barclays, die wegen des EU-Austritts ihre Belegschaft in Dublin aufstocken könnte.

          Speziell für britische Finanzdienstleister wäre es aber innenpolitisch heikel, frühzeitig Umzugsbeschlüsse öffentlich zu machen. Dublin wirbt – ähnlich wie Frankfurt, Paris und andere europäische Städte – seit Monaten um die Finanzarbeitsplätze aus London. Die britische Hauptstadt ist bisher das mit Abstand größte Finanzzentrum in Europa. Viele Unternehmen der Finanzbranche wickeln von der Themse aus Geschäfte im europäischen Ausland ab.

          Doch mit dem für 2019 geplanten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union drohen die Londoner Niederlassungen den freien Zugang nach Kontinentaleuropa zu verlieren. Banken und andere Finanzdienstleister suchen deshalb nach alternativen Standorten. Wegen der langen Vorlaufzeit für Umsiedlungen im Bankgeschäft wird damit gerechnet, dass sich viele Institute bis zur Jahresmitte für Ausweichstandorte entscheiden. (theu)

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