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Finanzmarkt : Wie das Brexit-Abkommen an den Börsen verpufft

Johnson, Merkel und Macron auf dem EU-Gipfel in Brüssel Bild: AFP

Die überraschende Einigung auf eine neue Brexit-Lösung gab vor allem dem britischen Pfund am Donnerstag zunächst Auftrieb. Doch der Impuls hielt nicht lange an.

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          Eine gute Lösung bei den Brexit-Verhandlungen gleiche der Quadratur des Kreises, hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstag im Bundestag noch pessimistisch gegeben. Wenige Stunden später war das Kunststück erst einmal gelungen: Aus Brüssel wurde die Einigung auf eine neue Vereinbarung zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union bekannt gegeben. Die Kapitalmärkte reagierten prompt. Das britische Pfund, das am Donnerstag zunächst sogar deutlich geschwächelt hatte, wertete auf. Bis zu 1,297 Dollar und 1,1644 Euro wurden plötzlich für die Devise von der Insel bezahlt.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So viel hatte das Pfund zuletzt im Mai gekostet. Da saß in Downing Street noch Theresa May als Premierministerin und versuchte verzweifelt, ihre – nun wohl endgültig obsolete – Version eines Austrittsabkommens doch noch durch das Unterhaus zu bekommen. Allerdings hatten die Kapitalmärkte sie damals anscheinend schon abgeschrieben, denn das Pfund befand sich schon im Abwertungstrend, der es bis Anfang August auf 1,20 Dollar und 1,07 Euro fallen lassen sollte.

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