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Börsenrückkehr : Douglas könnte 2015 wieder an die Börse kommen

  • Aktualisiert am

I’ll be back Bild: dpa

Raus aus den Kartoffeln, ’rin in die Kartoffeln: Erst 2013 ging der Handelskonzern Douglas von der Börse. Nächstes Jahr könnte er wieder kommen.

          Der Handelskonzern Douglas könnte einem Magazinbericht zufolge schon im kommenden Jahr wieder an die Börse kommen. Das berichtet das „Manager Magazin“ am Mittwoch vorab aus seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

          Dafür müssten aber eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. Unter anderem müsse sich Douglas dann noch in diesem Jahr von Unternehmensteilen wie der Buchhandelskette Thalia und dem Schmuckhändler Christ trennen. Wenn der Börsengang nicht gelänge, weil das Kapitalmarktumfeld nicht günstig sei, stünden auch Kauf-Interessenten für Douglas bereit, hieß es in dem Bericht. Das Geschäft mit Börsengängen boomt derzeit europaweit.

          Douglas war vom Finanzinvestor Advent zusammen mit der Gründerfamilie Kreke vollständig übernommen und 2013 von der Börse genommen worden. Finanzinvestoren haben bei ihren Beteiligungen in der Regel einen Zeithorizont von drei bis fünf Jahren im Sinn. In Branchenkreisen hieß es, der in dem Magazin beschriebene Zeitplan erscheine als sehr ehrgeizig. Der Verkauf von Thalia sei noch nicht einmal angeleiert worden. „Man denkt natürlich an einen Ausstieg bei Thalia. Aber diesen Zeitdruck gibt es nicht“, sagte einer der Insider. Douglas und Advent wollten den Bericht nicht kommentieren.

          Die neuen Eigentümer haben bereits mit den Aufräumarbeiten im Douglas-Reich begonnen. Der Konzern hatte sich im März von der Süßwarenkette Hussel getrennt. Der vor allem durch seine Parfümerien bekannte Konzern verabschiedete sich mit dem Verkauf von der eigenen Geschichte: Diese begann 1949 mit der Eröffnung der ersten Hussel-Geschäfte in Hagen. Das Parfümeriegeschäft wurde bereits durch den Zukauf der französischen Kette Nocibe gestärkt, soll aber noch durch den Kauf regionaler Ketten und den Ausbau des Internet-Handels erweitert werden. Zugleich versucht Douglas, die unter der Konkurrenz von Online-Händlern wie Amazon leidende Buchhandelskette Thalia wieder auf Kurs zu bekommen.

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