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Börsenrekord : Microsoft ist jetzt 1.000.000.000.000 Dollar wert

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Satya Nadella ist seit dem Jahr 2014 der Vorstandsvorsitzende von Microsoft. Bild: AFP

Der Technikkonzern Microsoft ist nun das wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt. Die neuen Geschäftszahlen haben die Hoffnungen der Anleger übertroffen.

          Das amerikanische Technikunternehmen Microsoft ist an der Börse nun mehr als eine Billion Dollar wert. Im frühen Handel stieg der Aktienkurs des von Bill Gates mitgegründeten Konzerns um beinahe 5 Prozent und überwand so die Marke mit den zwölf Nullen vorübergehend.

          Eine solche Bewertung trauten die Anleger bislang vorübergehend nur dem iPhone-Hersteller Apple und dem Onlinehändler Amazon zu – Microsoft hat die beiden anderen Unternehmen nun überholt. Wenig später sank das Kursplus wieder etwas und der Wert rutsche leicht unter die Billion-Grenze.

          Grund für den neuerlichen Kursanstieg sind glänzende Geschäftszahlen, die Microsoft nun vorgelegt hat. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende März stärker als von Analysten erwartet um 14 Prozent auf 30,57 Milliarden Dollar, der Gewinn erhöhte sich um beinahe 19 Prozent auf rund 8,8 Milliarden Dollar.

          Dieser Zuwachs raubte selbst Experten den Atem. „Mir fällt kein anderes Unternehmen dieser Größenordnung ein, das ein solches Wachstum aufweist“, urteilte Nomura-Analyst Christopher Eberle.

          Der seit Februar 2014 amtierende Microsoft-Vorstandsvorsitzende Satya Nadella hat das in der Vergangenheit vor allem für sein Betriebssystem „Windows“ bekannte Unternehmen mit seinen 130.000 Angestellten gründlich umgekrempelt. Microsoft verdient nun enorme Summen mit dem wachsenden Cloud-Geschäft. Mit „Azure“ ist Microsoft zur Nummer zwei im Markt hinter „AWS“ von Amazon aufgestiegen.

          Den beiden Anbietern und Google ist gemein, dass sie zum einen Privat- wie auch Geschäftskunden Speicherplatz in der Datenwolke zur Verfügung stellen. Zum anderen verkaufen sie die dafür nötige Software.

          Der Trend zur Cloud gründet darauf, dass viele Unternehmen dadurch auf eigene, teure Rechenzentren verzichten können und Cloud-Softwareanwendungen mehr Flexibilität versprechen. Microsoft hat in diesem Jahr beispielsweise eine umfangreiche Kooperation mit Volkswagen bekanntgegeben.

          Trotz des Fokus auf Software und Cloud ist Microsoft breit aufgestellt. Zum Portfolio gehören auch Surface-Tablets, Xbox-Spielekonsolen sowie die Suchmaschine Bing.

          Das Geschäft mit Computer-Spielen sorgte indes für einen der wenigen Flecken in der blitzsauberen Microsoft-Bilanz: Hier verzeichnete der Konzern nur ein Wachstum von fünf Prozent - im Vorquartal stand noch ein Plus von acht Prozent in den Büchern. Analysten führten dies darauf zurück, dass die Verbraucher mit dem Kauf neuer Konsolen auf ein neues Modell der Xbox warten.

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