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Börsengänge : Eine Nummer kleiner tut es auch

  • -Aktualisiert am

Es geht nur langsam voran: Ein Fahrzeug des Sharingdienstes Lyft in New York Bild: AFP

Uber, Lyft und Wework: Prominente Börsenneulinge haben Investoren an der Wall Street schwer enttäuscht. Die dadurch entstandene Skepsis ist aber ganz gesund.

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          Die große Party rund um die Börsengänge an der Wall Street fiel in diesem Jahr aus. Zahlreiche einst hochgehandelte und mit fiebriger Spannung erwartete Börsenneulinge enttäuschten.

          So haben sich die Aktienkurse der Fahrdienstvermittler Uber und Lyft seit ihren Debüts um mehr als ein Drittel ermäßigt. Der Bürovermittler Wework sagte seinen Börsengang angesichts wachsender Kritik an seinem Geschäftsmodell schließlich ganz ab. Auch andere Börsenkandidaten bekamen danach kalte Füße.

          Trotz dieser schlagzeilenträchtigen Debakel befindet sich der Markt aber immer noch in robuster Verfassung. Die Aktienkurse von Börsenneulingen sind in diesem Jahr insgesamt stärker gestiegen als die etablierten Standardwerte des Dow Jones. Auch das bei den Erstemissionen aufgenommene Kapital befindet sich fast auf Vorjahresniveau. Investoren sind aber vorsichtiger geworden.

          Die Perspektiven von Unternehmen mit hoher Bewertung, aber ebenso hohen Verlusten werden kritisch hinterfragt. Das ist eine gesunde Entwicklung in einem Marktsegment, das als Stimmungsbarometer für allgemeine Börsentrends gilt. Ein ungezügelter Risikoappetit wäre ein Signal für eine spekulative Blase.

          Norbert Kuls

          Freier Autor in der Wirtschaft.

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