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Börsen : Die Börsen drehen nach unten

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Bild: F.A.Z.

Der Dax hat am Freitag nach schwachem amerikanischen Verbrauchervertrauen deutlich ins Minus gedreht und 1,70 Prozent schwächer bei 5.309 Punkten geschlossen. Auf Wochensicht stand unter dem Strich ein Minus von 2,75 Prozent.

          Der Dax hat am Freitag nach negativ aufgenommenen amerikanischen Konjunkturdaten deutlich ins Minus gedreht und 1,70 Prozent schwächer bei 5.309,11 Punkten geschlossen. Auf Wochensicht stand unter dem Strich ein Minus von 2,75 Prozent. Die Nebenwerte- Indizes mussten vor dem Wochenende ebenfalls Federn lassen, behaupteten aber leichte Kursgewinne.

          Beim MDax der mittelgroßen Werte zeigten die Kurstafeln zum Handelsende noch ein Plus von 0,32 Prozent auf 6.529,82 Zähler an. Der Technologiewerte-Index TecDax rettete Gewinne von 0,50 Prozent ins Ziel und notierte zum Schluss bei 701,63 Punkten. Auf Unternehmensseite standen VW und Porsche im Fokus der Anleger.

          „Eine Konsolidierung ist nach den Kursgewinnen nicht verwunderlich“

          „Eine Konsolidierung ist nach den Kursgewinnen der vergangenen Wochen nicht verwunderlich und das Verbrauchervertrauen aus den Vereinigten Staaten ist ja deutlich schlechter als erwartet ausgefallen“, sagte Susanne Lahmann, Marktanalystin bei der Bremer Landesbank. In der kommenden Woche seien weitere Verluste möglich. Der übergeordnete Trend, dass die Konjunkturentwicklung ihren Boden gefunden haben dürfte, sei aber unverändert.

          Die Dax-notierten Stammaktien von Volkswagen (VW) verringerten nach dem offiziell bekannt gegebenen Einstieg des Scheichtums Katar ihre Verluste auf 15,62 Prozent und kosteten 190,70 Euro. Händler sagten zu den dennoch deutlichen Abschlägen, die „künstlich hochgehaltene“ Aktie des Autobauers, der im Laufe des Jahres 2011 mit dem Sportwagenbauer und Noch-Großaktionär Porsche verschmelzen will, pendelten sich nun bei ihrem „richtigen fundamentalen Wert“ ein. Die Beteiligungsgesellschaft Qatar Holding erwirbt zehn Prozent der Stammaktien der Holding-Gesellschaft Porsche SE aus dem Besitz der Familiengesellschafter. Die Vereinbarung sieht zudem vor, dass Katar den Großteil der Optionen auf Volkswagen-Aktien übernimmt, die Porsche zuletzt so große Schwierigkeiten bereiteten. Die Porsche-Aktie gewann 8,74 Prozent auf 48,50 Euro.

          Mit seinem Bericht zum dritten Geschäftsquartal rückte ThyssenKrupp in den Blick der Investoren. Die Wirtschaftskrise hatte Deutschlands größten Stahlhersteller zwar noch tiefer als prognostiziert in die roten Zahlen gerissen und auch der Ausblick auf das am 30. September zu Ende gehende Geschäftsjahr wurde noch pessimistischer. Doch Commerzbank-Analyst Dirk Nettling verwies auf den um Sondereffekte bereinigten Vorsteuerverlust, der mit 452 Millionen Euro etwas besser als erwartet ausfiel. Den gesenkten Ausblick des Konzerns habe er erwartet, schrieb der Experte. Die Aktie gewann als zweitbester Wert im Dax 2,07 Prozent auf 23,15 Euro.

          Im MDax stiegen die Anteilsscheine von Hochtief um 3,70 Prozent auf 45,96 Euro. Der Bau- und Dienstleistungskonzern hatte im zweiten Jahresviertel zwar weniger verdient als im Vorjahr, kommt aber dennoch besser durch die weltweite Rezession und Finanzkrise als erwartet. Für das Gesamtjahr 2009 bestätigte das Unternehmen seinen Ausblick. Speziell das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie der Nettogewinn sähen gut aus, sagte ein Börsianer. Er lobte auch den bekräftigten Ausblick.

          Infineon-Aktie profitiert von vagen „Russland-Spekulationen“

          Der IVG Immobilien AG gelang es im zweiten Quartal nicht, aus den roten Zahlen zu kommen, was die Aktie um 1,17 Prozent auf 5,91 Euro fallen ließ. Eine Prognose für das laufende Jahr wagte das Unternehmen denn auch weiter nicht. Ein Händler nannte die Zahlen etwas besser als erwartet. Vor allem der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sehe gut aus. Ein Analyst riet indes den Marktteilnehmern, ihre bisherigen Gewinne mitzunehmen, da er mit schwächeren Kursen in den kommenden Tagen rechne.

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