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Aktien : Die Krisengewinner stehen unter Druck

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Teamviewer galt als Gewinner der Pandemie. Bild: dpa

Steigende Renditen bei Anleihen stimmen Aktienanleger vorsichtig. Der Dax fällt zeitweise sogar unter 15.000 Punkte.

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          Steigende Anleihezinsen haben die Anleger auf dem deutschen Aktienmarkt am Dienstag vorsichtig gestimmt. Vor allem die Aktien von Pandemie-Gewinnern gerieten teils deutlich unter Druck. Der Dax fiel erstmals seit Ende März unter der Marke von 15.000 Punkten. Zuletzt notierte er noch rund eineinhalb Prozent im Minus bei 15.007,01 Punkten.

          Die Verluste erstreckten sich auf den breiten Aktienmarkt in Deutschland und Europa. Der M-Dax mit den mittelgroßen deutschen Werten sackte um 1,70 Prozent auf 32.353,59 Punkte ab, während der Eurozonen-Index Euro Stoxx 0,9 Prozent verlor. Der New Yorker Dow Jones Industrial steuerte derweil auch auf Verluste zu.

          Die Quartalsberichte zahlreicher Unternehmen gingen in dem allgemeinen Kursrutsch nachrichtlich meist unter. Die Aktien von Infineon etwa sackten als einer der größten Dax-Verlierer um 4,1 Prozent ab und konnten so nicht von leicht angehobenen Jahresprognosen profitieren. Infineon zählt zur Tech-Branche, einem Gewinner der noch schnelleren Digitalisierung in der Corona-Krise.

          Solche Aktien gerieten am Dienstag besonders unter Druck. Am Markt hieß es, hier machten sich die insgesamt steigenden Zinsen und die vermehrte Hoffnung auf baldige Lockerungen der Pandemie-Maßnahmen bemerkbar. Unter diesen Umständen litten auch andere mit Infineon vergleichbare Aktien unter Gewinnmitnahmen. Im Dax galt dies für den Essenslieferdienst Delivery Hero mit einem Minus von zwei Prozent. Gefragt waren dagegen die Aktien der Lufthansa. Die Papiere des Corona-Verlierers stiegen um 1,6 Prozent. Hier lockte die Aussicht auf einen anziehenden Reiseverkehr.

          Besonders deutlich zeigte sich der Kursrutsch aber im M.Dax mit Verlusten unter anderem bei Teamviewer sowie Hellofresh. Gute oder zumindest in der Tendenz ordentliche Quartalszahlen konnten den beiden in der Corona-Zeit gefragten Aktien keinen Rückenwind geben, die Kurse sackten um 9,2 respektive 6,7 Prozent ab.

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