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Börse : Daytrading - nichts für Anfänger!

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Day-Trading, handeln wie die Profis Bild: dpa

„Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ - Anleger sollten sich nicht von verführerischer Werbung blenden lassen. Schon gar nicht, wenn es um's Daytrading geht.

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          „Futures for free“ - so oder so ähnlich machen nicht nur so genannte Daytrading-Center, sondern auch Direktbanken Anlegern den Mund wässrig auf kurzfristige Kursgewinne im Wertpapierhandel. Die Center stellen dem Kunden Handelsplätze mit dem notwenigen technischen Equipment in Form von Hard- und Software gegen Entgelt zur Verfügung und werben mit der schnellen elektronischen Anbindung an die Börsenplätze der Welt. Direktbanken bieten ähnliche Möglichkeiten über das Internet.

          Der Anleger kann sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse spekulieren. Nur Sekunden sollen die Wertpapieraufträge benötigen von der Aufgabe des Auftrages bis zur Ausführung im Handel. So könne er auch von kurzfristigen Kursbewegungen profitieren. Am Morgen eine Position eingehen - und sie schon nach kurzer Zeit noch am selben Tag mit Gewinn schließen: das alles klingt nach „heiler Börsenwelt“, in der dem Investor die Kursgewinne mundgerecht zufliegen.

          Neue Form der Gebührenschneiderei

          Die Realität sieht anders aus. „Die Daytrading-Center schießen wie die Pilze aus dem Boden“, sagt Rechtsanwalt Klaus Nieding, Präsident des Deutschen-Anleger-Schutzbundes. „Viele davon haben nicht das Interesse des Anlegers im Blick, sondern sind auf die Gebühren aus, die sie für den Handel und für teilweise zweifelhafte Schulungen berechnen“. Sie betreiben eine neue Form der Gebührenschneiderei und agieren nach dem Prinzip der verbrannten Erde: aussaugen und fallen lassen.

          „Es kann nicht gut gehen, wenn immer mehr ehemalige Tankstellenpächter ins Geschäft einsteigen und auf die schnelle Mark aus sind“, kommentiert Martin Schakowski von technical tr@aders Frankfurt die zunehmende Konkurrenz. Aber die Anleger sind nach seiner Meinung zum Teil auch naiv. „Viele kommen herein, rechnen mir die Kursgewinne vor, die sie irgendwann mit Aktien am Neuen Markt erzielt haben und wollen wissen, wie viel sie hier verdienen können“, erläutert er. Dabei sei der Markt knallhart und bestrafe falsche Entscheidungen mit Verlusten. Die könnten sich innerhalb kurzer Zeit sehr drastisch entwickeln. Aus diesem Grund lässt er keinen Interessenten ohne weiteres direkt zum realen Handel zu. Sie müssen das Geschäft erst simulieren und dabei beweisen, dass sie den Markt verstehen - vor allem aber die eigenen Emotionen im Griff haben. „Denn wer emotional handelt, der hat schon verloren“.

          Kritische Punkte

          Auch das Bundesamt für Wertpapierhandel ist aufmerksam geworden und arbeitet an einer entsprechenden Richtlinie. In die Diskussion ist der Deutsche Anleger Schutzbund einbezogen und hat auf Grund von Anfragen geschädigter Anleger und anderer Interessierter ein „Infoblatt - Daytrading“ herausgegeben. Das listet die kritischen Punkte auf, die ein interessierter Anleger unbedingt gedenken sollte:

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