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Volatiler Handelstag : Dax schafft die Punktlandung auf 10.000 Punkten

  • Aktualisiert am

Dax-Chart in Frankfurt Bild: Reuters

Mit genau 10.000 Punkten und einem Plus von 1,3 Prozent geht der Leitindex aus dem Handel. Daran konnten selbst desaströse Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt nichts ändern.

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          Der deutsche Leitindex Dax schloss am Donnerstag mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 10.000 Punkten, nachdem er am Morgen noch 2,5 Prozent im Minus eröffnet hatte. Es ist das erste Mal seit zwei Wochen, dass das Börsenbarometer sich bis zum Handelsende über der 10.000er-Marke halten konnte.

          Deutliche Kursgewinne an der Wall Street hatten dem Dax Auftrieb gegeben. Von seinem erst Mitte Februar erreichten Rekordhoch bei gut 13 795 Punkten aber ist er immer noch meilenweit entfernt. Der MDax der mittelgroßen Werte ging 3,20 Prozent höher bei 21 426,13 Punkten aus dem Handel.

          Auftrieb gaben unter anderem das angesichts der Coronavirus-Krise nun bewilligte massive amerikanische Konjunkturpaket zur Stützung der Wirtschaft. Zudem hatte der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank Fed, Jerome Powell, weitere Notmaßnahmen im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise nicht ausgeschlossen.

          Jüngste Zahlen vom Arbeitsmarkt in Amerika belegten derweil, wie schwer die Corona-Pandemie die Wirtschaft der Vereinigten Staaten trifft: Die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe war wie von einigen Experten zuvor befürchtet auf mehr als drei Millionen nach oben geschnellt.

          Das Virus breitet sich in dem Land immer schneller aus, besonders in New York. Selbst mit dem vom amerikanischen Senat verabschiedeten billionenschweren Konjunkturpaket drohe der größten Volkswirtschaft der Welt immer noch ein gewaltiger Schaden, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

          DAX ®

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          Auch an der Schweizer Börse haben sich die Anleger am Donnerstag wieder mit Aktien eingedeckt. Der dortige Börsenindex SMI schloss 2,4 Prozent im Plus bei 9203 Punkten. Große Vermögensverwalter wie Credit Suisse und Blackrock erklärten, die Zeit für einen Wiedereinstieg in den Aktienmarkt sei gekommen.

          Schweizer Bankaktien im Plus

          Spitzenreiter bei den Schweizer Aktien waren die Grossbanken. Credit Suisse gewannen 6,1 Prozent, UBS 5,4 Prozent. Die Institute profitierten von einem Wiedererwachen des Risiko-Appetits und der Hoffnung, dass eine Eindämmung der Krise mögliche Kreditausfälle begrenzen könnte. Auch der Elektrotechnikkonzern ABB und der Personalvermittler Adecco, die beide stark von der Konjunktur abhängen, legten kräftig zu.

          Angesichts einer drohenden Kapitalverwässerung trennten sich die Anleger dagegen von den Aktien der Versandapotheke Zur Rose. Die Aktie büßte gut elf Prozent ein. Valora ermässigten sich um 5,2 Prozent. Die Massnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung führen bei dem Kioskbetreiber zu deutlichen Umsatzeinbussen.

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