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Nachrücker an der Börse : Das sind die Neuen im Dax

  • Aktualisiert am

Auf geht es in den Dax 40 - für diese zehn neuen Unternehmen. Bild: dpa

Zehn neue Konzerne finden sich im Dax wieder. Wenig klassische Industrie ist dabei, dafür viele Konsumgüterhersteller – wer sind die Neuen?

          4 Min.

          Der deutsche Börsenindex Dax erlebt die größte Reform seiner Geschichte. 34 Jahre nach seiner Einführung wurde der Index der wichtigsten Aktien in Deutschland zum Handelsstart an der Frankfurter Börse von 30 auf 40 Werte erweitert. Das sind die zehn Neuen.

          AIRBUS

          Jahresumsatz: knapp 50 Milliarden Euro

          Mitarbeiter: gut 130.000

          Groß genug für den Dax ist der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern seit langem – jetzt reicht auch der Handelsumsatz für die erste Börsenliga aus. Denn bislang wurde das Papier in erster Linie in Paris gehandelt, die Frankfurter Börse spielte für den deutsch-französischen Konzern nur eine nachrangige Rolle. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 92 Milliarden Euro steht Airbus künftig auf Platz vier im Dax, nach Siemens und vor der Deutschen Telekom. Gegründet wurde das Gemeinschaftsunternehmen 2000, als Fusion der deutschen DASA, der französischen Aerospatiale-Matra und der spanischen CASA.

          BRENNTAG

          Jahresumsatz: 11,7 Milliarden Euro

          Mitarbeiter: mehr als 17.000

          Brenntag ist Weltmarktführer im Handel von Chemikalien und Inhaltsstoffen. Das Essener Unternehmen bietet mehr als 10.000 verschiedene Produkte an, die es in großen Mengen kauft und lagert. In kleinere Mengen aufgeteilt und verpackt werden diese dann an rund 195.000 Kunden aus den verschiedensten Märkten geliefert – etwa Firmen aus den Bereichen Beschichtungen, Nahrungsmittel, Öl & Gas, Pharma, Körperpflege und Trinkwasseraufbereitung. Das Brenntag-Netzwerk hat 550 Standorte in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien.

          HELLOFRESH

          Jahresumsatz: 3,75 Milliarden Euro

          Mitarbeiter: mehr als 11.000

          Der Aufstieg in den Dax dürfte auch mit der Corona-Krise zusammenhängen, in der Menschen rund um den Globus das Kochen in der eigenen Küche für sich entdeckten. HelloFresh verdient sein Geld mit Pappkartons, die mit abgemessenen Lebensmitteln und Rezeptkarten gefüllt sind. Damit beliefern die Berliner mittlerweile 7,7 Millionen Kunden – vor der Corona-Pandemie Ende 2019 waren es weniger als drei Millionen gewesen. Inzwischen ist das zehn Jahre alte Unternehmen in 15 Ländern aktiv und Branchenprimus in den USA.

          PORSCHE SE

          Jahresumsatz: 107 Millionen Euro

          Mitarbeiter: 916

          Die von den Familien Porsche und Piech kontrollierte Holding verdient Milliarden über ihre Beteiligung von 53,3 Prozent an den Stammaktien von Volkswagen. Der VW-Hauptaktionär mit seinen drei Dutzend Mitarbeitern in Stuttgart macht keinen Umsatz. Den erzielt nur die Tochter PTV aus Karlsruhe, ein Berater und Softwareanbieter für Mobilitätslösungen mit knapp 900 Beschäftigten. Die PSE ist außerdem an fünf Technologieunternehmen in den USA und Israel beteiligt und hält Ausschau nach weiteren Investments. Vorstandsvorsitzender ist VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch.

          PUMA

          Umsatz: 5,2 Milliarden Euro

          Mitarbeiter: 14.300

          Vor dem zweiten Weltkrieg stellten die Brüder Rudolf und Adolf Dassler ihre Sportschuhe noch gemeinsam her – in den Kriegsjahren folgte das Zerwürfnis. Das Ergebnis: 1948 wurde Puma gegründet, von Rudolf, während Adolf sich mit Adidas selbständig machte. Beide Firmen haben immer noch ihren Sitz im fränkischen Herzogenaurach in der Nähe von Nürnberg. Puma hinkt Adidas jedoch beim Umsatz seit langem hinterher. Der Luxuskonzern Kering war 2007 bei Puma eingestiegen und wollte das Unternehmen auf Mode und Lifestyle ausrichten. Er verlor aber bald das Interesse und trennte sich 2018 von der Mehrheit. Puma-Chef Björn Gulden, ein ehemaliger Fußballspieler, rückt nun den Sport stärker in den Vordergrund.

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