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Börse am Donnerstag : Bayer-Aktie verliert 12 Prozent

  • Aktualisiert am

Bayer-Chef Werner Baumann während einer Pressekonferenz im Frühjahr Bild: dpa

Ein mauer Ausblick und das neue Sparprogramm führen zum Ausverkauf von Bayer-Aktien. Andere Dax-Werte profitieren von positiven Analysten-Kommentaren. Was an der Börse heute wichtig wird.

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          Die Anleger an der Frankfurter Börse geben die Hoffnung auf weitere Konjunkturstützen in den Vereinigten Staaten im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise nicht auf. Der Dax legte am Donnerstag im frühen Handel 0,4 Prozent zu auf 12.814 Punkte. Investoren setzten darauf, dass sich Republikaner und Demokraten auf ein 2,2 Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket einigen könnten, bevor der Aufschwung nach der Krise wieder an Schwung verliere, sagte Milan Cutkovic, Marktanalyst beim Brokerhaus AxiTrader. "Es bleibt nicht viel Zeit und je mehr sich die Verhandlungen in die Länge ziehen, desto größer wird das Risiko für die Wirtschaft."

          Mit einem Abschlag von 12 Prozent wurden Bayer-Aktien gehandelt. Der Leverkusener Pharma- und
          Agrarchemiekonzern erwartet für das kommende Jahr "trotz erheblichen Gegenwinds durch die Covid-19-Pandemie" besonders im Landwirtschaftssektor einen Umsatz etwa auf dem Niveau von 2020" und ein etwas geringeres Ergebnis. Die schwächere Entwicklung im Agrarchemiegeschäft komme zu einem Zeitpunkt, zu dem Bayer eigentlich sein Pharmageschäft stärken müsste, schrieb Julie Mead, Analystin bei der Bank HSBC. Der Monsanto-Kauf habe nicht nur eine Menge an Börsenwert vernichtet, er könnte auch die Pharmasparte lähmen.

          Telekom top, Covestro flop

          Auch andere Dax-Unternehmen stehen heute im Fokus der Anleger. So profitierten die Aktien der Deutschen Telekom davon, dass die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs sie auf ihre Empfehlungsliste besonders günstiger und aussichtsreicher Werte gesetzt haben. Kurz nach Börsenstart standen sie 2 Prozent im Plus auf 14,56 Euro. Damit standen sie nur knapp unter der exponentiellen 200-Tage-Linie bei 14,57 Euro, die als Indikator für den längerfristigen Trend angesehen wird. Die Goldman-Banker haben ihr Kursziel für die T-Aktie sogar noch einmal von 20,50 auf 22,00 Euro erhöht.  

          Positive Geschäftssignale von STMicro haben vor allem Infineon kräftig angetrieben. Die Papiere der Münchner kletterten um fast 5,5 Prozent auf 25,42 Euro und rückten damit nahe an das Mehrjahreshoch vom Sommer 2018 bei 25,76 Euro heran. STMicro waren in Paris ähnlich stark und schlossen damit die Corona-Kurslücke aus dem Februar. Siltronic  gewannen im M-Dax 4 Prozent, ihr Kurschart sieht aber noch nicht ganz so gut aus. STMicro hat bereits das zweite Mal seinen Ausblick für das Gesamtjahr erhöht.

          Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Covestro verloren dagegen an Wert, nachdem die Credit Suisse ihre Einschätzung herabgestuft hat. Sie bewerten die Papiere nun nur noch mit "Neutral", nachdem sie sie lange unter  "Outperform" führten. Das Kursziel reduzierten sie auf 46 von 51,50 Euro. 

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