https://www.faz.net/-gv6-aathw

Sogar Borussia Dortmund : Aktienkurse der Super-League-Klubs steigen deutlich

  • Aktualisiert am

Ein Mann telefoniert vor dem Stadion des FC Barcelona. Bild: Reuters

Kursgewinne von bis zu 15 Prozent: Die Kurse der börsennotierten Fußballvereine steigen nach der Super-League-Bekanntgabe von zwölf großen europäischen Vereinen deutlich. Die Vereine, die nicht beteiligt sind, büßen dagegen ein.

          1 Min.

          Die allermeisten Fußballfans sind außer Sicht, in den Sozialen Medien schlägt den großen Fußballklubs Wut entgegen. Ganz anders die Situation an der Börse: Die Anleger bejubeln die am Montagmorgen offiziell bekanntgegebenen Super-League-Pläne von 12 großen europäischen Fußballvereinen. Die Aktienkurse beteiligter Fußballvereine legten am Montag rasant zu. Klubs, die außen vor sind, geraten an der Börse dagegen unter Druck.

          Am stärksten stieg der Aktienkurs von Juventus Turin: Er legte um etwa 15 Prozent zu. Juve-Präsident Andrea Agnelli ist eine treibende Kraft hinter der Super League und einer der beiden Vizepräsidenten. Er war bis Sonntagnacht Vorsitzender der Europäischen Klubvereinigung ECA. Kurz nachdem diese sich gegen die Super-League-Pläne gestellt hatte, trat er von diesem Posten zurück.

          Auch andere Vereine profitierten deutlich. Die Aktie von Manchester United gewann 9 Prozent. Bemerkenswerterweise rissen sich die Anleger auch um die Aktien von Borussia Dortmund, der Kurs stieg um ebenfalls um knapp 9 Prozent. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bekräftigte am Montag zwar, dass man die Pläne ablehne. Offenbar rechnen die Anleger aber damit, dass der Verein perspektivisch doch dazu stößt und damit finanziell profitiert.

          JUVENTUS FOOTBALL

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Dagegen gerieten die Kurse anderer Vereine unter Druck. Die Titel von AS Rom und Olympique Lyon verloren jeweils etwa 1 Prozent.

          BORUSSIA DORTMUND

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          Zwölf der größten Vereine des europäischen Herrenfußballs hatten am Montagmorgen offiziell bekanntgegeben, dass sie eine neue Super League gründen wollen. An die Gründungsmitglieder sollen insgesamt 3,5 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Würden diese auf die 12 Teams verteilt, könnten diese jeweils mit Einnahmen von 300 Millionen Euro rechnen. Dabei soll es sich um eine Einmalzahlung handeln, die zur „Entwicklung ihrer Infrastruktur und zur Abfederung der Auswirkungen der Covid-Pandemie vorgesehen“ sei, heißt es in der Mitteilung.

          Zum Vergleich: Der umsatzstärkste Verein in der Saison 2019/2020 war laut den Wirtschaftsprüfern von Deloitte der FC Barcelona mit 715 Millionen Euro. Aus der TV-Vermarktung verdiente der hochverschuldete Verein demnach 248,5 Millionen Euro, ein Rückgang um etwa 50 Millionen Euro im Vergleich zur Vorsaison.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nahostkonflikt : Israels Militär droht Hamas mit gezielten Tötungen

          Israels Raketen zerstören ein Hochhaus mit Journalistenbüros im Gazastreifen. Der Armeesprecher kündigt weitere Angriffe auf die Führungsriege der Hamas an. Iran stellt sich hinter sie. Und US-Präsident Biden telefoniert — mit Israels Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.