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Dominik Schiener Bild: Archiv

Junger Blockchain-Veteran : „Ich werde so unvorstellbar reich werden“

Dominik Schiener ist 22 Jahre alt und einer der erfahrensten Blockchain-Unternehmer. Sein Leben verläuft wie ein Bitcoin-Kurs. Daraus hat er gelernt.

          4 Min.

          Als Dominik Schiener von zu Hause ausgezogen ist, hat sich die Stromrechnung seiner Eltern halbiert. Gut eine halbe Million Euro hatte Schiener da schon mit Bitcoin-Mining verdient, weil sein Computer mit komplizierter Rechenleistung das virtuelle Geld geschürft hat. Vor beinahe fünf Jahren war das, als der damals 17 Jahre alte Schiener ins sogenannte Krypto-Valley nach Zug in die Schweiz gezogen ist, ins Goldgräbertal der Digitalwährungsfanatiker. „Ich werde so unvorstellbar reich werden“, dachte sich Schiener damals, mit einer Plattform zum Umtausch von richtigen Währungen wie Euro oder Dollar in Digitalgeld. Ein Jahr später war all sein Geld verloren.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Schiener war damals nicht der Einzige, der solche Ideen hatte, und wie alle anderen stand er vor einem Problem: Keine Bank wollte mit ihm zusammenarbeiten. Bitcoin galt als nicht relevant, nur als Geldwäscheinstrument für Drogendealer. Ohne Bankkonto ist eine Währungsplattform allerdings reichlich zwecklos, weil praktisch kein Handel stattfinden kann. „Da gab es dann einen Haufen Leute, die dachten ,fuck the banks, wir dezentralisieren alles‘, aber wir konnten ohne Banken kein Geschäft aufziehen“, sagt Schiener. Häufig, wenn er spricht, mischen sich englische und deutsche Wörter. Schiener kommt aus Südtirol, aber er wohnt eigentlich im Internet.

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