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Blick auf die Märkte : Leichte Kursverluste

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Mit leichten Kursverlusten sind die deutschen Standardwerte in die neue Handelswoche gestartet. Vor allem die Vorgaben aus Fernost waren gar nicht so schlecht. Doch die Schreckensnachrichten aus der Automobilbranche belasten.

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          Mit leichten Kursverlusten sind die deutschen Standardwerte in die neue Börsenwoche gestartet. Der Dax pendelte in den ersten Handelsminuten um seinen Schlussstand vom Freitag und verlor zuletzt 0,2 Prozent auf 4703 Punkte. Der M-Dax mittelgroßer Werte gewann 0,1 Prozent auf 5377 Zähler. Der technologieorientierte TecDax stieg um 0,04 Prozent auf 503 Zähler.

          Die Wall Street hatte sich am Freitag nach enttäuschenden Einzelhandelsdaten mit Verlusten ins Wochenende verabschiedet. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 3,8 Prozent. Der Future auf den amerikanischen Leitindex stand am Morgen 165 Punkte unter seinem Niveau zum Xetra-Schluss vom Freitag. Derweil legte der Nikkei-225-Index am Montag 0,7 Prozent zu. Die Beschlüsse des zuvor hoffnungsvoll erwarteten Weltfinanz-Gipfels sind laut Handelsblatt von deutschen Finanzexperten gelobt worden.

          Für Impulse dürften laut Händlern die endgültigen Quartalszahlen der Hypo Real Estate sorgen, sowie amerikanische Konjunkturdaten wie etwa der New York Empire State Index. Die angeschlagene Immobilienbank Hypo Real Estate hatte am Morgen mitgeteilt, dass sie vor einem weiteren schweren Jahr stünde. Für die neue Woche rechnen Börsianer am deutschen Aktienmarkt mit einer Seitwärtsbewegung unter relativ großen Schwankungen. Den Experten zufolge könnte die attraktive Bewertung deutscher Aktien freilich einige Anleger zum Wiedereinstieg verleiten. Der zuvor mit Spannung erwartete Weltfinanzgipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) hat am Wochenende der ersten Einschätzung eines Börsianers zufolge „mehr gebracht als erhofft“.

          Allerdings seien weitere negative Unternehmensnachrichten nicht ausgeschlossen, was wiederum den Investoren die Kauflaune verderben könnte. Die Analysten der Landesbank Berlin sehen insofern wenig Aussicht auf eine baldige Trendwende nach oben. Die Experten verwiesen unter anderem auf die ungewisse Zukunft des Finanzsektors und die immensen konjunkturellen Unwägbarkeiten. Hintergrund dafür ist, dass die deutsche Wirtschaft wegen der Finanzmarktkrise und der weltweiten Konjunkturflaute erstmals seit fünf Jahren in eine Rezession gerutscht ist.

          Die Deutsche Post rückt am Montag nach einem Bericht der „Financial Time Deutschland“ (FTD) in den Blick. Laut FTD will Vorstandschef Frank Appel verhindern, dass künftig sämtliche Aktien des Unternehmens frei an der Börse gehandelt werden. „Ein Free Float von 100 Prozent ist weder für den Konzern noch für die Mitarbeiter gut“, sagte Appel der FTD. Der Manager räumte ein, dass nach der Abspaltung der Postbank die Gefahr einer feindlichen Übernahme des Postkonzerns gestiegen sei. Laut einer ersten Händlereinschätzung könnte der Beitrag dem Kurs etwas Rückendeckung geben. „Es sieht so aus als versuchte Appel den angeschlagenen Kurs mit ein paar Spekulationen nach oben zu hieven“, sagte der Börsianer.

          Die auslaufende Berichtssaison hingegen dürfte Börsianern zufolge kaum für Bewegung sorgen. Am Donnerstag veröffentlicht der im TecDax gelistete Windanlagenbauer Nordex seine Quartalszahlen. Außerdem legt der Fondsanbieter MPC Münchmeyer Petersen Capital am Dienstag Zahlen vor. Dieser hatte bereits Anfang Oktober wegen der anhaltenden Finanzmarktkrise die Gewinnprognose für das laufende Jahr gekürzt.

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