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Blick auf die Märkte : Leichte Kursverluste

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Amerikanische Börsen schließen vor Welt-Finanzgipfel im Minus

Die amerikanischen Börsen haben am Freitag vor dem Welt-Finanzgipfel im Minus geschlossen. Vor allem schlechte Konjunkturdaten drückten die Stimmung: Der Umsatz im Einzelhandel sank im Oktober so deutlich wie nie zuvor. Zudem hielten sich Anleger nach dem kräftigen Anstieg der Kurse vom Donnerstag zurück.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Abschlag von 3,8 Prozent auf 8497 Punkte aus dem Handel. Im Tagesverlauf pendelte er dabei zwischen 8469 und 8923 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 4,2 Prozent auf 873 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor sogar 5 Prozent auf 1516 Punkte. Im Wochenverlauf büßte der Dow Jones 5 Prozent ein, während der S&P um 6,2 Prozent und der Nasdaq um 7,9 Prozent nachgaben.

Unter den Konjunkturdaten sorgten vor allem die Einzelhandelszahlen für Pessimismus. Der Rückgang um 2,8 Prozent war der stärkste Einbruch seit Beginn der Statistik 1992.

Die Papiere der Mode-Kette Abercrombie & Fitch rauschten um über 20 Prozent in die Tiefe. Das Unternehmen hatte zuvor einen Gewinnrückgang vermeldet und seine Prognose kassiert. Auch die Anteilsscheine der Wal-Mart-Supermärkte notierten rund 4 Prozent schwächer.

Die Aktien der Citigroup konnten sich dagegen im Handelsverlauf bei 0,7 Prozent im Plus behaupten. Die amerikanische Großbank will einer mit den Plänen vertrauten Person zufolge demnächst einen umfangreichen Stellenabbau bekanntgeben. Die Kürzungen könnten bis zu 10 Prozent der Belegschaft treffen, sagte die Person am Freitag. Sun Microsystems kündigte ebenfalls einen massiven Stellenabbau an. Der auch in Deutschland aktive Computer- und Serverhersteller erklärte, wegen der Wirtschaftsflaute bis zu 6000 Stellen zu streichen, was in etwa jeden sechsten Arbeitsplatz betrifft. Auch Sun-Micro-Aktien profitierten von der Ankündigung und notierten rund ein Prozent höher.

Der weiter sinkende Ölpreis drückte Papiere wie die des Energiekonzerns Exxon 2,3 Prozent ins Minus. Die Aktien des Konkurrenten Chevron gaben um 3,1 Prozent nach. Ein Fass amerikanisches Leichtöl verbilligte sich auf knapp 57 Dollar.

Amerikanische Anleihen profitieren von schwachen Einzelhandelsdaten

Schwache Daten aus dem amerikanischen Einzelhandel haben dem amerikanischen Anleihemarkt am Freitag Auftrieb gegeben. Die Umsätze der Branche waren im Oktober unerwartet stark gesunken. Das weckte Befürchtungen, dass die Rezession den Konsum dämpft und damit die wichtigste Stütze der amerikanischen Wirtschaft weg bricht. Im späten Handel stiegen zehnjährige Anleihen um 1-2/32 auf 100-7/32 und rentierten mit 3,72 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste dreißigjährige Longbond gewann 2-8/32 auf 104-20/32. Hier ergab sich eine Rendite von 4,22 Prozent. Der Longbond war allerdings am Donnerstag regelrecht eingebrochen, nachdem die Aufstockungsauktion dreißigjähriger Anleihen enttäuschend verlaufen war.

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