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Blick auf die Märkte : Leichte Kursverluste

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Europäische Renten eröffnen leichter

Die europäischen Anleihenmärkte sind mit Kursverlusten in den neuen Handelstag gestartet. Der richtungweisende Terminkontrakt auf deutsche Bundesanleihen, Bund-Future, verlor nach der Eröffnung 16 Basispunkte auf 118,60 Punkte.

In der neuen Woche steht am Primärmarkt für Euroraum-Staatsanleihen laut Experten ein eher moderates Emissionsvolumen an. Das Volumen an Emissionen belaufe sich auf 10 Milliarden Euro, heißt es in einer Studie von HSBC Trinkaus. Kupon- und Rückzahlungen stünden indes wie in der Vorwoche nicht an. Griechenland stocke am Dienstag eine Anleihe um 1,25 Milliarden Euro auf. Am Mittwoch folge Deutschland mit 4 Milliarden Euro für eine fünfjährige Anleihe. Den Abschluss bildeten am Donnerstag schließlich Frankreich und Spanien, die ebenfalls Aufstockungen vornehmen.

In den Vereinigten Staaten werden zahlreiche und zugleich wichtige Konjunkturzahlen erwartet. Im Blickpunkt dürften Zahlen zur Industrieproduktion, zu den Verbraucherpreisen und vom Immobilienmarkt stehen. Großes Interesse sollte darüber hinaus das Protokoll (Minutes) zur letzten Zinsentscheidung der amerikanischen Notenbank auf sich ziehen.

Die WestLB und die Commerzbank rechnen bei den Verbraucherpreisen mit einer deutlich sinkenden Jahresrate. Zumindest unter 4 Prozent sollte die Rate fallen, heißt es bei der Landesbank. Die stark rückläufigen Rohstoffpreise sollten sich ebenfalls bei den Erzeugerpreisen bemerkbar machen. Insgesamt befinde sich die Inflation auf dem Rückzug und sei gegenwärtig „das geringste aller Probleme“, unterstreicht die WestLB.

Bei den Konjunkturdaten aus der Eurozone stehen die Einkaufsmanagerindizes für November im Mittelpunkt. Nach den vielen Daten der Vorwoche stehen aber nur vergleichsweise wenige Indikatoren auf dem Kalender.

Euro nach Weltfinanzgipfel über 1,25 Dollar

Der Kurs des Euro hat sich am Montag nach dem Weltfinanzgipfel in Washington stabil über der Marke von 1,25 Dollar gehalten. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2550 Dollar. Damit kostete ein Dollar 0,7966 Euro. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2675 (Donnerstag: 1,2525) Dollar festgesetzt.

„Da wir in dieser Woche keine konjunkturellen Hiobsbotschaften erwarten, dürften die Finanzmärkte insgesamt in etwas ruhigeres Fahrwasser kommen“, kommentierten Experten der Landesbank Hessen- Thüringen (Helaba) den Handel am Montagmorgen. Für den Euro bedeute dies „Stabilisierungs- und Erholungspotenzial“.

Ölpreis wieder gesunken

Der amerikanische Ölpreis hat am Montag nach dem Weltfinanzgipfel in Washington wieder nachgegeben. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der Sorte WTI mit Auslieferung im Januar 55,96 Dollar. Das sind 1,08 Dollar weniger als am Freitag. Händler begründeten den Preisrückgang mit der Sorge vor einem weiteren Abflauen der Weltwirtschaft und einem damit verbundenen Rückgang der Nachfrage nach Rohöl.

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