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Blick auf die Märkte : Finanzwerte belasten weiterhin den Dax

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Der deutsche Aktienmarkt steht auch am Mittwoch unter Druck. Kursverluste bei den Finanz- und Auftomobilwertenwerten ziehen den Markt nach unten. Dagegen haben Technologiewerte etwas Rückenwind.

          11 Min.

          Die europäischen Aktienmärkte sind am Mittwoch etwas schwächer in den Handel gestartet. Zunehmende Sorgen über die Entwicklung im Finanzsektor und Zeichen einer weiter abgeschwächten Wirtschaft wirken belastend. Auch die Börsen in New York lieferten am Tag der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama keine positiven Vorgaben.

          „Ein Schlussstand beim Dow Jones von unter 8.000 Punkten kann kaum als guter Start für die Obama-Ära bezeichnet werden“, sagte Matt Buckland, Aktienhändler bei CMC Markets. Der Future auf den amerikanische Leitindex Dow Jones stand am Morgen 1,34 Prozent unter seinem Niveau zum Handelsschluss an den europäischen Börsen am Dienstag.

          In den ersten Handelsminuten verlor der EuroStoxx 50 0,63 Prozent auf 2.186,89 Punkte. Der Londoner FTSE 100 gab um 0,40 Prozent auf 4.075,06 Zähler nach. Der CAC-40-Index büßte in Paris 1,29 Prozent auf 2.887,61 Punkte ein.

          Bester Wert im EuroStoxx 50 war die französische Bank Societe Generale. Die Titel gewannen in den ersten Minuten nach Handelsbeginn 5,58 Prozent auf 26,015 Euro. Auch am Index-Ende waren mit Aegon, Deutsche Bank und BNP ParibasTitel von Banken und Versicherern zu finden. Aegon rutschten um 4,89 Prozent auf 3.56 Euro ab, Deutsche Bank verloren 5,42 Prozent auf 16,06 Euro. Aktien der französischen Großbank BNP Paribas gaben 3,48 Prozent auf 22,88 Euro nach.

          Der Dax liegt nach den ersten Handelsminuten mit einem Minus von 0,62 Prozent bei 4.213 Zählern. Titel der Deutschen Bank fielen als Dax-Schlusslicht um 5,21 Prozent auf 16,095 Euro. Der deutsche Branchenprimus verbucht nach einem Zeitungsbericht, nach welchem zwei seiner Hedge-Fonds massive Verluste, verbuchten, Kurseinbußen. Händlern zufolge hat die Bank allerdings betont, kein Kapital in Hedge-Fonds investiert zu haben, und aus ihren beiden genannten Hedge-Fonds resultierten keine Verluste. Dem Händler zufolge drückt der Bericht allerdings nochmals auf die ohnehin nervöse Stimmung im angeschlagenen Bankensektor. Auch die anderen Finanztitel präsentierten sich sehr schwach und setzten damit die negative Vortagsentwicklung fort.

          Die Papiere von ThyssenKrupp-Aktien gaben um 1,14 Prozent auf 16,53 Euro nach. Als Belastungsfaktor sahen Händler vor allem eine negative Studie. Morgan Stanley hatte die Aktie des Industriekonzerns von „Equalweight“ auf „Underweight“ abgestuft und das Kursziel von 20 auf 16 Euro gesenkt. Es gebe keinen Grund, weshalb die Anleger wieder in Stahlaktien investieren sollten, da das Jahr 2009 noch schlechter ausfallen dürfte als 2001, hieß es in der Sektorstudie. Die „Handelsblatt“-Meldung, wonach ThyssenKrupp Transrapid-Technik an China verkaufen will und damit nach dem Aus in München auf eine Verlängerung der Strecke in Schanghai setzt, ist Börsianern zufolge zwar „leicht positiv aber nicht wirklich kursbewegend.“

          Lufthansa-Titel verloren 2,82 Prozent auf 9,660 Euro. Die UBS hatte die Aktie der Fluggesellschaft von „Buy“ auf „Neutral“ abgestuft bei einem von 15,70 auf 10,00 Euro gesenkten Kursziel. Zudem hat die Pilotenvereinigung Cockpit für Mittwoch zu einem befristeten Streik beim Lufthansa-Partner Contact Air aufgerufen.

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