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Blick auf die Märkte : Dax startet mit kräftigem Plus

  • Aktualisiert am

Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Nach den hohen Kursverlusten der vergangenen Tage sind die Akteure an den deutschen Aktienmärkten nun positiv gestimmt. Mit einem kräftigen Plus von 1,7 Prozent auf 4412 Punkte ist der Dax gestartet. Nun keimt Hoffnung auf, dass der Sprung über die Marke von 4400 Punkten dauerhaft gelingt.

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          Sieben Tage in Folge ist der Dax schon gefallen. Doch nun rechnen die Marktteilnehmer an den deutschen Aktienmärkten zum Wochenausklang mit einer freundlichen Eröffnung. Der Dax ist mit einem kräftigen Plus von 1,7 Prozent auf 4412 Punkte in den Handel gestartet. Am Donnerstag fiel der Dax den siebten Tag in Folge und ging 1,9 Prozent tiefer bei 4336 Punkten aus dem Handel.

          Der kleine Verfall an den Terminbörsen könnte Händlern zufolge vereinzelt für Kursverzerrungen sorgen. Anleger versuchen an solchen Tagen häufig, die Kurse in eine für sie günstige Richtung zu beeinflussen. Am Freitag verfallen Optionen auf Indizes und Aktien.

          Zu der optimistischen Grundstimmung trugen die Vorgaben aus Übersee bei. An der Wall Street beendete der Dow-Jones-Index seine sechstägige Verlustserie und schloss nach kräftigen Anfangsverlusten 0,2 Prozent höher bei 8212 Punkten. Am Morgen zogen an der Börse Tokio die Exportwerte den Gesamtmarkt nach oben. Der Nikkei-225-Index schloss 2,6 Prozent fester.

          Allerdings könnten neue Belastungen auf die deutschen Aktienmärkten zukommen: Die Citigroup und die Bank of America ziehen die Veröffentlichung ihrer Zahlen über das vierte Quartal auf diesen Freitag vor. Am frühen Morgen war schon bekannt geworden, dass der amerikanische Staat bei der Bank of America einsteigt und dem Kreditinstitut 20 Milliarden Dollar frisches Kapital zuschießt.

          Diese Nachrichten könnten die europäischen Finanzwerte nochmals unter Druck setzen. Die Aktienkurse der Bank of America und der Citigroup waren am Vorabend in New York um 18,4 Prozent beziehungsweise um 15,5 Prozent eingebrochen.

          Zudem wurde der scharfe Gewinneinbruch von Intel erst nach dem amerikanischen Börsenschluss bekanntgegeben. Der Gewinn stürzte im Schlussquartal um 90 Prozent auf 234 Millionen Dollar ein. Der Umsatz fiel um fast ein Viertel auf 8,2 Milliarden Dollar. Dies könnte die Kurse anderer Chip-Hersteller wie Infineon am Freitag belasten. Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass der Kurs der Intel-Aktie im nachbörslichen Handel in New York dennoch um 1,6 Prozent stieg. Dies beflügelte den Kurs von Infineon. Die Aktie des deutschen Chip-Herstellers war mit einem Plus von 3,6 Prozent auf 0,87 Euro am Morgen der Favorit im Dax.

          Am Nachmittag könnten die Marktakteure die Lage an den internationalen Aktienmärkten ohnehin noch einmal neu einschätzen. Dann nämlich werden in den Vereinigten Staaten Konjunkturdaten wie die Verbraucherpreise und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan frische Impulse bringen.

          Hierzulande werden die Titel des Einzelhändlers Metro nach Vorlage von Bilanzen der Wettbewerber Ahold und Carrefour ebenfalls im Fokus stehen. Die Umsatzzahlen der niederländischen Supermarktkette lagen im vierten Quartal am oberen Ende der Analystenerwartungen. Der französische Einzelhändler bekräftigte am Vorabend das Ziel, 2008 einen operativen Cash-Flow von 1,5 Milliarden Euro zu erreichen.

          Auch Eon-Titel dürften einen Blick wert sein. Der norwegische Energiekonzern Statkraft will seine Beteiligung an Eon längerfristig halten und erhofft sich auch Kooperationen mit dem deutschen Energiekonzern. Händler rechnen mit einer positiven Kursreaktion. „Die Nachricht sollte sich nicht negativ auf die Stimmung auswirken und der Aktie ein wenig auf die Sprünge helfen“, kommentierte ein Börsianer.

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