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Blick auf die Märkte : Dax - nach Vortagesrally etwas schwächer

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Die deutschen Aktienindizes lelgen am Dienstag nach ihren kräftigen Gewinnen vom Vortag eine leichte Verschnaufpause ein. Händler verweisen als Stimmungsdämpfer insbesondere auf die Entwicklung in New York nach der Schlussglocke.

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          Nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag sind die deutschen Aktienindizes am Dienstag schwächer in den Handel gestartet. Der Leitindex Dax fiel in den ersten Minuten um bis zu zwei Prozent, erholt sich allerdings im weiteren Verlauf.

          Nach der ersten Handelsstunde liegt der Dax mit einem Minus von 1,15 Prozent bei 4.661 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte verliert 1,26 Prozent auf 5.189 Zähler. Der TecDax dagegen gibt 2,9 Prozent auf 478 Punkte ab.

          Händler verweisen als Stimmungsdämpfer insbesondere auf die Entwicklung in New York nach der Schlussglocke. Im Tagesverlauf könnten einige Konjunkturdaten wie der ZEW-Index hierzulande und die schwebenden Hausverkäufe aus den Vereinigten Staaten für Bewegung sorgen. „Im Handelsverlauf dürften die Daten aus Deutschland und später den Vereinigten Staaten den Ton am Markt bestimmen“, sagte Heino Ruland von FrankfurtFinanz.

          Auf Unternehmensseite dominierten am Dienstag einzelne Unternehmensgeschichten. So standen nach negativen Branchennachrichten erneut die Papiere von Infineon Technologies im Fokus. Mit einem Verlust von 8,52 Prozent auf 0,81 Euro führten die Aktien die Verlierer-Liste im Dax an. Sowohl Texas Instruments (TI) als auch National Semiconductor kappten ihre Prognosen. Auch Samsung Electronics blickt düster in die Zukunft und senkte seine Umsatzziele sowie die Erwartungen für Investitionsausgaben.

          Die Aktien der Deutschen Post litten ebenfalls unter negativen Äußerungen der Konkurrenz und büßten 1,39 Prozent auf 10,61 Euro ein. Händler verwiesen auf die gesenkte Prognose von FedEx. Der amerikanische amerikanische Paketdienst hatte seine Erwartungen für den Gewinn je Aktie für das zweite Quartal 2009 gesenkt. Dies schickte die Titel nachbörslich um 11,06 Prozent auf 66,20 Dollar in die Tiefe. Händlern zufolge reagieren die Aktien der Post wegen des Problemfeldes amerikanische Geschäft zuletzt sehr sensitiv auf Aussagen von FedEx.

          Deutsche Telekom-Aktien verbilligten sich um 3,25 Prozent auf 11,15 Euro. Morgan Stanley stufte die Aktien des Ex-Monopolisten von „Overweight“ auf „Underweight“ ab, hob aber das Kursziel wegen eines neuen Zeithorizonts von 13,25 auf 13,60 Euro. Nach einer im Vergleich zum Sektor um 20 Prozent besseren Kursentwicklung der Telekom-Aktie im zweiten Halbjahr 2008 sei es Zeit für eine Pause, betonten die Analysten

          K+S rückt mit einer Zwangspause in den Fokus. Der Düngemittel- und Salzhersteller wird in seinem Werk in Neuhof über den Jahreswechsel eine vierwöchige Betriebsruhe einlegen. Von dem Zwangsurlaub sind alle 700 Mitarbeiter betroffen. Händler erwarten eine negative Kursreaktion, auch wenn das Unternehmen bereits Produktionskürzungen angekündigt hatte. Die Aktien sackten um 1,71 Prozent auf 32,23 Euro ab.

          Deutsche Börse-Titel hielten sich unterdessen mit einem Minus von 0,75 Prozent auf 55,62 Euro besser als der Gesamtmarkt. Der Börsenbetreiber rechnet im Gesamtjahr 2008 mit geringeren Kosten als bislang prognostiziert und gab nun auch ein Kostenziel für 2009. Ein Börsianer sagte: „Es sieht so aus, als ob die Deutsche Börse ihre Kosten unter Kontrolle hat - das könnte zu Nachfrage von einigen Investoren führen.“ Allerdings könne es im Laufe des Tages zu Gewinnmitnahmen kommen, nachdem die Titel am Vortag so kräftig dank neuer Fusionsfantasie zugelegt hatten. Die Ernennung von Manfred Gentz zum neuen Aufsichtsratschef sei unterdessen keine Überraschung. Darüber hinaus gehörten auch die Aktien der Versorger RWE und Eon zu den größten Verlierern. RWE fielen um 3,20 Prozent auf 59,05 Euro und Eon fielen um 2,95 Prozent auf 25,01 Euro zurück.

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