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Blick auf die Märkte : Dax haussiert

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Bild: FAZ.NET-Jan Bazing

Der deutsche Aktienmarkt startet sehr fest in den Mittwoch. Der Dax gewinnt 2,3 Prozent auf 4422 Punkte. Vor allem die Aussicht auf die Gründung einer „Bad Bank“ in den Vereinigten Staaten verleiht dem Aktienmarkt und vor allem den Banken-Aktien Schwung.

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          Der deutsche Aktienmarkt startet sehr fest in den Mittwoch. Der Dax gewinnt 2,3 Prozent auf 4422 Punkte. Vor allem die Aussicht auf die Gründung einer „Bad Bank“ in den Vereinigten Staaten verleiht dem Aktienmarkt Schwung. Deutsche Bank legen mehr als 12, Postbank knapp 10 und Commerzbank 6,8 Prozent zu.

          SAP gewinnen nach ihrem Geschäftsbericht 6,8 Prozent auf 27,98 Euro, auch wenn das Unternehmen am Morgen den Abbau von 3300 Stellen angekündigt und keine detaillierte Prognose für das laufende Jahr abgegeben hat. „Die Kostensenkungsmaßnahmen und vorläufigen Zahlen für 2008 waren gut, aber die Gewinnmargen und der Ausblick für 2009 begründen ein negatives Szenario“, erklärt ein Händler.

          Nach der Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen steigen die Aktien von Wacker Chemie um 1,8 Prozent, obwohl der Spezialchemiekonzern, der im Vorjahr Umsatz und operativen Gewinn gesteigert hatte, nach einem schwachen Schlussquartal Kurzarbeit einführt.

          Rentenmarkt abermals im Minus

          Die Euphorie am Aktienmarkt drückt die Kurse der Anleihen. Der Bund-Future verliert 37 Basispunkte auf 122,70 Prozent, der Bobl-Future gibt 20 Basispunkte auf 115,23 Prozent nach..

          Euro zieht gegen Dollar an

          Beim Übergang vom asiatisch zum europäisch geprägten Devisenhandel zieht der Euro am Mittwochmorgen weiter gegen Dollar und Yen an. Für den anhaltenden Aufwind der Gemeinschaftswährung sorgt Marktteilnehmern zufolge weiterhin der unerwartet gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche Wirtschaft vom Vortag. Darüber hinaus hielten sich die Anleger im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve (Fed) am Abend mit Engagements im Greenback zurück.

          Sollten sich die Währungshüter um Chairman Ben Bernanke etwa für einen groß angelegten Aufkauf von amerikanischen Staatsanleihen langer Laufzeit entscheiden, könnte dies dem Dollar schaden, sagt Kathy Lien, Leiterin des Währungs-Researchs bei Global Forex Trading in New York. Äußere sich der Offenmarktausschuss der amerikanischen Notenbank hingegen lediglich zur konjunkturellen Lage der Vereinigten Staaten, könnte dies den Greenback stützen.

          Neben der geldpolitischen Entscheidung der Fed stehen eine ganze Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda, die die Wechselkurse zur Wochenmitte beeinflussen könnten. Aus dem Euroraum sind etwa Stimmungsindikatoren aus Frankreich und Italien avisiert, aus Deutschland wird die Vorabschätzung der Entwicklung der Verbraucherpreise im Januar erwartet. Aus den Vereinigten Staaten stehen die wöchentlichen Zahlen zu den Hypothekenanträgen sowie die Rohöllagerbestände auf der Tagesordnung.

          Aus charttechnischer Sicht ist der Euro gegen den Dollar in den Bereichen von 1,3182 Dollar und 1,3090 Dollar unterstützt. Auf Widerstand trifft die Gemeinschaftswährung auf den Niveaus von 1,3303 Dollar und 1,3350 Dollar.

          Japanische Börsen uneinheitlich

          Die Börse in Tokio hat am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Im Nikkei-Index profitierten vor allem Technologie-Aktien von Hoffnungen auf ein Anziehen der Exporte. Der Index gewann 0,6 Prozent auf 8106 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,1 Prozent tiefer bei 804 Zählern. Die Aktienmärkte in Südkorea und Singapur legten dagegen deutlich zu. Die chinesischen Handelsplätze blieben wegen des Neujahrsfestes geschlossen.

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