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Blick auf die Märkte : Dax haussiert

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Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) stieg um 0,7 Prozent oder 59 Punkte auf 8.175. Sein Tageshoch erreichte der Index bei 8.226 Punkten. Der S&P-500 gewann 1,1 Prozent oder neun Punkte auf 846. Der Nasdaq Composite rückte um 1,0 Prozent oder 15 Punkte auf 1.505 vor.

American Express legten um 9,7 Prozent auf 16,68 Dollar zu und verzeichneten damit den prozentual höchsten Kursanstieg im DJIA. Das Unternehmen hatte zwar im vierten Quartal einen Gewinneinbruch um fast 80 Prozent verzeichnet, doch waren die Rückstellungen für
Kreditausfälle niedriger als befürchtet. Das lasse für das laufende Geschäftsjahr hoffen, hieß es. Auch andere Finanzwerte legten kräftig zu. Bank of America stiegen um 8,3 Prozent auf 6,50 Dollar und Citigroup um 6,6 Prozent auf 3,55 Dollar.

Interessanterweise hätten einerseits gerade die als hochspekulativ geltenden Finanzwerte und andererseits die als äußerst defensiv geltenden Pharmawerte den Markt angeführt, merkte ein Händler an. Das sei bezeichnend für die derzeitige Situation, in
der die Anleger zwischen Hoffen und Bangen hin- und herschwankten. Die Papiere des Pharmakonzerns Pfizer machten einen Teil der Verluste vom Montag wieder wett und stiegen um 1,1 Prozent auf 15,82 Dollar. Pfizer waren am Vortag unter Druck geraten, nachdem bekannt geworden war, dass der Konzern den Wettbewerber Wyeth übernehmen will.

Die Aktien des Chemiekonzerns DuPont gingen um 0,4 Prozent höher bei 23,27 Dollar aus dem Handel. DuPont hat bei der Vorlage seiner Quartalszahlen seine Ertragserwartungen gesenkt. Der Telekomsektor fand sich auf der Verliererseite, obwohl Verizon mit den
Eckdaten zum vierten Quartal die Erwartungen getroffen und sich zuversichtlich gezeigt hatte, die Krise gut überstehen zu können. Die Verizon-Aktie fiel um 3,3 Prozent auf 29,96 Dollar. AT&T gaben um 3,4 Prozent auf 25,93 Dollar nach.

Amerikanische Anleihen profitieren von Auktion zweijähriger Notes

Die amerikanischen Anleihen haben am Dienstag Kursgewinne verzeichnet, nachdem die Auktion zweijähriger Notes auf rege Nachfrage gestoßen war. Vor allem Titel mit längeren Laufzeiten legten deutlich zu. Kurzläufer schnitten schlechter ab, was Händler damit erklärten, dass das amerikanischen Finanzministerium im Lauf dieser Woche noch mehr Anleihen mit kürzeren Laufzeiten ausgibt. Schwache Konjunkturdaten stützten den Markt ebenfalls.

Im späten New Yorker Handel stiegen zehnjährige Anleihen mit einem Kupon von 3,750 Prozent um 31/32 auf 110-16/32 und rentierten mit 2,53 Prozent. Der mit 4,500 Prozent verzinste Longbond gewann 2-24/32 auf 123-16/32. Seine Rendite fiel auf 3,25 Prozent.

Das amerikanischen Finanzministerium verkaufte am Berichtstag zweijährige Anleihen im Volumen von 40 Milliarden Dollar. Bei der Auktion, die 2,69-fach überzeichnet war, ergab sich eine Höchstrendite von 0,925 Prozent. Die Papiere sind mit einem Kupon von 0,875 Prozent ausgestattet.

Von den am Berichtstag veröffentlichten Konjunkturdaten stützte vor allem der Index des Verbrauchervertrauens den Anleihemarkt. Der Index war im Januar auf den tiefsten Stand seit Beginn der Erhebungen gefallen. Weniger Beachtung fand dagegen der Case-Shiller-Index für die Hauspreise, der im November abermals deutlich gefallen war. Die drastisch gesunkenen Preise scheinen den Immobilienmarkt nämlich schon wieder zu beleben: Im Dezember waren die Verkäufe bestehender Häuser unerwartet deutlich
gestiegen, wie aus schon am Montag veröffentlichten Daten hervorging.

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