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Blick auf die Märkte : Dax haussiert

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Die vom amerikanischen Senat geplanten zusätzlichen Steuererleichterungen für die Mittelschicht im Volumen von fast 70 Milliarden Dollar im Rahmen des Konjunkturpakets hoben auch in Tokio die Stimmung der Investoren. Die Werte von Tokyo Electron konnten im Nikkei am deutlichsten zulegen und stiegen um fast acht Prozent.

Auch Bankentitel verzeichneten Kursgewinne. So stiegen die Anteilscheine des Schwergewichts Mitsubishi UJF Financial Group um 1,6 Prozent. Nach Börsenschluss wurden noch zahlreiche Unternehmenszahlen erwarteten, darunter die von Canon. Der Kamerahersteller prognostizierte für 2009 einem Zeitungsbericht zufolge einen Gewinneinbruch. Die Aktien des Konzerns legten zu Handelsschluss 0,4 Prozent zu.

Kursentwicklung und Nachrichten nach Börsenschluss

Die Kurse an der Wall Street zeigten sich am Dienstag im nachbörslichen Handel fester. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator stieg um 0,33 Prozent auf 1198,35 Zähler.

Ein überraschend gutes Quartalsergebnis hat die Aktien von Yahoo! am Dienstag im nachbörslichen Handel steigen lassen. Das Internetunternehmen hatte dank Kostensenkungen einen höheren Pro-Forma-Gewinn erzielt, als Analysten erwartet hatten. Der Umsatz deckte sich mit den schon gesenkten Erwartungen des Marktes. Gleiches galt für den Umsatzausblick: Im ersten Quartal will Yahoo! 1,53 Milliarden bis 1,73 Milliarden Dollar umsetzen. Der Aktienkurs stieg um 4,9 Prozent auf 11,90 Dollar.

Ebenfalls nach Quartalszahlen gefragt waren Aktien von Sun Microsystems. Das Unternehmen hatte im abgelaufenen Quartal zwar einen Nettoverlust verbucht, diesen jedoch auf Restrukturierungsaufwendungen zurückgeführt. Auch der Umsatz war zurückgegangen. Der Aktienkurs legte um 6,5 Prozent auf 4,25 Dollar zu.

General Electric wurden im späten Handel dagegen abgegeben. Die Ratingagentur Moody's hatte mitgeteilt, die Bonitätseinstufung des Konzerns nach dem Gewinneinbruch im vierten Quartal überprüfen zu wollen. Aktuell stuft Moody's das Unternehmen mit „AAA“ ein. Der Aktienkurs fiel um 2,0 Prozent auf 12,80 Dollar.

Wall Street schließt trotz schwacher Konjunkturdaten freundlich

Die amerikanischen Börsen sind am Dienstag trotz schwacher Konjunkturdaten und enttäuschender Unternehmensbilanzen mit Kursgewinnen aus dem Handel gegangen. Zwar war der viel beachtete Index des Verbrauchervertrauens im Januar auf den tiefsten
Stand seit Beginn seiner Erhebung gefallen, doch führte dies die Aktienkurse nur vorübergehend in negatives Terrain.

Händler sahen eine Ursache für den Optimismus der Anleger in den schon am Montag veröffentlichten Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser. Für Dezember war ein unerwartet deutlicher Anstieg gemeldet worden, was Beobachter mit den zuletzt drastisch
gesunkenen Immobilienpreisen erklärten. Der am Berichtstag veröffentlichte Case-Shiller-Index für die Hauspreise in den Vereinigten Staaten unterstrich diese Vermutung: Der Index war im November abermals deutlich gesunken. Die Verkaufszahlen vom Montag hatten allerdings die Hoffnung geweckt, dass die Immobilienpreise bald den Boden erreicht haben könnten.

Die am Montag und Dienstag vorgelegten Unternehmensbilanzen waren durchweg von der Rezession gezeichnet, doch wollten einige Beobachter darin schon wieder Hinweise darauf entdeckt haben, dass das laufende Jahr vielleicht doch nicht so schlimm wird wie befürchtet. Davon profitierte unter anderem die Aktie der Kreditkartengesellschaft American Express.

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